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Fraglich, ob Markus Neugebauer (rechts) nach seinem allergischen Schock mit an Bord sein wird.

Fußball-Hessenliga

Rot-Weiß will einen Großen ärgern

In der Fußball-Hessenliga steht der 10. Spieltag auf dem Programm. Der SV Rot-Weiß Hadamar hat es am Samstag, 15 Uhr, mit einem extrem schwierigen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel zu tun: Eintracht Stadtallendorf kommt an die Faulbacher Straße.

VON PATRICK JAHN

Die Fürstenstädter empfangen zum traditionellen „Sportplatz-Oktoberfest“ (mit Festbier und bayerischen Spezialitäten) am Samstag Regionalliga-Absteiger Eintracht Stadtallendorf (Anstoß 15 Uhr). Spätestens seit letztem Freitag scheint der SV Rot-Weiß Hadamar so richtig in der Hessenliga-Saison 2019/2020 angekommen zu sein. Das 4:0 gegen den VfB Ginsheim (4.) war schon eine echte Duftmarke. Trainer Stefan Kühne war hochzufrieden, findet aber auch ein Haar in der Suppe: „Die Jungs haben unseren Matchplan super umgesetzt und vor allem gegen den Ball eine überragende Leistung geboten. Wir arbeiten aber weiter daran, uns spielerisch zu verbessern. Ich wünsche mir, dass wir noch mutiger auftreten, wenn wir das Spiel machen.“

Am Samstag, an dem die Hadamarer Verantwortlichen am Rande des Spiels wieder ein „Oktoberfest“ organisiert haben, kommt mit Eintracht Stadtallendorf die nächste ganz dicke Hausnummer. Der Regionalliga-Absteiger macht keinen Hehl daraus, den direkten Wiederaufstieg realisieren zu wollen. Der Tabellendritte liegt ganz gut im Rennen, hat aber etwa auch im Gastspiel beim TuS Dietkirchen (2:2) Schwächen offenbart und gilt zuweilen als undiszipliniert. Dennoch bleibt das Team von Trainer Dragan Sicaja ein heißer Kandidat für die beiden ersten Plätze.

Stefan Kühne hat Respekt vor dem Kontrahenten: „Auf uns wartet wieder eine richtig starke Mannschaft, die nach dem Abstieg nahezu komplett zusammengeblieben ist. Die Ansprüche der Eintracht sind andere als unsere. Sie versucht, vor allem spielerisch Akzente zu setzen und hat mit Felix Nolte einen kompakten und treffsicheren Stürmer, den wir in den Griff bekommen müssen.“ Seine Mannschaft ist aber heiß genug, ihre Serie von mittlerweile fünf unbesiegten Spielen nacheinander aufrechtzuerhalten. Kühne sagt: „Wir wollen wieder einen ,Großen’ ärgern – dafür werden wir alles geben. Wenn es die Mannschaft hinbekommt, wieder so gut gegen den Ball zu arbeiten, wird es für jeden Gegner schwer, ein Tor gegen uns zu schießen. Wir verspüren keinerlei Druck, haben aber Bock, Stadtallendorf zu besiegen. Klar ist aber auch, dass es nur mit 100 Prozent Leidenschaft und Willen klappen wird.“ Am Personal dürfte sich wenig ändern. Waaris Bhatti und Christian Jindra fehlen weiterhin verletzt, während Florian Kröner wohl wieder in den Kader rutschen wird. Ob Markus Neugebauer nach seinem allergischen Schock wieder mit dabei ist, war zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht klar.

Bei den Fürstenstädtern besteht berechtigte Hoffnung auf die Fortsetzung ihrer Serie. Die Rot-Weißen präsentieren sich wirken deutlich eingespielter – sicherlich auch ein Zeichen der Handschrift Kühnes.

Samstag:

SGB Fulda-Lehnerz - FV Bad Vilbel

14.00

FSV Fernwald - Hessen Kassel

15.00

SV RW Hadamar - Eintr. Stadtallendorf

15.00

Türk Gü. Friedberg - SV Neuhof

15.00

Viktoria Griesheim - Hessen Dreieich

15.00

Sonntag:

VfB Ginsheim - TuS Dietkirchen

15.00

Rot-Weiß Walldorf - SC Waldgirmes

15.00

SV Steinbach - FC Hanau 93

15.00

FC Eddersheim - KSV Baunatal

15.30

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