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Kerniges Kopfballduell mit (von links): Felix Erben (Fernwald), den Hadamarern David Sembene und Filip Pandza sowie Raffael Szaymanski (Fernwald).

Fußball-Hessenliga

Rot-Weiß wankt, stolpert und steht auf

Beim hart umkämpften 4:2-Erfolg über den FSV Fernwald musste der SV Rot-Weiß Hadamar lange zittern, denn bis 15 Minuten vor dem Ende hatte das Hessenliga-Schlusslicht mit 2:1 vorne gelegen.

VON PATRICK JAHN

SV Rot-Weiß Hadamar – FSV Fernwald 4:2 (1:2). Die im Gesamtklassement schon ziemlich abgeschlagenen Fernwalder präsentierten sich keineswegs wie ein Tabellenletzter. Fernwald spielte sehr gut mit, war mutig und in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft. Hadamar hingegen wirkte fahrig, nicht zielstrebig genug und brauchte gute zehn Minuten, um sich offensiv anzumelden. Das erste Ausrufezeichen setzte allerdings der FSV in Person von Kevin Bartheld, der Christopher Strauch aus 18 Metern zu einer recht unkonventionellen Rettungstat zwang (10.). Fernwald schien der Führung näher und vergab durch Kevin Bartheld das mögliche 0:1, als sich Christopher Strauch lang machte (17.). 

Warum die Fernwalder in der Tabelle so weit hinten stehen, zeigte sich nach 20 Minuten: Ein simpler Einwurf in den Sechzehner, wo Filip Pandza die Kugel behauptete und aus der Drehung ins lange Eck abschloss, bedeutete das 1:0 – schlichtweg zu einfach. Die Antwort folgte aber prompt, als Max-Peter Mohrs präziser Flugball über Matthias Neugebauer hinweg bei Felix Erben landete, der Christopher Strauch umkurvte und zum 1:1 einschob (21.). 

Rot-Weiß war fortan unsortiert und fing sich acht Minuten danach das nächste Gegentor. Wieder war Max-Peter Mohr der Vorbereiter, Nicolas Strack behauptete sich gegen Mirko Dimter und vollendete ins lange Eck – 1:2. Es roch nach einer Überraschung, doch FSV-Akteur Ufuk Ersentürk leistete seinem Team einen „Bärendienst“, als er sich für ein unnötiges Foulspiel Gelb-Rot abholte (33.). 

Kurz vor dem Pausentee ergab sich für die Fürstenstädter die große Gelegenheit zum Ausgleich, doch Jerome Zey scheiterte mit einem von Luke Dettki an ihm selbst verwirkten Foulelfmeter am Ex-Waldbrunn- und -Dietkirchen-Keeper Marvin Göltl (45.). Der Schlussmann hinterließ auch bei einem Abschluss Florian Kröners einen starken Eindruck (45.+2). 

Im zweiten Abschnitt zog Hadamar das erwartete Power-Play auf, wirkte bis auf einen Kopfball von Filip Pandza (49.) aber kaum gefährlich. Erst als Fernwald müde wurde, schlugen die Rot-Weißen zu: Eine Ecke von Jonas Herdering köpfte Florian Kröner zum 2:2 ein (75.). Der Druck wurde nun immer größer. 

Fünf Minuten vor dem Ende die Erlösung: Jerome Zey legte nach toller Einzelleistung quer, Leon Burggraf schoss zum 3:2 ein (85.). In der Schlussminute kam es sogar noch besser, als Iddris Sedy unnachahmlich seine Gegenspieler stehen ließ und zum 4:2 abschloss. 

Hadamar: Strauch, Dimter, Sembene, Burggraf, Zey (90. Aschenkewitz), Gschwender, Rücker, Kröner, Pandza (90.+1 Oriana), Herdering, Mat. Neugebauer (46. Sedy) – Fernwald: Göltl, Dettki, Simon, Bender, Szymanski, Bartheld, Strack (77. Fischer), Erben (85. Celik), Geisler, Ersentürk, Mohr – SR: Tesch (Groß-Zimmern) – Tore: 1:0 Filip Pandza (20.), 1:1 Felix Erben (21.), 1:2 Nicolas Strack (29.), 2:2 Florian Kröner (75.), 3:2 Leon Burggraf (85.), 4:2 Iddris Sedy (90.) – Gelb-Rot: Ufuk Ersentürk (F./33/wiederholtes Foulspiel) – Zuschauer: 300.

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