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Die Mannschaft der FSG Runkel

Fußball-Kreisliga C 1

Runkel erntet den Lohn für die harte Arbeit

Im nächsten Teil unserer Serie ?Meister im NNP-Land? blicken wir heute auf einen Verein, der nach vier Jahren im Spitzenbereich der Kreisliga C1 nun endlich den Aufstieg in die B-Klasse geschafft hat. Mit der FSG Runkel, die sich knapp vor Mitaufsteiger Osmanischer SV Limburg die Meisterschaft gesichert hat, dürfte die Kreisliga B vor allem spielerisch bereichert werden.

Im Gespräch mit der erklärt uns Trainer Marcus Schnitzspahn, warum der Titel der verdiente Lohn harter Arbeit ist und dass die breite Spielerdecke dafür mitentscheidend war. Zudem blickt er voraus in die neue Saison, in der er gleich elf Neuzugänge begrüßen darf.

Auch wenn die FSG Runkel bis zum letzten Spieltag zittern musste, ist die Meisterschaft irgendwie schon eine logische Konsequenz. Von 30 Spielen nur eines verloren, mit 120 Treffern die beste Offensive der Liga, mit 29 Gegentoren ebenfalls der Bestwert in der Kreisliga C1 – klar, Marcus Schnitzspahn war mit der abgelaufenen Runde mehr als nur zufrieden: „Das war der verdiente Lohn für harte Arbeit. Meine Jungs hatten von Anfang an das Ziel im Kopf, endlich aufzusteigen. Dass wir den Aufstieg dann auch noch mit der Meisterschaft gekrönt haben, war aus unserer Sicht natürlich überragend.“

Nachdem die FSG zum Auftakt spielfrei hatte, kam es am zweiten Spieltag gleich zum Aufeinandertreffen mit dem späteren Mitaufsteiger OSV Limburg. Die erste Duftmarke: ein 4:2-Sieg. Eine Woche später dann die Ernüchterung, denn beim TuS Obertiefenbach 2 setzte es eine heftige Abreibung (1:5). Schnitzspahn und seine Mannen behielten jedoch die Nerven und starteten fortan eine beeindruckende Serie. Bis zur Winterpause folgten 13 Siege in Folge, darunter das Highlight im letzten Spiel des Jahres, als die Runkeler auch das Rückspiel beim Osmanischen SV gewannen (6:1). Mit diesem Kantersieg ging die FSG trotz berücksichtigtem Drei-Punkte-Abzug wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls als Nummer eins in die Winterpause. In selbiger wurde den Verantwortlichen in Runkel auch klar, dass es dieses Mal mit Aufstieg und Meisterschaft klappen könnte.

Marcus Schnitzspahn erklärt: „Wir waren Erster, hatten 13 Spiele in Folge gewonnen und waren uns sicher, dass wir es wirklich schaffen können.“ Zur Erinnerung: In den vier Spielzeiten zuvor war die FSG Runkel immer nah dran, letztlich reichte es aber nie zum Aufstieg.

Der Start in 2018 verlief allerdings etwas holprig. In den ersten fünf Partien musste die FSG gleich dreimal die Punkte teilen. Dennoch interessant: Abgesehen vom 3:3 zum Start gegen den TSV Steeden war es dem Tabellenführer gelungen, gleich neunmal hintereinander (!) „zu Null“ zu spielen. Dennoch war Marcus Schnitzspahn mit dem Beginn des neuen Spieljahres nicht durchweg zufrieden: „Wir haben es unnötig noch einmal spannend gemacht und teilweise die Punkte hergeschenkt.“

Vier Spieltage vor Rundenende war dann zunächst das primäre Ziel „Aufstieg“ realisiert. Da der OSV Limburg allerdings nicht locker ließ, lieferte sich die FSG mit dem Tabellenzweiten ein Kopf-an-Kopf-Rennen, dessen Höhepunkt am letzten Spieltag folgen sollte. Runkel erreichte beim TuS Staffel nur ein 1:1 und hätte damit die Meisterschaft verspielt gehabt. Völlig überraschend aber verlor der Osmanische Sport-Verein bei der SG Weiltal mit 2:4 – und die FSG war eben doch Meister. Und wie eingangs beschrieben: Betrachtet man die blanken Zahlen, durfte es – ohne die Leistung der Limburger zu schmälern – auch nur diesen Titelträger geben.

Nun ist es also gewiss, das Abenteuer Kreisliga B. Für Coach Marcus Schnitzspahn steht fest, dass sein Team sicher eine gewisse Zeit benötigen wird, um sich auf diesem Level zurecht zu finden: „Natürlich müssen wir uns an die neue Umgebung gewöhnen. Da wir aber völlig befreit aufspielen können, sollte unser primäres Ziel Klassenerhalt lauten.“ Etwas mutiger wird er, wenn er an die Qualität seiner Truppe denkt: „Ich hoffe, dass wir wieder an unsere gezeigten Leistungen anknüpfen können. Dann traue ich unserer jungen Truppe auch ohne weiteres einen guten einstelligen Tabellenplatz zu.“

Neben Niklas Heider, den es zum TSV Jahn Steeden zieht, werden wohl zwei Leistungsträger etwas kürzer treten. Dem gegenüber stehen allerdings mit Oskar Radziejewski (SG Wirbelau/Schupbach/Heckholzhausen), Faton Isufi (FSV Würges), Adrian Krey (JSG Lahntal), Assad Karamat (FSV Würges), Josua Schwarz (JSG Lahntal), Luca Dort (JSG Lahntal), Simon Scholz (JSG Lahntal), Ardian Mustafa (SG Gaudernbach/Hasselbach), Daniel Jeck (SV Oberweyer), Lukas Kramkowski (Werschauer SV), Nils Schranz (SG Villmar/Aumenau), Rahim Jamshidi (VfR 07 Limburg) und Kushtrim Hoxha (FC Steinbach) satte 13 Neuzugänge. Mit der FSG Runkel wird also auch im neuen Spieljahr zu rechnen sein.

Die Nassauische Neue Presse gratuliert zur Meisterschaft in der Kreisliga C1 und wünscht in der Kreisliga B viel Erfolg!

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