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Auf der Jagd nach dem Puck: Julian Burghart (Rüsselsheim Royals, rechts) und Marcel Günther (TG Hanau Lobsters), aufmerksam beobachtet vom Schiedsgericht.

Royals im Aufwind

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In diesem Jahr feiert die Inlinehockey-Abteilung des Rüsselsheimer Roll- und Schlittschuhclub (RRSC) ihr 20-jähriges Bestehen. Zum Heimturnier der laufenden Landesligasaison empfingen die „Rüsselsheim Royals“ vier namhafte Konkurrenten am Sommerdamm. Alles lief gut – bis der große Regen kam.

Rüsselsheim. Kurz vor dem Ende der vierten Partie öffnete der Himmel plötzlich seine Schleusen. Die Partie zwischen den Inlinehockeyspielern der Royals und der Hanau Lobsters war beinahe schon beendet, als der Regen so stark wurde, dass an eine Fortsetzung der Spiele nicht zu denken war. Stefan Swoboda, Pressewart und ehemaliger Spieler des Teams, zog dennoch ein positives Fazit. „Wir haben tolle Spiele gesehen und vor allem wir als Gastgeber können mit dem Auftritt sehr zufrieden sein“, resümierte der 36-Jährige.

In der Tat hatten die Hausherren in ihren Spielen für mächtig Furore gesorgt, besiegten zum Auftakt die IVA Gentlemen aus Assenheim mit 4:2, später die Hanau Lobsters mit 2:1. „Da hätten wir aber gut und gerne auch fünf oder sechs Tore schießen können. Mit dem Abschluss klappt es bei uns derzeit aber nicht so“, sagte Swoboda nach dem – unfreiwillig – letzten Spiel des ereignisreichen Tages. Unabhängig vom sportlichen Auftritt war der Verein auch mit seiner Präsentation. Im vergangen Jahr konnten die Royals erstmals seit Bestehen der Abteilung kein konkurrenzfähiges Team stellen. In dieser Saison ist das anders: Zahlreiche Spieler, die in der Vergangenheit aktiv waren oder schon Kontakt zu den Royals hatte, wurden zusammengetrommelt, um in der Landesliga ganz oben mitzuspielen.

Dieses Vorhaben setzten die Rüsselsheimer schon am ersten Spieltag sehr gut um, als sich Stürmer Tim Bornhausen und Co. mit zwei Erfolgen an die Spitze des Klassements gesetzt hatten. „Unser Einzugsgebiet ist dennoch ziemlich groß. Hier kommen die Spieler nicht nur aus Rüsselsheim, sondern aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet“, gab Swoboda Einblick in die Struktur der Rüsselsheimer Mannschaft.

Warum es plötzlich wieder so gut läuft: „Wir haben eine geile Anlage“, erklärte Swoboda mit Blick auf die Spielfläche am Sommerdamm, die am Heimspieltag gut besucht war, nicht zuletzt, weil sich viele Besucher mal den Mannschaftssport, in dem auf Inlineskates mit einem Puck und Regeln, angelehnt ans Eishockey, gespielt wird. Außerdem spricht die gute Gemeinschaft für die Royals. Zweimal wird in der Woche trainiert, Unternehmungen außerhalb des Platzes sind nicht selten.

„Wir haben keine immens große Anzahl an Mitgliedern. Deshalb packt jeder mit an und steht in der Pflicht“, wollte Rüsselsheims Pressewart auch dem Team hinter dem Team ein Kompliment machen. Ohne die fleißigen Helfer im Hintergrund wäre so ein Heimspieltag nicht zu stemmen.

 

Weiter geht’s für die Royals mit dem nächsten Turnier

Ende Juli

in Nordhessen. Die Vellmar Speedbears, die dann Gastgeber sein werden, setzten in Rüsselsheim sportlich schon mal ein großes Ausrufezeichen, siegten gegen die IVA Gentlemen mit 7:1 und dürften den Royals-Spielern im direkten Duell alles abverlangen.

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