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Der Fliedener Nico Hohmann (am Boden) lässt den Hadamarer Alexander Schraut über die Klinge springen.

Fußball-Hessenliga

Rot-Weiß-Arbeitssieg nach Pausenrückstand

In der Fußball-Hessenliga hat sich der SV Rot-Weiß Hadamar für das Aus im Kreispokal-Halbfinale beim TuS Dietkirchen rehabilitiert. Trotz Startschwierigkeiten und Rückstand zur Pause gewann das Team von Trainer Torsten Kierdorf hauchdünn mit 2:1 gegen Buchonia Flieden und hat damit den vierten Platz sicher.

VON PATRICK JAHN

Durch einen 2:1-Sieg gegen den FSC Lohfelden hat sich der FC Gießen nun auch rechnerisch die Meisterschaft der Hessenliga gesichert. Glückwunsch! Neuer Zweiter ist der FC Bayern Alzenau nach einem 4:1 gegen den FC Eddersheim. Die Bayern profitierten von der sensationellen 2:6-Packung des KSV Hessen Kassel bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. 

SV Rot-Weiß Hadamar – SV Buchonia Flieden 2:1 (0:1). Schade für den SVH: Für das letzte Heimspiel einer fantastischen Saison interessierten sich gerade einmal 150 Zuschauer – Minuskulisse. Negativ verlief für Hadamar auch der Beginn: Nach acht Minuten nutzte der bärenstarke Marc Röhrig einen Abwehrfehler zum 0:1, als er zunächst an Keeper Christopher Strauch gescheitert war, den zweiten Ball aber per Kopf ins Netz beförderte. Der SV brauchte 20 Minuten, um den Schock zu verdauen. Dann setzte Jerome Zey mit einem abgefälschten 18-Meter-Schuss die erste Duftmarke (21.). Die abstiegsgefährdeten Fliedener agierten erwartungsgemäß defensiv und operierten mit etlichen langen Bällen auf den bulligen Fabian Schaub. Der Torjäger kam nach einer guten halben Stunde zu seiner ersten Chance, fand aber in Christopher Strauch seinen Meister (31.). Die größte Gelegenheit hatten die Fürstenstädter: Nach Zuspiel von Jann Bangert war der völlig freistehende Jerome Zey zu uneigennützig und versuchte sich – statt einem Abschluss – mit dem zu ungenauen Querpass (37.). 

Die Halbzeitansprache von Torsten Kierdorf musste dann gefruchtet haben. Rot-Weiß hatte urplötzlich das nötige Tempo in seinen Aktionen und kam häufiger über die Außenpositionen – logisch gegen einen kompakt verteidigenden Widersacher. Fünf Minuten waren vorüber, da lag den Hadamarern gleich zweimal der Torschrei auf den Lippen: Zunächst faustete Fliedens Keeper Lukas Hohmann einen Freistoß Jonas Herderings aus dem kurzen Eck, dann schlenzte Jerome Zey das Spielgerät sehenswert an den Innenpfosten, von wo es wieder heraustrudelte. Die Bemühungen der Gastgeber wurden schließlich belohnt, auch wenn ein Buchone dabei kräftig mithalf: Jonas Herderings Freistoß von der Seitenauslinie köpfte Sascha Rumpeltes unglücklich und ebenso unhaltbar zum 1:1 ein (55.). 

Die Osthessen, die als Abstiegskandidat ungemein viel in diese 90 Minuten investierten, waren nur 180 Sekunden nach dem Ausgleich auf verlorenem Posten. Nach einem Foul von André Leibold an Jerome Zey im Strafraum ließ sich der Gefoulte die Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte den Elfmeter zum 2:1 (58.). Jetzt wurde das Treiben extrem hektisch, was beiden Teams nicht wirklich half. Den Protagonisten unterliefen vor allem im Passspiel etliche Ungenauigkeiten, und auch im Zweikampfverhalten wurde es beidseitig rauer. 

Hadamar, das seine Konterchancen nicht entschlossen genug zu Ende spielte, musste zittern. Fliedens Bester, Marc Röhrig, versemmelte (75.) eine Doppelchance, die sich gewaschen hatte: Erst rettete Christopher Strauch mit einem tollen Reflex, dann jagte der Außenbahnspieler den Ball unbedrängt in den mittlerweile sonnigen Himmel. Und noch einmal wurde es gefährlich, als Matthias Neugebauer einen Schuss von Rumpeltes in höchster Not zur Ecke blockte (85.). 

Hadamar: Strauch, Kuczok, Dimter, Schraut (31. Pandov), Mar. Neugebauer, Zey, Löbig (56. S. Neugebauer), Kröner (56. Kern), Herdering, Bangert, Mat. Neugebauer – Flieden: L. Hohmann, Gaul, N. Hohmann, Röhrig, Leibold, Drews (80. Hagemann), Zeller, Hack, Rumpeltes, Schaub, Bartel –SR: Jung (Giesenhausen) – Tore: 0:1 Marc Röhrig (8.), 1:1 Sascha Rumpeltes (55./ET), 2:1 Jerome Zey (59./FE) – Zuschauer: 150.

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