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Mohamed Zouaoui (links) wird sich auch bei Türk Gücü Friedberg wieder auf harte Zweikämpfe einstellen müssen. 

Fußball-Hessenliga

SV Rot-Weiß: Möglichst keine Fehler machen

In der Fußball-Hessenliga trifft der SV Rot-Weiß Hadamar – ausnahmsweise – am Sonntag um 15 Uhr auf dem Kunstrasen in Ober-Rosbach auf Türk Gücü Friedberg. Geht es nach dem Geschmack von Trainer Torsten Kierdorf, soll die Serie der unbesiegten Spiele auf fünf ausgebaut werden.

VON PATRICK JAHN

Keine Frage, das knappe 1:0 gegen Viktoria Griesheim vom letzten Samstag war ein Arbeitssieg. Trotzdem war Torsten Kierdorf, Trainer des SV Rot-Weiß Hadamar, der mit der Einwechslung des Siegtorschützen Yuki Noguchi ein glückliches Händchen bewiesen hatte, zufrieden: „Wir haben uns wieder einige Torchancen erarbeitet und zu Null gespielt. Und es ist uns gelungen, unsere Serie auszubauen.“

Angesichts von nunmehr vier unbesiegten Partien in Folge lohnt sich der Blick auf die Tabelle für die Fürstenstädter. Das offizielle Ziel „Klassenerhalt“ ist mit 43 Zählern längst in trockenen Tüchern, vielmehr dürfen die Rot-Weißen sogar auf Platz zwei schielen, denn der FC Bayern Alzenau kommt in 2019 noch so gar nicht in Tritt und patzt extrem häufig. Davon allerdings will Kierdorf nichts wissen: „Das ist nicht unser Anspruch. Unser Ziel ist es jetzt, so viele Punkte wie möglich zu holen und die Großen zu ärgern.“ Was der Coach damit meint, liegt auf der Hand: „Vereine wie Hessen Kassel oder Barockstadt Fulda-Lehnerz reden öffentlich von der Regionalliga. Diese Clubs haben den Druck und müssen ihre Hausaufgaben machen; wir hingegen können mehr oder weniger befreit aufspielen.“ Die Favoritenrolle liegt natürlich bei den Fürstenstädtern. Türk Gücü kämpft als Aufsteiger erwartungsgemäß um den Klassenerhalt, weist – wie Lohfelden, Griesheim, Hünfeld – 27 Punkte auf. „Der Abstiegskampf wird in diesem Jahr verdammt spannend“, prophezeit Kierdorf, der froh ist, dass sein Team in anderen Regionen zu finden ist. Dennoch weiß auch er, dass kein Gegner was zu verschenken hat. Ganz im Gegenteil: „Sie brauchen jeden Punkt und werden alles in die Waagschale werfen, um zu punkten.“

Überrascht zeigt sich der SVH-Coach über die Personalien, die er zuletzt bei den Friedbergern festgestellt hat. „Younes Bahssou – einer der besten Stürmer der Hessenliga – und Vuk Toskovic haben auf der Bank gesessen. Ich wäre froh, solche Spieler zu haben,“ gibt Kierdorf zu, der den Gegner genau unter die Lupe genommen hat: „Sie sind eher defensiv eingestellt und wollen über Konter zum Erfolg kommen. Wie viele andere Mannschaften wird auch Türk Gücü auf unsere Fehler lauern. Deswegen sollten wir so wenige wie möglich machen.“

Personell droht den Hadamarern am Sonntag der Ausfall von Torjäger Jann Bangert, der sich mit Oberschenkelproblemen herumplagt. Zudem könnte es sein, dass Kierdorf lediglich mit vier Ergänzungsspielern Richtung Friedberg fährt. Grund dafür ist das zeitgleiche Spiel der 2. Mannschaft, die in der Gruppenliga noch Punkte für den Klassenerhalt benötigt.

jah

Samstag:

Viktoria Griesheim - SGB Fulda-Lehnerz

15.00

Hünfelder SV - FC Eddersheim

15.00

FSC Lohfelden - FC Ederbergland

15.00

KSV Baunatal - Spvgg. Neu-Isenb.

15.00

Bayern Alzenau - Buchonia Flieden

15.00

FV Bad Vilbel - SC Waldgirmes

15.30

Sonntag:

VfB Ginsheim - Hessen Kassel

15.00

Türk Gü. Friedberg - SV RW Hadamar

15.00

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