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Er wird rot-gesperrt in Kassel definitiv fehlen: Mirco Paul (links), der s ich durch dieses „Foulspiel“ gegen Stadtallendorfs Felix Nolte (rechts) letzte Woche einen Platzverweis „abgeholt“ hatte.

Fußball-Hessenliga

Rot-Weiß-Auswärts-Doppelpack

In der Fußball-Hessenliga steht für den SV Rot-Weiß Hadamar mit den Gastspielen beim KSV Hessen Kassel (Donnerstag, 14 Uhr) und bei Türk Gücü Friedberg (Sonntag, 15 Uhr) ein echter Reise-Marathon ins Haus.

VON PATRICK JAHN

Das jüngste 0:2 gegen Eintracht Stadtallendorf in der Fußball-Hessenliga ist für Hadamars Trainer Stefan Kühne abgehakt: „Man muss als Sportler auch verlieren können. Die Niederlage ist kein Beinbruch für uns. Wir wollen auf der Mentalität, die wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, aufbauen.“ Für die Fürstenstädter kommt es binnen vier Tagen zu einem Auswärts-Doppelpack. Am Donnerstag geben die Rot-Weißen ihre Visitenkarte beim KSV Hessen Kassel ab. Stefan Kühne braucht seine Jungs eigentlich gar nicht groß zu motivieren: „Die Spieler sind heiß, nachdem es in der letzten Saison dort ein bisschen rund gegangen war.“ Zur Erinnerung: Beim 2:2 Ende April kam es nach Abpfiff zu leichten Tumulten, die sowohl Verantwortliche als auch Spieler nicht vergessen haben.

Die Nordhessen hinken den Erwartungen als Tabellensechster ein Stück weit hinterher, verfügen aber dennoch über reichlich Qualität im Kader. Der SVH-Coach warnt vor allem vor zwei Spielern: „Torjäger Mahir Saglik dürfen wir keine Freiräume geben, und Freistöße in Strafraumnähe sollten wir angesichts der Qualität von Alban Meha auch nicht produzieren.“ Angst hat Kühne vor Kassel nicht: „Die Hessenliga ist zwar auch für mich Neuland, ich habe aber festgestellt, dass man in jedem Spiel 100 Prozent geben muss, um zu gewinnen. Jeder kann in dieser Liga jeden schlagen. Warum soll uns das also nicht gelingen?“ Eine zusätzliche Motivationsspritze für die Hadamarer könnte die Tatsache sein, dass Kassel seit November 2017 – damals noch zu Regionalliga-Zeiten – in Punktspielen im Auestadion unbesiegt ist.

Vier Tage später, am Sonntag, geht es für den Tross zum nächsten Auswärtsspiel. Bei Türk Gücü Friedberg wartet die nächste unangenehme Aufgabe. Der Tabellen-Neunte hat sich vor allem in der Defensive stark verbessert und stellt nach Fulda-Lehnerz und Eddersheim die drittbeste Abwehr der Liga. „Sie sind für mich eine kleine Wundertüte, bei der man nie weiß, was einen erwartet“, schätzt Stefan Kühne die Lage knifflig ein. Der Trainer weiß aber, dass die Friedberger mit dem treffsicheren Haitianer Shelby Printemps und Kapitän Jonatan Tesfaldet über sehr gute Spieler verfügen, die es auszuschalten gilt.

„Mit vier Punkten aus diesen beiden Spielen wäre ich zufrieden“, gibt Kühne die Zielvorgabe bekannt. „Unsere Serie wurde geknackt, jetzt wollen wir versuchen, eine neue zu starten.“

Aus personeller Sicht kann Rot-Weiß wieder auf die Dienste von Florian Kröner bauen. Nicht dabei sind nach wie vor die verletzten Christian Jindra und Waaris Bhatti sowie der gesperrte Mirco Paul, wobei die Fürstenstädter lediglich auf eine Ein-Spiel-Sperre hoffen, so dass er in Friedberg durchaus wieder mit dabei sein könnte.

Mittwoch:

KSV Baunatal - Eintr. Stadtallendorf

19.00

VfB Ginsheim - FV Bad Vilbel

20.00

Donnerstag:

Hessen Kassel - SV RW Hadamar

14.00

FSV Fernwald - Rot-Weiß Walldorf

15.00

FC Hanau 93 - Türk Gü. Friedberg

15.00

SV Steinbach - Viktoria Griesheim

15.00

FC Eddersheim - SGB Fulda-Lehnerz

15.30

Samstag:

Eintr. Stadtallendorf - VfB Ginsheim

14.00

SC Waldgirmes - SV Neuhof

15.00

Hessen Dreieich - SGB Fulda-Lehnerz

15.00

FV Bad Vilbel - Rot-Weiß Walldorf

15.00

Sonntag:

Hessen Kassel - FC Eddersheim

14.00

KSV Baunatal - SV Steinbach

14.00

Türk Gü. Friedberg - SV RW Hadamar

15.00

FC Hanau 93 - Viktoria Griesheim

15.00

TuS Dietkirchen - FSV Fernwald

15.30

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