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Auf dem harten Boden der Realität durch die Niederlage gegen Goldstein/Schwanheim gelandet: Bennet Wienand (TSG Oberursel).

Handball

Der abstiegsbedrohte Landesligist TSG Oberursel unterliegt der HSG Goldtein/Schwanheim mit 26:30

Sie schnuppern am 25:25-Ausgleich, doch Gästekeeper Stade wächst in der Schlussphase mehrmals über sich hinaus – und verdirbt den Orschelern den Brei.

Die Hoffnungen von TSG Oberursels Landesliga-Handballern auf den Klassenverbleib in der Gruppe Mitte haben am Samstagnachmittag einen heftigen Dämpfer erhalten. Gegen die bis dato nach Punkten gleichauf liegende HSG Goldstein/Schwanheim unterlag das Team von Trainer Dirk Lodders mit 26:30 (11:15).

Von Beginn an mussten die Gastgeber in der Erich-Kästner-Halle einem Rückstand hinterherlaufen, da die Frankfurter besser ins Spiel kamen und den Ton angaben, ohne aber dabei wirklich zu brillieren. „Wir haben einige Sachen gut gemacht, andere leider nicht so gut“, gestand Dirk Lodders nach dem Spiel ein, „in der ersten Halbzeit haben wir beispielsweise zu viele leichte Gegentore zugelassen.“ Besonders gegen Goldsteins Topschützen Heiko Stade (neun Tore) fand man kein Rezept.

Selbst tat man sich dagegen schwer mit dem Erzielen von Treffern. Das erste Tor aus dem Spiel heraus – das 4:6 durch Martin Walz – fiel erst nach knapp 14 Minuten. Zuvor hielt Janosch Juli sein Team mit drei verwandelten Siebenmetern im Rennen. Dieser Umstand zeigt aber auch, dass beide Mannschaften den Begriff „Abstiegskampf“ wörtlich nahmen. Bereits nach fünf Minuten wurden Jonas Storck und Jan Eric Kleiber auf Seiten der Gäste, sowie Bennet Wienand von der TSGO verwarnt. Insgesamt sechs Verwarnungen und acht Zeitstrafen sprach das Schiedsrichtergespann Jürgen Haltrich/Thorsten Zecher aus. Die beiden Referees pfiffen streng, aber konsequent und so blieb die Partie trotz der hohen Intensität stets fair.

„Das Ergebnis sorgt bei uns jetzt nicht gerade für Rückenwind“, so Lodders, „aber wir haben lange und hart gearbeitet.“ Mangelnde Moral kann man seiner Mannschaft tatsächlich nicht vorwerfen. Bis zum Schluss stemmte sich die TSGO gegen die drohende Niederlage gegen den direkten Tabellennachbarn. Dieser Einsatz war nicht nur körperlich, sondern auch mental äußerst belastend, wurde aber mit der späten Chance zum Ausgleich belohnt. Knapp fünf Minuten vor Spielende verkürzte Christian Ghinea zunächst mit einem satten Wurf aus dem Rückraum auf 23:25 und im nächsten Angriff schloss Wienand nervenstark einen Tempogegenstoß mit dem Treffer zum 24:25 ab. „Wenn wir dann den Ausgleich machen, steht die Halle auf dem Kopf“, so Lodders. Doch dazu sollte es nicht kommen.

Zwar konnte die TSGO erneut den Gegner stoppen, doch Robert Avemann scheiterte im Eins-gegen-Eins an Schlussmann Christoph Stade. Anschließend ließ der Torhüter noch zwei weitere starke Paraden folgen. Damit hatte die Goldstein/Schwanheimer Kombination den Grundstein für den ersten Auswärtssieg gelegt. „Oberursel gehört von der Qualität her eigentlich ins Mittelfeld der Landesliga“, urteilte HSG-Trainer Abdel Bel Hassani, „sie werden ihre Spiele noch gewinnen. Umso wichtiger ist es, dass wir nun wieder zwei Punkte Vorsprung auf sie haben.“ Für Hassanis Gegenüber bot die Tabellenkonstellation kein Grund zur Panik. „Als ich im vergangenen Jahr hier angetreten bin, da betrug der Rückstand auf Goldstein sogar sechs Punkte“, so Lodders, „und da haben wir mit dem Handballspielen auch nicht aufgehört.“ Acht Tage und drei Trainingseinheiten habe man nun, um sich auf das nächste Spiel beim TV Breckenheim vorzubereiten.

Spielfilm: 1:3 (6.), 3:3 (8.), 5:9 (18.), 9:12 (24.), 11:15 (30.), 15:19 (38.), 17:22 (45.), 24:25 (56.), 24:29 (59.).

TSG Oberursel: Geier, Lotz – Ghinea (6), Juli (4/4), Gogolin (4), Ilestro (3), Wienand (2), Walz (2), Jockel (2), Rummel (1), Müllerleile (1), Avemann (1), Bechtold, Landvogt.

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