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Mirco Paul (links) erkämpfte mit seinem SV Rot-Weiß Hadamar ein hochverdientes Remis beim Hessenliga-Spitzenreiter SG Barockstadt Fulda-Lehnerz.

Fußball-Hessenliga

Rot-Weiß Hadamar zeigt Leidenschaft und wird belohnt

Ein großes Spiel hat der SV Rot-Weiß Hadamar dem Spitzenreiter der Fußball-Hessenliga, SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, geliefert. Schließlich rettete David Sembene seinem SVH in der Nachspielzeit mit seinem Treffer zum 2:2 einen wertvollen Punkt.

VON PATRICK JAHN

SG Barockstadt Fulda-Lehnerz – SV Rot-Weiß Hadamar 2:2 (2:1). Der Plan von Trainer Stefan Kühne, mutig nach vorne zu spielen, ging zunächst einmal auf. In der ersten halben Stunde lief beim Tabellenführer wenig zusammen – Rot-Weiß war das bestimmende Team und belohnte sich früh: Wieder war es Leon Burggraf, der einen Abstauber nach Schuss von Jonas Herdering, den Torwart Tobias Wolf abklatschte, zum 1:0 über die Linie brachte (8.). Es hätte noch besser kommen können, doch Tobias Wolf rettete gegen Christian Makana, dem das Spielgerät nach einem Freistoß vor die Füße gefallen war, bärenstark (20.). 

Nach der ersten Trinkpause kam allmählich auch die SG Barockstadt besser ins Spiel. Zwingende Abschlüsse blieben aber Mangelware, weil Hadamars Defensive vielbeinig verteidigte. Nach einer guten halben Stunde klingelte es aber doch: Nach einem langen Ball legte Andre Fließ für Kapitän Patrick Schaaf auf, der ins linke obere Eck zum 1:1-Ausgleich vollendete (33.). 

Der Gegentreffer gab den Platzherren Auftrieb, während Hadamar ein wenig den Faden verlor. Christopher Strauch musste nach einer Ecke gegen Dominik Rummel sein ganzes Können aufbieten, um einen Rückstand zu verhindern (43.). Und doch ging es für die Fürstenstädter mit 1:2 in die Pause. Mirko Dimter hatte Andre Fließ im Strafraum zu Fall gebracht, und Dominik Rummel verwandelte den fälligen Elfmeter zur erstmaligen SGB-Führung (45.+2). Der Elfmeterpfiff Marius Ulbrichs war bei den Rot-Weißen im Übrigen auf Unverständnis gestoßen. 

Der zweite Durchgang verlief lange auf Augenhöhe. Fulda-Lehnerz legte das Hauptaugenmerk auf schnelles Umschaltspiel, während Hadamar zunächst ideenlos wirkte, aber dennoch enorme Leidenschaft ins Spiel investierte. Wenn es aber gefährlich wurde, war meist Jerome Zey involviert. Brenzlig für die SG wurde es zudem nach einem Abschluss von Jonas Herdering, den Torwart Tobias Wolf parierte (65.). Ansonsten blieben Torraumszenen der höheren Kategorie insgesamt auf der Strecke. Für die Osthessen hätte aber Dominik Rummel kurz vor dem Ende die Entscheidung besorgen können (88.). 

Was folgte, war Hadamarer Jubel. David Sembene, gerade eingewechselt, kam nach einem Gestocher im Strafraum an den Ball und lupfte das Spielgerät über Torhüter Wolf hinweg zum 2:2-Endstand (90.+2). Ein Punkt beim Tabellenführer – für Rot-Weiß Hadamar hatte sich die Reise nach Lehnerz gelohnt. 

Fulda-Lehnerz: Wolf, Pecks, Broschke (73. Trägler), Pomnitz, Rummel (89. Böttler), Fließ, Schaaf, Crljenec, Fuß (56. Odenwald), Hillmann, Sonnenberger – Hadamar: Strauch, Dimter, Mar. Neugebauer, Burggraf, Zey, Gschwender, Rücker (88. Sembene), Kröner (75. Aschenkewitz), Herdering, Makana (62. Oriana), Paul – SR: Ulbrich (Düdelsheim) – Tore: 0:1 Leon Burggraf (8.), 1:1 Patrick Schaaf (33.), 2:1 Dominik Rummel (45.+2/FE), 2:2 David Sembene (90.+2) – Zuschauer: 500.

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