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Jerome Zey (links) beobachtet das intensive Kopfballduell zwischen Baunatals Felix Schäfer und Hadamars Michel Gschwender.

Fußball-Hessenliga

Rot-Weiß dankt Fortuna

In der Fußball-Hessenliga ist der SV Rot-Weiß Hadamar seiner Favoritenrolle – denkbar knapp – gerecht geworden. Gegen den KSV Baunatal gewann die Elf von Trainer Stefan Kühne mit 2:1 und profitierte unter anderem von einem in der Schlussminute verschossenen Foulelfmeter.

VON PATRICK JAHN


SV Rot-Weiß Hadamar – KSV Baunatal 2:1 (2:0). Dass Freud’ und Leid meist nah beieinander liegen, belegte auf dem Niederhadamarer Kunstrasen die letzte Spielminute: Rot-Weiß war gerade dabei, eine scheinbar komfortable 2:0-Halbzeitführung in den Sand zu setzen, als sich Jonas Herdering im eigenen Strafraum einen unnötigen Schubser gegen Maximilian Blahout leistete und Schiedsrichter Felix Berger zu Recht auf den Elfmeterpunkt zeigte. Baunatals Manuel Pforr hatte sich die Kugel zurechtgelegt, jagte sie jedoch über den Querbalken – es sollte beim 2:1-Heimsieg bleiben.

Dass es überhaupt noch einmal so eng wurde, danach hatte es nach 20 Minuten nicht so ausgesehen. Hadamar lieferte eine Kostprobe gnadenloser Effektivität und lag 2:0 vorne. Nach einem Angriff über Jerome Zey und Jonas Herdering köpfte Leon Burggraf dessen Flanke zum 1:0 unter die Latte (15.). Nur fünf Minuten danach unterlief Daniel Borgardt nach einem Torschuss von Christian Makana im Sechzehner ein Handspiel – Jerome Zey ließ KSV-Keeper Max Annemüller mit seinem platzierten Elfmeter keine Chance – 2:0 (20.). 

Alles sah so leicht und selbstverständlich aus, denn viel schlechter waren die Nordhessen nicht. Giftige Zweikämpfe und zwei Gelbe Karten nach gerade einmal zehn Minuten standen bis dato auf der Tagesordnung. Darauf stand aber auch Thomas Müllers dicke Chance zum Ausgleich, als er aus halblinker Position über das leere Tor schoss und damit das zwischenzeitliche 1:1 versäumte (18.). 

Die zahlreichen Diagonalbälle der Baunataler sorgten ansonsten aber kaum für Gefahr vor dem SVH-Gehäuse. Nach Wiederbeginn zog der KSV die Zügel an und hätte beinahe den Anschluss hergestellt, doch nach verunglücktem Torschuss Thomas Müllers und dem anschließenden Querpass von Manuel Pforr schloss Felix Schäfer zu harmlos ab (58.). Die Hoffnung der Nordhessen auf einen eventuellen Punktgewinn war aber plötzlich doch wieder mehr denn je da: Thomas Müller nagelte das Spielgerät aus knapp 25 Metern ins linke obere Toreck – 2:1 (65.).

 Als Markus Neugebauer eine gute Viertelstunde vor dem Ende mit Gelb-Rot vom Feld musste, ergaben sich für die Hausherren trotzdem Gelegenheiten zur Entscheidung. Einmal schloss Jonas Herdering aus 16 Metern zu zentral ab (77.), kurz danach versäumte er den Torabschluss und entschied sich für den Querpass (82.). Auf der Gegenseite hatte die Elf von Trainer Stefan Kühne Glück, dass ein abgefälschter Versuch von Felix Schäfer knapp links vorbeigestrichen war (84.). 

Hadamar zitterte, Baunatal hoffte – bis zur besagten 90. Minute. Dann rissen die Fürstenstädter nach vier Minuten Nachspielzeit die Arme in die Höhe, während Manuel Pforr & Co. am liebsten im Erdboden versunken wären. 

Hadamar: Strauch, Dimter, Sembene (46. Pandov), Mar. Neugebauer, Burggraf, Zey (90.+4 Sedy), Gschwender, Kröner, Herdering, Mat. Neugebauer, Makana (64. Oriana) – Baunatal: Annemüller, F. Üstün (81. Schmitt), Pforr, Müller, Schäfer, Möller (62. S. Üstün), Kardovic, Blahout, Borgardt, Krengel, Springer – SR: Berger (Wehretal) – Tore: 1:0 Leon Burggraf (15.), 2:0 Jerome Zey (20./HE), 2:1 Thomas Müller (65.) – Gelb-Rot: Markus Neugebauer (H./73./wiederholtes Foulspiel), Dino Kardovic (B./90./Reklamieren) - Zuschauer: 200.

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