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Tor durch Nico Cezanne (MSG Rüsselsheim). Paul Viereckl (HC VfL Heppenheim) kommt zu spät.

Handball

Nach früher Führung kommt die MSG Rüsselsheim gegen Heppenheim noch mächtig ins Trudeln

Sechs Minuten vor Schluss bittet Trainer Markus Rybak seine Jungs zur Auszeit. Und beruhigt ihre zu diesem Zeitpunkt flatternden Nerven.

Rüsselsheim - Nach einer famosen Anfangsviertelstunde kamen die Bezirksoberliga-Handballer der MSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten gegen den HC VfL Heppenheim zwar noch mächtig ins Schlingern, bestätigten aber letztlich mit dem 31:26 (16:8)-Erfolg einmal mehr ihre Heimstärke. Und verteidigten damit den vierten Platz in der BOL Darmstadt.

Torhüter Dominik Gommans, Rückraumwerfer Mirco Reinheimer und Kreisläufer Nico Cezanne waren die auffälligsten Kräfte in den Reihen des Siegers. Der hatte mit der Verpflichtung von Oliver Dankwardt (früher HSG Hochheim/Wicker) auf den langfristigen Ausfall von Yannick Popp reagiert. Nach fünf Jahren Handballpause – und nur wenigen Trainingseinheiten – blieb der 29-Jährige beim MSG-Debüt allerdings noch ohne Torerfolg.

Dafür war anfangs Mirco Reinheimer nicht zu bremsen, der nach 15 Minuten schon sieben seiner schließlich zehn Treffer zu Buche stehen hatte. Weil zugleich die Abwehr der Hausherren herausragend arbeitete, der starke Keeper Gommans fast alles hielt, was auf sein Gehäuse zuflog, schien sich für den Gast von der Bergstraße ein Debakel anzudeuten. „Rü/Ba/Kö“ legte ein 12:3 vor, vermochte das hohe Niveau aber nicht zu halten. Die ersten Auswechslungen bewirkten einen Bruch und hatten einige technische Fehler zur Folge. MSG-Trainer Markus Rybak: „Die Spieler, die ich da aufs Feld geschickt habe, sind keinesfalls schlechter als die ersten Sechs. Aber sie wollten zu viel und dachten wohl, es ginge mit der Toreflut einfach so weiter.“

Da hatten jedoch die kampfstarken Heppenheimer etwas dagegen. Das 16:8 zur Pause wog die Dreier-Spielgemeinschaft noch in Sicherheit. Doch im zweiten Durchgang sollte es, trotz der Tore des aufblühenden Kreisläufers Nico Cezanne, nochmal richtig eng werden. Sechs Minuten vor dem Ende stand es nur noch 24:23. Ehe Rybak seine Mannen bei einer Auszeit gerade noch rechtzeitig in die Spur zurückführte. Die zogen dann im Schlussspurt wieder davon und sicherten beide Punkte.

Spielfilm: 0:1, 7:1, 9:2, 12:3, 13:6, (16:8), 16:11, 18:13, 20:14, 20:18, 22:20, 24:20, 24:23, 26:23, 27:25, 29:25, 31:26.

MSG: Gommans, Feuster; Mirco Reinheimer (10), Cezanne (7), Marius Reinheimer (5), Dippel (3), Diehl (2), Hirsch (2), Römer (1), Sprengard (1/1), Weyrich, Kaczmarek, Manderscheid, Dankwardt.

von Helmut Popp

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