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Auch auf ihn kommt es am Samstagnachmittag an: Iddris Sedy (SV Rot-Weiß Hadamar, links), hier im Duell mit Julian Bender vom FSV Fernwald. Foto: Patrick Jahn

Fußball-Hessenliga

Auf dem Rot-Weiß-Wunschzettel: 40 Punkte

Am Wochenende beginnt in der Fußball-Hessenliga aufgrund der kuriosen Plangestaltung der erste Teil des Doppelspieltags. Heißt: Der SV Rot-Weiß Hadamar empfängt am Samstag in Niederhadamar Abstiegskandidat SV Steinbach (Anstoß: 14.30 Uhr), um eine Woche später in Osthessen anzutreten. 

VON PATRICK JAHN

Viel hatte sich der SV Rot-Weiß Hadamar im Gastspiel bei Hessenliga-Tabellenführer FC Eddersheim vorgenommen, letztlich setzte es aber eine 1:3-Niederlage. SVH-Coach Stefan Kühne schätzt die Pleite realistisch ein: "Man muss anerkennen, dass Eddersheim der verdiente Sieger war. Die Jungs kamen nicht an ihr Top-Niveau, das erforderlich ist, ein solches Spiel erfolgreich zu gestalten. An diesen 90 Minuten sieht man auch, dass wir noch Arbeit vor uns haben." Als Tabellenfünfter hat sich der Schaden allerdings in Grenzen gehalten, zumal Stefan Kühne nicht müde wird, positiv nach vorne zu blicken: "Wir wollen versuchen, wieder eine gute Serie zu starten. Ziel ist es, den Rückstand nach vorne zu verringern und beide Spiele gegen den SV Steinbach zu gewinnen. Mit 40 Punkten könnten wir mehr als nur zufrieden sein."

Kein Selbstläufer

Vom Papier her erscheint dieses Vorhaben realistisch, ein Selbstläufer ist es aber eben auch nicht. Der Aufsteiger aus Osthessen rangiert mit 15 Zählern auf dem drittletzten Platz, hat am letzten Wochenende allerdings das Sechs-Punkte-Spiel gegen den SV Neuhof gewonnen (2:1) und schöpft daher neuen Mut im Kampf um den Klassenerhalt. Diesen gilt es nun auch in Auswärtsspiele zu transportieren, denn auf fremden Plätzen stehen aktuell nur magere acht "Buden" auf der Habenseite.

"Wir müssen zu Hause selbstbewusst auftreten, Druck ausüben und den Gegner sofort spüren lassen, wer Herr im Haus ist", gibt Kühne die Erwartungshaltung an seine Mannschaft bekannt. Dass der Widersacher nicht unterschätzt werden sollte, steht außer Frage, doch Hadamars Coach hat diesbezüglich vollstes Vertrauen in seine Spieler: "Einige meiner Jungs haben schon ein paar Jahre Hessenliga hinter sich. Die wissen, dass in dieser Spielklasse an einem guten oder schlechten Tag alles möglich ist. Deshalb gilt es, die Sinne zu schärfen und den Gegner entsprechend ernst zu nehmen. Der SV Steinbach spielt ja nicht umsonst Hessenliga."

Am Personal wird sich bei den Fürstenstädtern nicht allzu viel ändern. Zu den Langzeitfehlenden - Waaris Bhatti und Christian Jindra - gesellt sich nun auch Denis Oriana, für den das Fußballjahr 2019 beendet ist. Ob Mirco Paul wieder zum Kader stößt, ist noch offen. Die "Festung" Niederhadamar, die beim letzten Heimspiel gegen den FSV Fernwald zu bröckeln drohte, soll nach dem Geschmack der Hadamarer natürlich bestehen bleiben.

Samstag:

Eintr. Stadtallendorf - FC Eddersheim 14.00

FC Hanau 93 - VfB Ginsheim 14.30

Türk Gü. Friedberg - FSV Fernwald 14.30

SC Waldgirmes - TuS Dietkirchen 14.30

SV RW Hadamar - SV Steinbach 14.30

Hessen Dreieich - KSV Baunatal 15.00

SV Neuhof - Viktoria Griesheim 16.00

Sonntag:

Rot-Weiß Walldorf - SGB Fulda-Lehnerz 14.00

FV Bad Vilbel - Hessen Kassel 15.00

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