Das Meister-Team der Fußball-Kreisliga B2 2019/20: SV Rot-Weiß Hadamar 3. Hinten, von links: Vitali Fetter, Marius Frink, Sergej Taranuha, Tin Sedinic, Oktay Delibalta und Seyid Ince. Mitte, von links: Shkelqim Syla, Kanat Mehmet, Shpejtim Bajrami, Ali Agrisli, Mazlum Altingeyik, Sevket Ilemin und Mehmet Yagci; vorne, von links: Frank Klapper, Irfan Duezel, Erol Delibalta, Tim Heep, Omer Ayub Ahmed, Muhammed Sancak, Barbara Klapper und Charlotte Klapper. Es fehlen: Maximilian Wilfer, Moritz Immel, Niclas Kinna und Lukas Alfa.
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Das Meister-Team der Fußball-Kreisliga B2 2019/20: SV Rot-Weiß Hadamar 3. Hinten, von links: Vitali Fetter, Marius Frink, Sergej Taranuha, Tin Sedinic, Oktay Delibalta und Seyid Ince. Mitte, von links: Shkelqim Syla, Kanat Mehmet, Shpejtim Bajrami, Ali Agrisli, Mazlum Altingeyik, Sevket Ilemin und Mehmet Yagci; vorne, von links: Frank Klapper, Irfan Duezel, Erol Delibalta, Tim Heep, Omer Ayub Ahmed, Muhammed Sancak, Barbara Klapper und Charlotte Klapper. Es fehlen: Maximilian Wilfer, Moritz Immel, Niclas Kinna und Lukas Alfa.

Serie: Meister im NNP-Land

SV Rot-Weiß Hadamar 3: Die "Torfabrik" ist zurück in der A-Liga

Weiter geht’s mit unserer Serie „Meister im NNP-Land“. Heute blicken wir auf die Fußball-Kreisliga B2, in der sich der SV Rot-Weiß Hadamar 3 mit einem hauchdünnen Vorsprung vor dem SV Elz 2 die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Kreisliga A gesichert hat. Mit 103 Toren in 20 Spielen war die Offensive ganz klar Wegbereiter zum Triumph.

Die dritte Garnitur der Hadamarer hat in den letzten sechs Jahren vieles durchlebt. In der Saison 2013/2014 waren die Fürstenstädter zuletzt in der Kreisliga A aktiv, mussten dann aber absteigen. Und es kam noch schlimmer: Nur ein Jahr danach folgte der Negativ-Höhepunkt mit dem Abstieg in die Kreisliga C. Von da an sollte es aber wieder bergauf gehen. Nach der sofortigen Rückkehr in die B-Klasse etablierte sich die Mannschaft des damaligen Trainers Siyar Mansur zwei Jahre lang, ehe mit dem neuen Coach, Frank Klapper, heuer die Meisterschaft zu Buche stand.

Aber kommt angesichts des corona-bedingten Saisonabbruchs überhaupt so richtig Freude auf? Trainer Frank Klapper sieht es mit gemischten Gefühlen: „Einerseits freuen wir uns natürlich über den Titel, andererseits ist er nun mal nicht bis zum Ende sportlich ausgespielt. Ich denke aber schon, dass wir bei einer Fortsetzung vorne gestanden hätten.“ Klapper, der zudem bei den Hadamarern für die A-Junioren zuständig ist, hat aber auch einen Dank für seinen Vorgänger parat: „Siyar hat sehr gute Arbeit geleistet, von der wir auch in dieser Saison profitiert haben. Für mich als Neu-Einsteiger im Seniorenbereich ist es daher schwierig, zu sagen, was in diesem Jahr besser gelaufen ist als in der Runde zuvor.“ 

War die Spielzeit in der Kreisliga B2 zu Beginn der Saison noch recht ausgeglichen verlaufen – gleich fünf Teams hatten sich oben festgesetzt –, so sollte schon ziemlich zügig klar werden, dass sich zwischen der Hadamarer Drittvertretung und dem SV Elz 2 ein Zweikampf um die Meisterschaft entwickeln würde. Und genau diese beiden Duelle mit dem engsten Konkurrenten hatten es in sich. Beim Hinspiel auf dem Niederhadamarer Kunstrasen siegte der spätere Champion hauchdünn mit 2:1, vier Wochen später hatte er in Elz jedoch mit 2:4 das Nachsehen. Frank Klapper meint: „Das waren zwei absolute Top-Spiele, die vom Niveau her auch in der A-Liga hätten platziert sein können. Im ersten Spiel war es ein individueller Fehler, der uns auf die Siegerstraße gebracht hatte, im Rückspiel waren es die Elzer, die das nötige Glück hatten. In beiden Spielen waren es nur die Kleinigkeiten, die entscheidend waren.“ Dennoch erlaubte sich auch Hadamar 3 immer mal wieder einen kleinen Ausrutscher, so dass die Tabellenführung häufiger wechseln sollte. Ohnehin gab es bei den Fürstenstädtern nur hopp oder topp – eine Punkteteilung stand unter dem Strich nie.

Kollektiv Schlüssel zum Erfolg

Frank Klapper hat über seine Truppe im Übrigen eine klare Meinung: „Bei uns ist das Kollektiv der Schlüssel zum Erfolg. So viele Tore schießt niemand alleine. Das war das Ergebnis der gesamten Mannschaft, die sich dafür letztlich auch belohnt hat.“ Gleich vier Spieler im Kader der Fürstenstädter waren während der 20 absolvierten Partien zweistellig erfolgreich: Seyid Ince (22 Tore), Mazlum Altingeyik (10), Irfan Düzel (10) und Behar Perquku (10) hatten sicherlich großen Anteil am späteren Aufstieg.

In der neuen Umgebung bäckt Klapper kleinere Brötchen: „Wir wollen die Klasse halten. Und um das auch wirklich am Ende zu schaffen, müssen wir alle noch einen Zahn zulegen.“ An seinem Personal wird sich derweil kaum etwas ändern, was sicherlich auch für den Verein spricht. „Die Mannschaft bleibt nahezu unverändert zusammen. Lediglich zwei bis drei A-Junioren können wir langsam heranführen, damit sie Seniorenluft schnuppern können“, gibt der Erfolgstrainer einen kleinen Ausblick und begrüßt zudem den zuletzt vereinslosen Mustafa Armend im Kader.

Die Nassauische Neue Presse gratuliert zur Meisterschaft und wünscht in der Kreisliga A gutes Gelingen!

Patrick Jahn

Klasseneinteilung 2020/21

Kreisliga B2 Limburg-Weilburg (16 Mannschaften): SG Nord 2, SG Merenberg 2, FCA Niederbrechen 2, TuS Waldernbach 2, VfR 07 Limburg 2, SG Taunus 2, SG Weinbachtal 2, SG Kirberg/Ohren 2, TSG Oberbrechen 2, SG Niedershausen/Obershausen 2, SG Ahlbach/Oberweyer 2, SG Oberlahn 2, SG Villmar/Arfurt/Aumenau 2, SG Heringen/Mensfelden 2, FSG Dauborn/Neesbach 2, FC Waldbrunn 3. 

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