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Fußball

Saisonabbruch? FV Rheinland befragt die Vereine

Die Forderungen der Vereine nach Klarheit und Planungssicherheit wurden immer lauter, die ersten Landesverbände haben sich dafür ausgesprochen, die Fußballsaison 2019/2020 erst ab dem 1. September fortzusetzen: Nun hat sich auch der Fußballverband Rheinland (FVR) in einer Online-Pressekonferenz zu der Thematik geäußert, wann und ob die aktuelle Spielzeit zu Ende gespielt werden kann.

Klar ist: „Alle Entscheidungen, wie mit der Saison weiter verfahren werden soll und kann, sind in erster Linie von der behördlichen Verfügungslage abhängig“, so heißt es in einer Nachricht des FVR-Präsidiums, die bereits kurz vor der PK an die Vereine geschickt worden war. „Allerdings fährt die Politik hier bekanntermaßen ,auf Sicht’. Eine langfristige Prognose ist deshalb noch nicht möglich.“

Sowohl auf DFB-, als auch auf Landesverbands-Ebene seien seit Beginn der Corona-Krise Anfang März inzwischen alle erdenklichen Szenarien durchgespielt worden. „Was wir nun von Verbandsseite tun können, um den Vereinen zumindest eine grundsätzliche Planungsgrundlage zu schaffen, ist es, eine Entscheidung zu Abbruch oder Fortsetzung der Saison herbeizuführen“, so der FVR. Dies möchte man im Verbandsgebiet Rheinland aber gemeinsam mit den Clubs entscheiden. Nach dem Vorbild anderer Landesverbände hat der FV Rheinland seinen Vereinen daher einen Link zu einer Abstimmung zukommen lassen. Jeder Verein hat nur eine Stimme, die entsprechende Rückmeldung muss bis spätestens Montag, 27. April, 10 Uhr, erfolgen.

Präsidium spricht sich für Abbruch aus

FVR-Präsident Walter Desch sprach sich aber selbst für einen Abbruch der Saison aus. „Diese Variante empfehlen wir den Vereinen.“ Er begründet dies mit der schnellen Planungssicherheit für die Spielzeit 2020/2021 und der damit verbundenen Klarheit über Auf- und Abstiege sowie über die Regelungen zu Vereinswechseln.

Wie im Falle eines Abbruchs verfahren wird, ist ebenfalls bereits bekannt. „Nach umfassender Erörterung hat sich das Präsidium dafür entschieden, den letzten Tabellenstand als Grundlage für den Aufstieg zu werten. Absteiger gibt es nicht“, heißt es vonseiten des Verbandes, der gleichzeitig deutlich macht, dass dies nur für den Fall gelte, „dass die Saison 2019/2020 innerhalb der Spielzeit nicht fortgeführt und zu Ende gebracht werden kann.“

Eine solche Regelung würde unter anderem bei den abstiegsbedrohten Teams der Bezirksliga Ost, TuS Gückingen, TuS Burgschwalbach und SG Hundsangen/Obererbach, für kollektives Aufatmen sorgen, wenngleich man am Gückinger Königstein angesichts der niederschmetternden Bilanz mit nur drei Punkten und insgesamt 133 Gegentoren aus den 19 bisher absolvierten Partien noch nicht entschieden hat, ob der TuS in diesem Fall nicht sogar den freiwilligen Gang in die Kreisliga A Rhein-Lahn bevorzugen wird. Dies bestätigte der stellvertretende Abteilungsleiter Jan Holzhäuser.

Nicht betroffen sind die Sportfreunde Eisbachtal, die als Team der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar dem Regionalverband Südwest angehören. yw

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