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Zweifacher Torschütze für den SV Rot-Weiß Hadamar in Hanau: Jerome Zey.

Fußball-Hessenliga

Der Rot-Weiß-Turbo läuft auf Hochtouren

Der SV Rot-Weiß Hadamar eilt in der Fußball-Hessenliga von Erfolg zu Erfolg. Diesmal musste der 1. Hanauer FC "dran glauben".

VON PATRICK JAHN

1. Hanauer FC – SV Rot-Weiß Hadamar 1:3 (0:1). Die Hadamarer waren gewarnt, denn der „älteste Fußballclub Hessens“ hatte gegen Top-Teams wie Fulda-Lehnerz (2:1), Kassel (2:2) oder Dreieich (1:1) nicht verloren. Gegen eine abgezockte Rot-Weiß-Elf, die mittlerweile eben auch zur Spitzengruppe zählt, war allerdings kein Kraut gewachsen. Weil der Rasenplatz in Hanau-Kesselstadt zu dieser Jahreszeit erwartungsgemäß in keinem guten Zustand war, blieb die spielerische Komponente weitgehend auf der Strecke. Ergo: Torchancen waren rar gesät, und der „lange Ball“ sollte das probate Mittel sein. Anders als noch im letzten Auswärtsspiel in Bad Vilbel durfte Hadamar-Coach Stefan Kühne seinen Jungs aber attestieren, von Beginn an hellwach gewesen zu sein. Bis es 0:1 stand, dauerte es auch nicht allzu lange: Eine gute Viertelstunde war vorüber, als die Rot-Weißen die Schwachstelle der Hanauer ausgemacht hatten, Jonas Herdering einen langen Ball spielte, Jerome Zey das Spielgerät mitnahm und aus 16 Metern ins kurze Eck zur Führung platzierte (16.). Auch danach bot sich den wenigen Zuschauern ein absolutes Kampfspiel, das wenig Sehenswertes zu bieten hatte. Richtig gefährlich wurde es für die SVH-Hintermannschaft um Torhüter Christopher Strauch selten.

Auch in den zweiten Durchgang starteten die Fürstenstädter optimal. Hanau wurde vom Wiederanpfiff an offensiver und verteidigte hochstehend. Wieder war es ein langer Ball von Jonas Herdering auf Jerome Zey, der Tempo aufnahm und erneut ins kurze Eck abschloss – 0:2 (52.). Im Gefühl der sicheren Führung ließen es die Fürstenstädter etwas ruhiger angehen und wurden prompt nachlässiger. HFC-Torjäger Salvatore Bari verkürzte schließlich auf 1:2 und hauchte den Platzherren neue Hoffnung ein (57.). Hadamar musste fortan einige kritische Momente überstehen und spielte die sich bietenden Konter nicht konsequent genug aus. Dann hatte „Fortuna“ ihren Auftritt, als der eingewechselte Betim Mezini zum Kopfball ansetzte, und Matthias Neugebauer für seinen geschlagenen Keeper, Christopher Strauch, auf der Linie klären musste (75.). Hanau verlangte der favorisierten Kühne-Elf alles ab, doch dann folgte die Erlösung: Raymond Aschenkewitz legte den Ball nach einem Konter mustergültig für Leon Burggraf zurück, der problemlos die Entscheidung besorgte – 1:3 (88.). Die nächsten drei Punkte – die Serie hält.

Hanau: Brao, Suljic, Bulut (55. Arslan), Bari, Damar, Fink, Ünal (68. Mezini), Gavric, Gogol, Franz, Fließ – Hadamar: Strauch, Dimter, Sembene, Mar. Neugebauer, Burggraf (89. Noguchi), Zey (75. Makana), Gschwender, Sedy (70. Aschenkewitz), Kröner, Herdering, Mat. Neugebauer – SR: Hauser (Schwalbach am Taunus) – Tore: 0:1 (16.), 0:2 (52.) beide Jerome Zey, 1:2 Salvatore Bari (57.), 1:3 Leon Burggraf (88.) – Zuschauer: 80.

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