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Der Kapitän traf zum 2:0. Jonas Herdering (SV Rot-Weiß Hadamar).

Fußball-Hessenliga

Rot-Weiß Hadamar: Zurück in alter Stärke

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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In der Fußball-Hessenliga hat sich der SV Rot-Weiß Hadamar mit einer starken Leistung und einem 2:0 gegen den FC Eddersheim zurückgemeldet. Währenddessen kassierte der deutlich dezimierte und in Unterzahl spielende TuS Dietkirchen eine Packung bei Türk Gücü Friedberg.

SV Rot-Weiß Hadamar – FC Eddersheim 2:0 (0:0). Schon nach drei Minuten forderten die Hadamarer Elfmeter. Jacob Pistor war im Strafraum unsanft zu Fall gebracht worden. Der Pfiff blieb aus. Pistor sah kurz darauf Gelb nach einem Foul an Dennis Lang. Auch ein FCE-Betreuer wurde mit der Karte verwarnt, weil er Pistor geschubst hatte. Es war was los an der Faulbacher Straße.

Gespielt wurde robust und körperbetont. Jonas Herderings Freistoß verfehlte das Ziel (18.). Dann aber hielten die Rot-Weißen die Luft an, als Felix Rottenaus Versuch über das Lattenkreuz zischte. Das Team von Stefan Kühne verstärkte nochmals den Druck, aber es gab einfach noch kein Durchkommen durch die dichten Eddersheimer Defensivreihen. Eine gefährlich hereingezogene Ecke von André Fließ segelte durch den Fünfer an Freund und Feind vorbei. Beim direkten Hadamarer Tempogegenstoß verzog Jonas Herdering mit seinem Gewaltschuss.

Im zweiten Durchgang ging es richtig rund. Markus Neugebauer flankte auf seinen Bruder Matthias, der einsam im Fünfer wartete und zum 1:0 traf. Drei Minuten später ertönte der Pfiff: Elfmeter für Hadamar nach Foul an Matthias Neugebauer. Kapitän Jonas Herdering versenkte zum 2:0. Aber die Eddersheimer waren längst nicht geschlagen, ihre Ecken brandgefährlich. Als Nahom Ogbay Markus Neugebauer von den Beinen holte, sah er den roten Karton (60.). Trainer Rouven Leopold verstärkte seine Offensive: Lifka, Felix Rottenau, Scholl raus, Niklas Rottenau, Akbulut und Krause rein. Die besseren Chancen hatte nach wie vor Rot-Weiß, herausgespielt meist über rechts. Wades letzter Versuch per Freistoß (85.) misslang. kdh/mor

Hadamar: Hasselbach, Paul, Wölfinger, Mark. Neugebauer, Teller, Pistor (79. Basmaci), Velemir (85.), Dillmann, Herdering, Kittel (90. Rücker), Matth. Neugebauer – Eddersheim: Harbrecht, Lang, F. Rottenau (65. N. Rottenau), Ogbay, Fließ, Schur, Scholl (65. Krause), Lifka (65. Akbulut), Finger, Wade, Kwafo –SR: Werner (Nauheim) – Tore: 1:0 Matthias Neugebauer (48.), 2:0 Jonas Herdering (52./FE) – Zuschauer: 120.

Türk Gücü Friedberg – TuS Dietkirchen 6:0 (3:0). Es ging gleich flott los in Ober-Rosbach. Friedberg machte einen ersten Testlauf in den TuS-16er, Nils Bergs bremste fair. Patrick Schorr schlug einen Freistoß in die Gefahrenzone auf Torschützenkönig Noah Michel, Keeper Max Gotthardt klärte, sein Abschlag ging direkt zurück auf Noah Michel – 1:0 (22.). Es war Michels elfter Saisontreffer. Wieder einmal lagen die Reckenforstler recht früh in Rückstand. Und nun? Angriff oder Verteidigung? Nichts von allem – stattdessen Elfmeter für Türk Gücü. Niklas Schmitt war aus kürzester Distanz chancenlos an der Hand angeschossen worden. Er sah dafür Rot und die 50 Zuschauer das 2:0 (34.) – durch wen? Richtig: Noah Michel. Und gleich das 3:0 hinterher, als Kilic erneut Michel mitnahm, der auf Eren zurücklegte, der ins Schwarze traf (41.). Jetzt kam es knüppeldick: Moses Nickmann humpelte verletzt zur Auswechselbank. Der Halbzeitpfiff kam einer Erlösung gleich.

Das in der Kabine geschöpfte Fünkchen Hoffnung war schnell zunichtegemacht. Im Versuch, mitzuspielen, hatte plötzlich Shelby Printemps freie Bahn und machte das 4:0 (56.). Jetzt galt es, ein Desaster zu verhindern. Nils Bergs klärte auf der Linie für seinen geschlagenen Schlussmann, aber der Schuss aus dem Hinterhalt von Patrick Schorr saß (66.). Schließlich jubelte Türk Gücü noch ein sechstes Mal: über Eray Erens zweiten Treffer.

Friedberg: Koob, Scheffler, Eren, Usic, Printemps, Kilic, Fukuhara (79. Lee), Dudda (70. Auer), Weigand, Michel (86. Häuser), Schorr – Dietkirchen: Gotthardt, Nickmann (43. Hölzenbein), N. Schmitt, Rademacher, Hautzel, Dankof, Stahl, Bergs, Böcher (72. Schutzbach), Weis, Schmitz (62. Mink) – SR: Safi (Erlensee) - Tore: 1:0 (22.), 2:0 (34./HE) beide Noah Michel, 3:0 Eray Eren (41.), 4:0 Shelby Printemps (56.), 5:0 Patrick Schorr (66.), 6:0 Eray Eren (85.) – Rot: Niklas Schmitt (D./41./Handspiel) – Zuschauer: 50.

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