Rot-Weiß: Lust auf mehr

In der Fußball-Hessenliga möchte der SV Rot-Weiß Hadamar auch nach dem Samstagsspiel gegen die SpVgg. Neu-Isenburg (Anstoß: 15 Uhr in Niederhadamar) auf der Welle des Erfolgs schwimmen. Die Aktien dafür stehen auf jeden Fall ganz gut.

Aktuell wirkt es so, als könne sich der SV Rot-Weiß Hadamar nur selbst schlagen. Das unspektakuläre, aber effektive 3:1 bei Buchonia Flieden hat Trainer Torsten Kierdorf durchaus wichtige Erkenntnisse gebracht. Und genau diese lassen darauf schließen, dass es bei den Fürstenstädtern ausgezeichnet läuft: „Wir haben in Flieden schon gemerkt, dass sich die Gegner wieder intensiver mit uns beschäftigen und wissen, wie wir Fußballspielen wollen. Niemand schenkt uns was, so dass wir auch gegen Neu-Isenburg wieder alles abrufen müssen, um zu gewinnen.“

Im Moment scheint es so, als würde den Rot-Weißen nahezu alles gelingen. Selbst Rückschläge, wie beispielsweise ein frühes Gegentor bei der Buchonia, werfen die Mannschaft nicht zurück. Fest steht, dass die Partie gegen die SpVgg. Neu-Isenburg wieder ein komplett anderes Spiel wird. Torsten Kierdorf weiß: „Das ist eine Mannschaft, die nicht viele Gegentore bekommt, weil sie eben sehr defensiv eingestellt ist. Ihr Spiel ist auf schnelle Balleroberungen und Konter über den schnellen Carlos McCrary ausgelegt.“ Klar ist: Der Stürmer ist mit neun Saisontreffern sicherlich ein Spieler, den die Defensive der Fürstenstädter bändigen muss.

Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg rangieren die Neu-Isenburger relativ solide auf Tabellenplatz elf. Allerdings wartet das Team von Trainer Peter Hoffmann auf Erfolgserlebnisse. Aus den letzten sechs Spielen war der Spielvereinigung lediglich ein „Dreier“ gelungen. Dennoch bezeichnet Torsten Kierdorf den kommenden Widersacher als „gefährliche“ Mannschaft. Außerdem meint er: „Das wird alles andere als einfach. Wir werden Lösungen brauchen, um gegen defensive Teams zu Torchancen zu kommen. Wenn uns das gelingt, ist die Chance groß, dass wir auch dieses Spiel wieder erfolgreich bestreiten.“ Noch wichtiger als das taktische Verhalten ist dem Coach aber die Einstellung seiner Spieler: „Die Jungs müssen weiter die Gier haben, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Im Moment herrscht eine super Stimmung, und vieles spricht für uns. Wir wissen aber nur zu genau, wie schnell es auch wieder in die andere Richtung gehen kann, wenn wir nicht an unser Leistungslimit kommen.“

Aus personeller Sicht hat der Trainer nach wie vor die Qual der Wahl. Vor allem die Situation auf der Innenverteidiger-Position ist derzeit ein Luxusproblem. „Oliver Pandov war in den letzten Spielen stark, Patrick Kuczok nach seiner Einwechslung inklusive erzieltem Tor aber auch. Das ist eine sehr schwierige Entscheidung, deswegen werde ich im Training ganz genau hinschauen – nicht nur auf dieser Position.“ Der Konkurrenzkampf lebt also weiter – und das ist auch gut so. Schließlich winkt Hadamar der siebte Sieg im achten Spiel nach Gang.

Freitag:

FV Bad Vilbel - FC Ederbergland 19.30

KSV Baunatal - FSC Lohfelden 19.30

Samstag:

Türk Gücü Friedberg - FC Gießen 15.00

SC Waldgirmes - Hessen Kassel 15.00

SGB Fulda-Lehnerz - Buchonia Flieden 15.00

SV RW Hadamar - Spvgg. Neu-Isenburg 15.00 (in Niederhadamar)

Bayern Alzenau - Hünfelder SV 15.00

Sonntag:

VfB Ginsheim - FC Eddersheim 15.00

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