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Für Mirco Paul (rechts) und seinen SV Rot-Weiß Hadamar geht es in Griesheim um drei Punkte und um Wiedergutmachung. Links: Mahir Saglik vom KSV Hessen Kassel.

Fußball-Hessenliga

SV Rot-Weiß Hadamar: Der Lieblingsgegner wartet

Am 23. Spieltag der Fußball-Hessenliga steht besonders auch der SV Rot-Weiß Hadamar im Blickpunkt, der am Samstag, 15 Uhr, beim SC Viktoria Griesheim antritt. Die entscheidende Frage wird sein: Wie hat die Mannschaft die Schmach von letzter Woche verdaut?

VON PATRICK JAHN

Das historisch schlechte 0:8 vom letzten Samstag gegen Hessen Kassel steckt noch in den Köpfen der Beteiligten des SV Rot-Weiß Hadamar. Klar, nach einem solchen Negativerlebnis ist es für alle Beteiligten nicht einfach, zur Tagesordnung überzugehen. Trainer Stefan Kühne findet deutliche Worte: „Wir alle müssen uns selbstkritisch hinterfragen, ob wir alles dafür getan haben, uns zu wehren. Ich hoffe, dass dieses Spiel ein einmaliger Unfall bleibt.“

Ein bisschen erinnerten die 90 Minuten an den 90er-Jahre-Film „Space Jam“, als kleine Monster den großartigen Basketball-Stars aus Nordamerika das Talent aus den Körpern gesaugt hatten. Spaß beiseite – vielmehr war Aufbauarbeit gefragt: „Wir im Trainerteam versuchen, die Köpfe bei den Jungs frei zu bekommen. Ich habe viele Einzelgespräche geführt, der Mannschaft aber auch ganz klar ins Gedächtnis gerufen, wie gut sie in der Hinrunde gespielt hat“, sagt Kühne. Er selbst hatte als Spieler im Übrigen ein derartiges Erlebnis nicht, weshalb eine solche Situation auch für ihn Neuland war. „Trotzdem muss ich zugeben, dass ich nicht leicht damit umgehen kann.“

Der Blick geht dennoch nach vorne. Am Samstag wartet bei Viktoria Griesheim der absolute Lieblingsgegner auf die Fürstenstädter. Die letzten sieben Partien waren – zum Teil ganz klar – an die Hadamarer gegangen. Nach 16 Aufeinandertreffen im direkten Vergleich beider Teams warten die Darmstädter noch immer auf den ersten Sieg. Doch all das spielt nur die zweite Geige, wenn Schiedsrichterin Wiebke Schneider um 15 Uhr die Partie anpfeift. Stefan Kühne über den Gegner: „Ich schätze Griesheim auf jeden Fall stärker ein als noch in der Hinrunde. Damals sind sie extrem ersatzgeschwächt angereist und hatten keine Chance. Mit Younes Bahssou und Pascal Stork verfügen sie aber vor allem in der Offensive über sehr gute Spieler.“ Der Tabellen-Elfte spielt – wie in jedem Jahr – um den Klassenerhalt, wirkt aber inzwischen deutlich gefestigter. 29 Punkte zu diesem Zeitpunkt der Saison hatte die Viktoria zuletzt vor fünf Jahren. Diese Tatsache ist ein Beleg für die gute Arbeit von Trainer Richard Hasa.

Stefan Kühne dämpft trotz der guten Statistik die Erwartungen: „Wir können nach einem 0:8 aus der Vorwoche nichts Großes erwarten. Wir müssen schauen, dass wir das Spiel positiv bestreiten. Wichtig ist, dass wir es gewinnen, egal wie. Nur so sind wir in der Lage, einen Haken an das Kassel-Spiel zu machen.“

jah

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