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Sabine Rumpf präsentiert voller Stolz ihre Goldmedaille.

Leichtathletik

Sabine Rumpf ist W35-Europameisterin

Sabine Rumpf von der LSG Goldener Grund hat im italienischen Caorle den Europameistertitel im Diskuswerfen der Altersklasse W35 gewonnen.

„Diesen Titel widme ich Hermann Klaus“, war die erste Reaktion von Sabine Rumpf (LSG Goldener Grund) nach ihrem Sieg bei den Europameisterschaften der Senioren in Caorle/Italien im Diskuswerfen der Frauen W35 mit 52,71 m in Anlehnung an den kürzlich verstorbenen Sportkreisvorsitzenden. 

Angereist war Sabine Rumpf zwar als amtierende Weltmeisterin, doch nach den Vorleistungen hatte sie nur auf Platz drei gelegen, und die größte Konkurrenz kam aus dem eigenen Land: Ulrike Giesa (Bayern) war schon in der Jugend eine große Konkurrentin gewesen und galt seinerzeit beim Titelgewinn von Sabine Rumpf 2005 bei den U23-Europameisterschaften als Mitfavoritin. Ulrike Giesa hatte in diesem Jahr schon weit über 53 m geworfen. Das war Sabine Rumpf bisher nicht gelungen, und die letzten Wettkämpfe waren etwa beim Werfertag in Elz eine Woche vor der EM mit etwas mehr als 47 m nicht gerade vielversprechend gewesen. Die Italiener hatten alles toll vorbereitet, doch leider regnete es in der Nacht vor dem Wettkampf heftig, und so war der Diskusring recht nass und etwas glatt. 

Das Einwerfen ging eindeutig an Ulrike Giesa, die nach Einschätzung von Hans Jürgen Rumpf, Sabines Vater, zweimal über die 50 m warf. Bei Sabine Rumpf hingegen lief gar nichts zusammen. Den Wettkampf eröffnete Ulrike Giesa mit 48,52 m. Sabine Rumpf kam zunächst nicht über 44,49 m hinaus. Damit lag sie aber sicher auf Platz zwei, denn die Konkurrentinnen aus Frankreich, Estland, Italien, Luxemburg, Dänemark und England kamen nicht über die 43 m hinaus. Der zweite Versuch von Ulrike Giesa war ungültig, und die LSG-Athletin zeigte mit 46,15 m eine leichte Steigerung – so nahm es zumindest ihr Vereinskamerad Dieter Laux wahr, der im Kugelstoßen und Diskuswurf an den Start gehen wird. 

Der dritte Versuch. Ulrike Giesas Wurf war erneut ungültig. Sabine Rumpf setzte jetzt alles auf eine Karte. „Ich dachte zunächst, der Ring sei sehr glatt, das war er aber nicht. Ich habe mir dann gedacht, entweder oder, und habe alles in diesen Versuch reingelegt“, berichtet die Polizistin. Bis auf 52,71 m segelte die 1 kg schwere Scheibe. Sehr zum Jubel der Fans von Sabine Rumpf, zu denen auch die Mama gehörte. Wie man das von Sabine Rumpf so oft erlebt hat in den vergangenen Jahren, war das auch Saisonbestleistung zum Höhepunkt. 

Sabine Rumpf ist jetzt also auch Europameisterin der Senioren und mega-froh darüber. Gefeiert wurde anschließend mit italienischem Flair.  mru

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