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Zweifacher Torschütze für Hadamar: Leon Burggraf.

Fußball-Hessenliga und -Kreisoberliga Limburg-Weilburg

Rot-Weiß-Orkan bläst Ginsheim weg

Der SV Rot-Weiß Hadamar hat sein Freitagabend-Flutlichtspiel in der Fußball-Hessenliga mit 4:0 gegen Ginsheim gewonnen. In der Kreisoberliga unterlag die SG Ahlbach/Oberweyer dem TuS Dietkirchen 2 mit 1:4.

VON PATRICK JAHN

Der stärkste Sturm der Fußball-Hessenliga (VfB Ginsheim) blies am Freitagabend an der Faulbacher Straße nur mit Stärke zwei, während die Hadamarer einen handfesten Tornado zündeten. 

SV Rot-Weiß Hadamar – VfB Ginsheim 4:0 (1:0). Die Partie hielt, was man sich von ihr hatte versprechen dürfen. Es war ein intensives Spiel, für die Zuschauer äußerst unterhaltsam. Schon die Anfangsphase war munter. Während Ginsheim versuchte, die Aufgabe spielerisch zu lösen, setzten die Hadamarer auf lange Bälle in die Spitze. Die ersten VfB-Chancen produzierte allerdings Rot-Weiß selbst: Mirko Dimter überraschte Christopher Strauch mit seiner Rückgabe, die der SV-Torwart gerade noch so entschärfte (6.). Dann unterlief Markus Neugebauer ein etwas verunglückter Rückpass; Hessenliga-Torschützenkönig Can Cemil Özer schlug noch einen Haken, aber Michel Gschwender warf sich förmlich rettend in die Gefahrenzone. 

Aber auch auf der Gegenseite wurde es brenzlig. Nach einer Steffen-Rücker-Flanke trat ein Ginsheimer über den Ball, doch Leon Burggraf war zu überrascht, um das Spielgerät rasch genug unter Kontrolle zu bringen. Und als Jonas Herdering (13.) das Runde aus gut 20 Metern aus der Luft nahm, musste David Stägemann im VfB-Kasten sein ganzes Können demonstrieren. Jetzt war Hadamar im Spiel. Eine Rot-Weiß-Ecke wurde scheinbar geklärt (18.), Michel Gschwender bediente Matthias Neugebauer, der halbhoch auf Mirko Dimter legte; der nahm mit der Brust an und feuerte das Ding aus der Drehung – abgefälscht – zum 1:0 ins Tor. 

„Wir brauchen mehr Abschlüsse“, rief Ginsheims Trainer Artur Lemm seinen Jungs zu. Özer mit einem 25-Meter-Freistoß, Hesse mit einem strammen Schlenzer am Pfosten vorbei und nochmals Özer per Seitfallzieher beherzigten die Forderung – doch vergebens. 

Die Lemm-Elf wollte die Partie nach der Pause zwar an sich reißen, wurde aber an diesem Abend durch die überragende Hadamarer Defensivarbeit ihrer Wirksamkeit beraubt. Die Torraumszenen wurden seltener, Zweikämpfe waren Trumpf. Der Freistoß von Jonas Herdering aus 18 Metern über die Mauer zum 2:0 zog dem VfB endgültig den Zahn (63.). 

Und die Elf von Stefan Kühne war hungrig, wollte mehr und bekam mehr. Eine Ecke von Jonas Herdering köpfte Leon Burggraf ins Tor zum 3:0 (72.) – die Ginsheimer hatten erst hinter der Linie geklärt. Matthias Neugebauer schickte Steffen Rücker, der mit seiner unnachahmlichen Schnelligkeit die rechte Flanke entlangpreschte, den Ball auf den langen Pfosten zog, wo ihn Leon Burggraf nur noch zum 4:0 in die Maschen grätschen musste. Der VfB hatte nur eine einzige Torchance: In der 86. Minute bediente Liam Fisch Torjäger Özer, der aber vorbeiköpfte. Schlusspfiff, Jubel: Der SV Hadamar ist als Mannschaft zusammengewachsen und wieder eine Hausnummer in der Hessenliga. 

Hadamar: Strauch, Dimter, Markus Neugebauer, Burggraf, Zey (83. Noguchi), Gschwender, Rücker, Pandza (78. Aschenkewitz), Herdering, Matthias Neugebauer (46. Sembene), Paul – Ginsheim: Stägemann, Wagner (80. Jakubovic), Schmitt, Fischer, Geisler (62. Fisch), Ishii (70. Keskin), Amoako, Thomasberger, Platten, Hesse, Özer – SR: Behrens (Willmenrod) – Tore: 1:0 Mirko Dimter (18.), 2:0 Jonas Herdering (63.), 3:0 (72.), 4:0 (77.) beide Leon Burggraf – Zuschauer: 300.

Kreisoberliga Limburg-Weilburg

Mit seinem dritten Sieg in Serie in der Fußball-Kreisoberliga stürzte der TuS Dietkirchen 2 die SG Ahlbach/Oberweyer am Freitagabend in arge Verlegenheit. 

SG Ahlbach/Oberweyer – TuS Dietkirchen 2 1:4 (1:1). Nach knapp 15 Minuten legte Heibel uneigennützig auf Königstein quer, der mit Hilfe der Latte zum 0:1 einschoss. Dann war es wieder Heibel, der sich im Zweikampf behauptete, doch der schnelle TuS-Außenstürmer war zweiter Sieger gegen SG-Keeper Weimer. Als Datum scharf vor das Ahlbacher Gehäuse flankte und Weimer die Flanke sowie den Nachschuss von Königstein abwehrte, brannte es lichterloh. Diese Abwehraktion hatte Bumerang-Wirkung, denn Alves schaltete mit einem langen Ball auf Yildirim am schnellsten, und der SG-Stürmer überwand Keeper Gotthardt zum Ausgleich. Nach der Pause fand die Meil-Elf nie mehr richtig ins Spiel. Der TuS spielte sich in einen Rausch. Moritz Königstein entschied die Partie per Hattrick. 

Ahlbach/Oberweyer: Weimer, Groß, Alves, Yildirim, Tekdas, Youssef, St. Schäfer, Knopp, Schönborn, Klingebiel, Kesmen (Müller, Zouaoui, Michalski) – Dietkirchen: Gotthardt, Hölzenbein, Lengwenus, Stutzer, Voss, L. Zuckrigl, Heibel, Datum, Meloni, Königstein, Dietrich (L. Schmitt, Jost, Glawe, Gashi) – SR: Schreiber (TuS Linter) – Tore: 0:1 Moritz Königstein (18.), 1:1 Bünyamin Yildirim (25.), 1:2 (61.), 1:3 (65.), 1:4 (86.) alle Moritz Königstein – SR: Schreiber (Limburg).

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