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Fußball-Hessenliga

Na, wer sagt’s denn: Es geht doch

In der Fußball-Hessenliga hat der SV Rot-Weiß Hadamar seinen Negativtrend gestoppt und beim Tabellenletzten, SV Buchonia Flieden, mit 3:0 gewonnen.

Von PATRICK JAHN

Nur noch einen Schritt vom Durchmarsch in die Regionalliga Südwest ist Watzenborn-Steinberg entfernt, das mit 3:1 beim SC Hessen Dreieich gewann. Verfolger Rot-Weiss Frankfurt erledigte seine Hausaufgaben ebenfalls und besiegte Seligenstadt mit 3:2. Durch den Rückzug des SV Wiesbaden steht im Kampf um den Klassenerhalt fest, dass der FC Bayern Alzenau durch den 4:1-Sieg gegen den OSC Vellmar die besten Karten hat, die Liga zu halten. Absteiger wären nach aktuellem Stand der SV Wiesbaden, Buchonia Flieden und Oberrad.

SV Buchonia Flieden – SV Rot-Weiß Hadamar 0:3 (0:2). Wer im „Königreich“ Flieden einen lauen Sommerfußball erwartet hatte, sah sich getäuscht. Beide Teams zeigten, dass sie gewillt waren, die Punkte einzuheimsen. Für die Gäste hatte Baris Özdemir bereits nach sechs Minuten die Gelegenheit zur Führung, doch Keeper Lukas Hohmann war zur Stelle. Auf der Gegenseite wurde es noch gefährlicher: Nach einem Konter bewahrte Leon Hasselbach seine Farben mit einer starken Parade gegen Julian Ankert vor dem Rückstand (9.). Im weiteren Verlauf erarbeitete sich Hadamar Feldvorteile. Es dauerte allerdings bis zur 37. Minute, ehe sich die Überlegenheit in Zählbares umgemünzt hatte. Baris Özdemir flankte von links, und der mit aufgerückte Marvin Rademacher vollstreckte zum 0:1, auch weil Gabriel Müller zu halbherzig im Zentrum verteidigt hatte. Der Gegentreffer zeigte Wirkung. Die Fliedener, die von den letzten neun Spielen lediglich ein Pünktchen geholt hatten, ließen die Köpfe hängen und wirkte hilflos. Den Hadamarern war es recht, schlugen sie doch kurz vor der Pause noch einmal zu: Wieder bereitete Baris Özdemir – von rechts – vor, Sebastian Gurok ließ noch einen Gegenspieler aussteigen und schob zum 0:2 ein (43.).

Mit der sicheren Führung im Rücken nahm Rot-Weiß im zweiten Abschnitt den Fuß ein wenig vom Gaspedal. Den Buchonen, stark ersatzgeschwächt angetreten, fehlten die Mittel, um noch einmal zurückzukommen. Lediglich Julian Ankert strahlte mit einer Kopfballchance Gefahr aus (55.). Auf der anderen Seite hatte Sebastian Gurok zunächst eine Riesenchance liegen gelassen (60.), 15 Minuten vor dem Ende sollte der dritte Treffer aber noch fallen: Alexander Schrauts Torschuss konnte Lukas Hohmann noch parieren, beim Nachschuss von Alexander Baldus war der Schlussmann machtlos (76.).

Die Fürstenstädter spielten die Partie am Ende souverän herunter und durften sich endlich mal wieder über ein Erfolgserlebnis freuen.

Flieden: L. Hohmann, Leibold, Fischer (27. Hack), Kovacevic, N. Hohmann, Acikel, Müller, Jordan, Janik, Heil (46. Osman), Ankert (63. Gaul) – Hadamar: Hasselbach, Schraut, Sembene (16. Böcher), Horz, Rademacher, Kuczok (78. Dimter), A. Baldus, Schug, Heene, Özdemir, Gurok (70. Aljusevic) – SR: Tobias Vogel (Unterliederbach) – Tore: 0:1 Marvin Rademacher (37.), 0:2 Sebastian Gurok (43.), 0:3 Alexander Baldus (76.) – Zuschauer: 50.

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