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Kämpfernatur: Bornheims Benjamin Beutel versucht, Urberachs Sinisa Alempic vom Ball zu trennen.

Fußball

Rot-Weiss-Trainer freut sich auf das Derby am Brentanobad

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Sechs Punkte Abzug für Sandzak, drei Spiele Sperre für Sportfreunde-Torjäger Okan Ilkiz und ein Derby am Brentanobad: Bei den Frankfurter Verbandsligisten ist einiges los.

Wenn die Stadtrivalen Rot-Weiss Frankfurt und SG Bornheim/Grün-Weiß am heutigen Freitagabend (20 Uhr) in der Fußball-Verbandsliga Süd aufeinandertreffen, geht es für beide vor allem um wichtige Punkte. Eine besondere Rivalität konnte sich zwischen den beiden Frankfurter Vereinen bisher nämlich noch gar nicht entwickeln, denn sie gehörten stets ganz unterschiedlichen Spielklassen an. Bornheim war vergangene Saison noch in der siebtklassigen Gruppenliga am Ball, Rot-Weiss zwei Ligen weiter oben. Aktuell sieht es für beide nach Abstiegskampf aus.

Die derzeit am besten platzierte Mannschaft aus Frankfurt stellt der FFV Sportfreunde , der am Samstag (16 Uhr) bei der TS Ober-Roden antreten muss. Und der nach drei 0:2-Niederlagen in Folge dringend wieder „konzentrierter und energischer“ auftreten muss, wie Trainer Mehmet Somun fordert: „Wir müssen uns das Glück erarbeiten und die Siege wieder erzwingen.“ Torjäger Okan Ilkiz wurde für drei Spiele gesperrt, nachdem er wegen vermeintlichen Spuckens im Spiel gegen Wald-Michelbach die Rote Karte gesehen hatte. Ernad Dananovic und Francesco Puglisi fehlen aus privaten Gründen – der Trainer ist nur bedingt begeistert: „Wenn wir demnächst wieder alle zusammen haben, bin ich zuversichtlich, dass wir weiter eine gute Rolle spielen. Bisher haben wir auch gegen die Topmannschaften gezeigt, dass wir mithalten können, haben aber in den Heimspielen teilweise etwas unglücklich agiert.“

Am Sonntag (15 Uhr) kommt es dann zum Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften, die unter der Woche vom Verband für das Fehlen eines Unterbaus (beide haben weder Jugend- noch Reserve-Mannschaften) mit Punktabzügen bestraft worden sind. Der SV FC Sandzak verlor als Wiederholungstäter sechs seiner acht bisher erspielten Zähler und ist nun Tabellenletzter, der gastgebende Aufsteiger Eintracht Altwiedermus ist wieder drei Punkte los.

Mit drei Spielen ohne Niederlage war Sandzak sportlich zuletzt auf einem guten Weg, doch die Punktabzüge werden auf die Stimmung schlagen. Dabei hätte man sich auch über eine härtere Strafe nicht maßlos gewundert, wie Trainer Edin Softic bestätigt: „Wir haben zumindest mal gehört, dass noch mehr Punkte weg sein könnten als letzte Saison.“ Doch von den schwierigen Rahmenbedingungen will sich der Coach nicht weiter von seinen Aufgaben ablenken lassen: „Wir bereiten uns auf Altwiedermus vor, wo wir einen harten Kampf zweier Mannschaften erwarten, die zumindest tabellarisch auf Augenhöhe sind.“

Bei Rot-Weiss Frankfurt hat Trainer Slobodan Komljenovic gegenüber dem 0:2 bei Germania Ober-Roden personell wieder mehr Alternativen. Sven Kunisch, Samir Daudi und Mark Nowak sind wieder an Bord, Kapitän Damir Topcagic wird dagegen noch länger fehlen. „Wir haben aber wieder eine Abwehr und ein defensives Mittelfeld“, stellt Komljenovic erfreut fest. Das Duell mit Bornheim, da redet er nicht drumherum, sei „extrem wichtig“ für ihn und sein Team: „Für Bornheim ist das top, für Rot-Weiss vielleicht eher schade, dass wir uns jetzt auf diesem Niveau begegnen. Aber Bornheim hat sich das verdient und ich denke, es wird ein interessantes Derby.“

Die SG Bornheim/Grün-Weiß ist zuletzt mit zwei 3:2-Siegen so richtig in der neuen Liga angekommen und insgesamt seit drei Partien unbesiegt. Jetzt ist Trainer Maik Rudolf krank und musste die Regie bei den Übungseinheiten seinem Co-Trainer Daniel Krieg überlassen. Wahrscheinlich wird der auch heute die Anweisungen geben. Und eine davon wird sein, dass es einer deutlichen Steigerung bedarf gegenüber dem Auftritt gegen Altwiedermus. Beide, Krieg und Rudolf, attestierten ihrem Team trotz des 3:2-Erfolges die bis jetzt schwächste Saisonleistung.

(rst)

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