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Leon Burggraf marschiert an Griesheims Torhüter Rodolfo Furtunato da Silva vorbei und markiert in dieser Szene das 2:0.

Fußball-Hessenliga

Rot-Weiß Hadamar schießt sich frei

In der Fußball-Hessenliga hat der SV Rot-Weiß Hadamar ordentlich Frustbewältigung betrieben. Gegen einen erschreckend schwachen SC Viktoria Griesheim gewann das Team von Trainer Stefan Kühne problemlos mit 6:1.

VON PATRICK JAHN

SV Rot-Weiß Hadamar – SC Viktoria Griesheim 6:1 (2:0). Trotz des 1:2 beim TuS Dietkirchen hat Hadamars Coach Stefan Kühne am 4-4-2-System festgehalten und änderte seine Startformation durch die Hereinnahme von Michel Gschwender und Cristian Makana. Zudem rückte Jerome Zey für Matthias Neugebauer, der sich beim Aufwärmen verletzt hatte, doch noch in die Startelf. Als die Hadamarer mit den Gedanken noch in der Kabine schienen, setzte Griesheims Decio Ferreira da Silva Neto nach einer Unachtsamkeit den ersten gefährlichen Abschluss rechts am Tor vorbei (2.). 

Hadamar brauchte eine Viertelstunde, um die Schlagzahl zu erhöhen, war dann aber absolut tonangebend. Mit der ersten gefährlichen Aktion hieß es dann 1:0: Michel Gschwender hatte von der rechten Seite geflankt, die Griesheimer Defensive spekulierte auf den kurzen Pfosten, so dass Jonas Herdering dahinter freistehend per Direktabnahme zur Führung abschloss (19.). Rot-Weiß wirkte befreit, hatte fortan absolut alles im Griff und legte nach. Jonas Herderings feiner Ball landete bei Leon Burggraf, der an Viktoria-Schlussmann Furtunato da Silva vorbeimarschierte und, trotz der Tatsache, dass er leicht abgedrängt wurde, aus spitzem Winkel zum 2:0 erfolgreich war (33.).

Von den Griesheimern kam insgesamt ganz wenig, doch einmal brannte die Luft, als Ali Kazimi das Spielgerät über Torwart Christopher Strauch lupfte, Steffen Rücker allerdings per Kopf auf der Linie klärte (34.). Ansonsten spielte nur die Heimelf, die durch Jonas Herdering vor der Pause noch zwei gefährliche Abschlüsse zu verzeichnen hatte (35., 40.). Im zweiten Durchgang wurden die Darmstädter keineswegs besser und sahen sich nach nur zehn Minuten auf verlorenem Posten: Jerome Zey ergatterte im Sechzehner den Ball, legte quer auf Leon Burggraf – 3:0 (55.). Dass die Viktoria überhaupt zum Anschlusstreffer kommen sollte, kam überraschend. Oliver Schumacher war im Strafraum zu Fall gebracht worden, Florian Muhl verwandelte den Elfmeter zum 3:1 (63.). Wer danach Spannung erwartet hatte, sah sich getäuscht. Zu einseitig war das Treiben, zu viele Fehler bei der Viktoria, und letztlich leichtes Spiel für Rot-Weiß. 

Mirko Dimter machte in der Schlussviertelstunde noch einmal auf sich aufmerksam: Gleich zweimal köpfte er die Kugel nach Freistoß-Hereingaben von Jonas Herdering in die Maschen (76., 87.). Dazwischen lag Leon Burggrafs dritter Treffer, der nach einem satten 16-Meter-Schuss von Markus Neugebauer, den Torhüter Rodolfo Furtunato da Silva nach vorne abgeklatscht hatte, nur noch abstauben musste (81.). Hadamar präsentierte sich insgesamt stark verbessert, wird den mehr als klaren Sieg gegen einen schwachen Gegner aber richtig einzuordnen wissen. Die von Stefan Kühne geforderten Erfolgs-Attribute setzten seinen Mannen jedoch vollends um. 

Hadamar: Strauch, Jindra, Dimter, Mar. Neugebauer, Burggraf, Rücker, Gschwender, Herdering, Zey (78. Aschenkewitz), Makana (61. Oriana), Paul (71. Kröner) – Griesheim: Furtunato da Silva, Royo, Petrone (73. Lunetto), Kazimi, Muhl, Stange, Volk, El Fahfouhy, Schumacher, Houdek, Ferreira da Silva Neto (61. Laguenaoui) –SR: Rübe (Kassel) – Tore: 1:0 Jonas Herdering (19.), 2:0 (33.), 3:0 (55.), beide Leon Burggraf, 3:1 Florian Muhl (63./FE), 4:1 Mirko Dimter (76.), 5:1 Leon Burggraf (81.), 6:1 Mirko Dimter (87.) – Zuschauer: 200.

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