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Steffen Rücker im Duell mit Dreieichs Domagoj Filipovic.

Fußball-Hessenliga

Die Rot-Weiß-Serie hält

Viel Mittelfeldgeplänkel, wenige Chancen, keine Tore: Die Hessenliga-Partie zwischen dem SV Rot-Weiß Hadamar und dem SC Hessen Dreieich bot kein fußballerisches Spektakel, war aber immerhin jederzeit spannend. Im engen Rennen um die vorderen Tabellenplätze verpassten beide Mannschaften durch das 0:0 einen Sprung nach oben. 

VON OLIVIER BASLER

SV Rot-Weiß Hadamar – SC Hessen Dreieich 0:0. Einmal tauschte Trainer Kühne im Vergleich zum 3:2-Sieg beim FV Bad Vilbel aus: Florian Kröner durfte anstelle von Filip Pandza starten. Auf der Gegenseite musste Lars Schmidt unter anderem seinen besten Torschützen, Toni Reljic, ersetzen, der rotgesperrt fehlte. Das machte sich besonders in der ersten Halbzeit bemerkbar, denn die Dreieicher strahlten so gut wie keine Torgefahr aus – trotz viel Ballbesitz. Immer wieder ließen die Dreieicher Verteidiger den Ball souverän zirkulieren, doch ins Risiko gingen sie selten. 

So entwickelte sich eine Partie, die sich hauptsächlich zwischen den Strafräumen abspielte. Wenn es mal schnell nach vorne ging, dann war Rot-Weiß Hadamar dafür verantwortlich. Schon nach wenigen Minuten fand Keeper Strauch mit einem weiten Abschlag Leon Burggraf, der volley über das Tor zielte. Es sollte die einzige gute Torgelegenheit im ersten Durchgang bleiben. Dennoch machte Hadamar den agileren Eindruck: Steffen Rücker (18.), Jonas Herdering (27.) und Jerome Zey (33.) sorgten mit ihren Distanzschüssen zumindest für etwas Gefahr. Auf der anderen Seite blieb diese aus: Hessen Dreieich brachte vor der Pause keinen einzigen Torschuss zustande, was sicherlich auch an der stabilen SVH-Defensive lag. 

In Halbzeit zwei dominierten weiter die Abwehrreihen. Beide Teams scheuten das große Risiko und wollten lieber einen Punkt mitnehmen als gar keinen. Dennoch fehlten nach 55 Minuten nur Zentimeter zum Hadamarer 1:0. Nach einem der weiten Einwürfe von Steffen Rücker stieg Mirko Dimter am höchsten, traf allerdings mit seinem Kopfball nur den Innenpfosten. Im Anschluss vergab Rot-Weiß zweimal per Freistoß aus aussichtsreicher Position: Erst zielte Jonas Herdering über das Gehäuse, dann schoss Dimter in die Arme von Dreieich-Keeper Felix Koob. Auf der anderen Seite sorgte der nach einer Stunde eingewechselte Anxhelo Mumajesi für frischen Wind und tauchte gleich dreimal gefährlich vor dem Tor von Christopher Strauch auf. Erst wurde sein Schuss geblockt, dann machten die Gäste aus einem verunglückten Strauch-Pass zu wenig, und schließlich vergab Mumajesi nach starkem Dribbling die mit Abstand größte SCD-Chance. Keeper Strauch parierte stark per Fußabwehr, und Abassin Alikhils Nachschuss rauschte am langen Eck vorbei (77.). 

Danach passierte in dem insgesamt ausgeglichenen Spiel nicht mehr viel – auch, weil Hessenliga-Toptorjäger Leon Burggraf von der Dreieicher Hintermannschaft gut unter Kontrolle gebracht wurde und zwei Minuten vor Schluss bei Makanas Hereingabe zu überrascht war. Bemerkenswert war, wie fair die Partie verlief – nach 88 Minuten sah Dreieichs Niko Opper die einzige Gelbe Karte. Bitter für die Gäste: Der eingewechselte Janis Häuser musste nach einem unglücklichen Zweikampf mit Dimter angeschlagen wieder vom Feld. 

Hadamar: Strauch, Dimter, Sembene, Markus Neugebauer, Burggraf, Zey, Gschwender, Rücker, Sedy (60. Makana), Kröner, Herdering – Dreieich: Koob, Mladenovic, Amiri, Alikhil, Talijan,Filipovic, Bunjaki (60. Mumajesi), Streker, Opper, Abdul, Pfeifer (60. Häuser, 84. Burcu) – SR: Heist (Kassel) – Zuschauer: 200.

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