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Torschütze für den SV RW Hadamar in Friedberg: Mirko Dimter.

Fußball-Hessenliga

SV Rot-Weiß Hadamar stürmt den "Eisenkrain"

Der SV Rot-Weiß Hadamar hat sein Auswärtsspiel in der Fußball-Hessenliga auf dem "Eisenkrain" bei Türk Gücü Friedberg souverän mit 3:0 gewonnen und ist Tabellensiebter.

Die Stimmung von Carsten Weber, dem Trainer von Fußball-Hessenligisten Türk Gücü Friedberg, passte sich dem Wetter an: Im Ober-Rosbacher Dauerregen hatte seine Mannschaft gegen den Tabellennachbarn Rot-Weiß Hadamar über weite Strecken gut mitgespielt, stand am Ende beim 0:3 (0:0) aber mit leeren Händen da – zur Freude der Hadamarer.

Die Partie vor gerade einmal 50 tapferen Zuschauern hatte zwei klare Schlüsselmomente: Der erste war nach 40 Minuten, als Türk-Gücü-Abwehrmann Julian Dudda nach einer Notbremse mit einer Roten Karte des Feldes verwiesen wurde – eine zumindest umstrittene Entscheidung „Ich habe erst gedacht, es wäre ein Stürmerfoul gewesen“, sagte etwa Hadamars Coach Stefan Kühne nach der Partie. Und sein Gegenüber Weber fügte hinzu: „Die Entscheidung war natürlich hart, denn beide Spieler klammern, aber für mich war Julian Dudda auch nicht unser letzter Mann. Vielleicht hätte es die Gelbe Karte hier auch getan.“

Spielbestimmend war für den TG-Übungsleiter aber ohnehin etwas anderes: Zwei Eckbälle, die Leon Burggraf und Mirko Dimter in der 53. Minute und in der Nachspielzeit per Kopf zum 1:0 und 3:0 für die Rot-Weißen veredelten. Beide Male war die Defensive der Wetterauer nicht konsequent gegen die Hadamarer vorgegangen und hatte ihnen viel zu viel Platz gelassen.

Die weitere Geschichte ist schnell erzählt: In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit auf dem engen Kunstrasen am „Eisenkrain“ hatte es neben vielen Zweikämpfen, etlichen Stockfehlern und seltenen guten Spielzügen wenig Sehenswertes gegeben. Die Hadamarer versuchten, mit Fernschüssen zum Erfolg zu kommen, die größte Möglichkeit des ersten Durchgangs durch Leon Burggraf verhinderte Friedbergs solider Keeper Tolga Sahin (11.). Nach dem Wechsel waren die Friedberger in Unterzahl zwar deutlich aggressiver, dichter am Gegenspieler und konsequenter in den Zweikämpfen, ein Tor war Türk Gücü jedoch trotz aller Bemühungen nicht vergönnt. Der umtriebige Shelby Printemps wurde nach einem Pass von Erdinc Solak, den er mit Hilfe des Pfostens im gegnerischen Kasten untergebracht hatte, wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen (47.). Mitten in diese Drangphase der Gastgeber fiel dann das 0:1. Die Kühne-Elf nahm Shelby Printemps in der Folge mit Sonderbewachung weitestgehend aus dem Spiel und kam durch einen schnell vorgetragenen Konter über Idris Sedy durch Top-Torjäger Leon Burggraf zum vorentscheidenden 2:0, ehe in der Schlussminute Mirko Dimter mit seinem zweiten Tor endgültig für die Entscheidung zugunsten der Fürstenstädter sorgte.  phk

Friedberg: Sahin, Marra (67. Dinler), Weigand, Dudda, Ouattara, Usic (75. Miric), Eren, Gürsoy, Solak, Bell Bell (44. Biber), Printemps–. Hadamar: Strauch, Dimter, Sembene, Neugebauer, Burggraf, Zey (80. Oriana), Gschwender, Rücker, Sedy (85. Kröner), Pandza, Herdering–. SR: Schneider (Birstein). – Tore: 0:1 Leon Burggraf (53.),0:2 Leon Burggraf (78.), 0:3 Mirko Dimter (92.)– Zuschauer: 50.

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