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Jubelten viermal auswärts mit ihrem Team: die Hadamarer Alex Schraut (links) und Jann Bangert.

Fußball-Hessenliga

SV Rot-Weiß Hadamar: Gnadenlos effektiv

In der Fußball-Hessenliga geht der Positiv-Lauf des SV Rot-Weiß Hadamar weiter: Im Topspiel bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz zeigten sich die Fürstenstädter bis auf eine kleine Schwächephase nach der Pause wie eine Spitzenmannschaft. Durch den 4:1-Sieg festigten die Fürstenstädter den vierten Tabellenplatz.

SG Barockstadt Fulda-Lehnerz – SV Rot-Weiß Hadamar 1:4 (0:1). Reife Vorstellung der Fürstenstädter: Die Barockstädter kamen während der ersten 45 Minuten nicht zu einer einzigen Torchance. Hadamar, das aus taktischer Sicht nicht ganz so früh ins Pressing ging, wirkte in allen Belangen immer einen Schritt schneller, machte weitaus weniger Fehler und war schlichtweg besser. Torchancen waren zwar zunächst Mangelware geblieben, in Führung gingen die Jungs von Trainer Torsten Kierdorf aber dennoch: Jann Bangert war im Strafraum nur durch ein Foul von Sebastian Sonnenberger zu stoppen gewesen, Jerome Zey verwandelte den Elfmeter ebenso cool wie sicher zum 0:1 (25.).

 Als sich Patrick Schaaf einen einfachen Ballverlust leistete, spielten die Rot-Weißen die mehr als aussichtsreiche Kontersituation nicht konsequent genug aus (27.). Immer wieder profitierten die giftigen Hadamarer von der hohen Fehlerquote der Barockstädter. Erst unmittelbar vor der Pause kam Fulda-Lehnerz zu einer Halbchance, durch Patrick Broschke (45.). In den ersten Minuten nach Wiederbeginn war es so, als hätte den Rot-Weißen jemand den Stecker gezogen. 

Die Osthessen stellten auf ein 3-5-2-System um und entwickelten urplötzlich extremen Druck. Tief durchatmen musste Hadamar, als Christopher Strauch gegen Kevin Hillmann rettete und Patrick Broschke beim Abstauber den Ball nicht richtig traf – Matthias Neugebauer klärte im Liegen auf der Linie (49.). Der Ausgleich zeichnete sich irgendwie ab und ließ nicht lange auf sich warten. Nachdem sich Kevin Hillmann energisch durchgesetzt hatte, brachte ihn Markus Neugebauer im Strafraum zu Fall; Schiri Christoffer Reimund zeigte erneut auf den Punkt – Leon Pomnitz zitterte den Ball zum 1:1 in die Maschen (53.). 

Und plötzlich witterten die Hausherren Morgenluft: Pomnitz’ Flanke, die auch als Torschuss hätte durchgehen können, landete am Pfosten (55.). Und auch für Patrick Schaaf ergab sich die Chance zur Führung, doch der Abschluss in Überzahlsituation bedeutete für Christopher Strauch keine große Mühe (57.). Inmitten dieser Phase stellte auch Torsten Kierdorf auf 3-5-2 um, und sein Team schlug im Stile einer Spitzenmannschaft eiskalt zurück: Nachdem die SG-Defensive die Situation nicht bereinigt bekommen hatte, bediente Jerome Zey Torjäger Jann Bangert am langen Pfosten – 1:2 (63.). 

Der Gegentreffer wirkte niederschmetternd für Fulda-Lehnerz. Hadamar präsentierte sich abgezockt und legte noch einen nach, als Jonas Herdering das Spielgerät gut mitnahm und nicht ganz unhaltbar aus 16 Metern zum 1:3 einschweißte (74.). Das „Ding“ war durch – die Barockstädter hatten Glück, dass Jann Bangert den vierten Treffer verpasste (79.). Das holte Mirko Dimter nach, der sehenswert volley vollendete (81.). Während sich die Kierdorf-Elf gnadenlos effektiv zeigte, musste der Tabellenfünfte anerkennen, dass 15 gute Minuten in einem Topspiel nun mal nicht reichen. 

Fulda-Lehnerz: Kaiser, Hillmann, Torcuatro (77. Crljenec), Odenwald, Sonnenberger, Müller, Jordan, (46. Bieber/69. Trägler) Pomnitz, Schaaf, Rummel, Broschke –Hadamar: Strauch, Schraut (63. Sembene), Dimter (90. Pandov), Jindra, Löbig, Kröner, Bangert, Herdering, Mar. Neugebauer, Mat. Neugebauer, Zey (90.+1 Noguchi) – SR: Reimund (Zwingenberg) – Tore: 0:1 Jerome Zey (25./FE), 1:1 Leon Pomnitz (53./FE), 1:2 Jann Bangert (63.), 1:3 Jonas Herdering (74.) – Zuschauer: 300.

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