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Leistungsträger Kamil Grabowski (rechts) bleibt Samurai auch in der Zweiten Liga treu.

Judo

Samurai Offenbach bietet in Leipzig eine gute Vorstellung, hat aber zu viele Ausfälle

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Nach nur einer Saison müssen die Offenbacher Judoka die Bundesliga wieder verlassen. Doch der Ansporn ist groß, wieder dorthin zurückzukehren. Zum Saisonabschluss empfängt Samurai am Samstag den TV Erlangen.

Eine Chance, dem JC Leipzig zwei Punkte zu entreißen, hatte das Judo-Team von Samurai Offenbach nicht wirklich. 2:5 lag der Aufsteiger nach dem ersten Durchgang beim Traditionsverein zurück, und wenige Minuten nach der Pause war der Abstieg aus der Bundesliga perfekt, auch wenn die Niederlage mit 5:9 recht moderat ausfiel.

„Es war eine unserer besten Leistungen“, sagte Cheftrainer Francesco Liotta. Doch nach dem Ausfall von Daniel Gleim (Hexenschuss), Brian-Miles Smith und Lukas Sonne (beide krank) war der Handlungsspielraum noch eingegrenzter, zumal Alexander Bimmermann wegen einer Hüftverletzung seine Kämpfe abgeben musste. Es wurde also nochmals präsent und es ist zugleich eine deutlicher Hinweis, wenn es irgendwann mal wieder in der Bel Etage gehen sollte: Samurai braucht ein breiteres Aufgebot. Eine etwas vollere Schatulle ist dafür freilich die Voraussetzung. „Für die Erste Liga waren wir etwas zu schwach“, stellte Liotta klar.

Immerhin, das erfreute den gebürtigen Sizilianer, Teammanager Markus Horn und alle anderen auch: Wie David Tsokouris geht Schwergewichtler Kamil Grabowski den Weg mit in die Zweitklassigkeit. Liotta: „Er hat uns zugesagt.“ Im nächsten Jahr gibt es dann auch zwei Derbys: Samurai trifft auf die HTG Bad Homburg und den JC Wiesbaden. Als Aufsteiger aus der Zweiten Bundesliga Süd stehen schon vor dem letzten Kampftag der VfL Sindelfingen und die TSG Backnang fest.

Die Bundesliga Süd wird 2019 also nur noch von einem hessischen Verein, dem JC Rüsselsheim, vertreten sein. Der JCR unterlag dem TSV Großhadern 3:11. Die Bayern haben somit wie Esslingen und Leipzig noch die Chance, den „Südmeister“ TSV Abensberg ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft zu begleiten. Aus dem Norden hat sich Titelverteidiger und -favorit Hamburger JT schon einen Halbfinalplatz gesichert.

Die Kämpfe, erster Durchgang, bis 90 kg: Pink – Seifert 0:10 (4:31). – bis 81 kg: Conrad – Tsokouris 10:0 (3:33). – bis 66 kg: Ehrmann – Kühn 10:0 (6:46). – bis 73 kg: Szoke – Fuchs 7:0 (4:00). – bis 60 kg: Pachel – Bimmermann 10:0 (0:02). – bis 100 kg: Kirsten – Herbst 10:0 (1:22). – über 100 kg: Eberl – Grabowski 0:10 (2:46). – Zweiter Durchgang, bis 90 kg: Conrad – Tsokouris 0:10 (3:19). – bis 81 kg: Mackeldey – Bitz 10:0 (2:40). – bis 66 kg: Koch – Kühn 0:7 (4:00). – bis 73 kg: Szoke – Sudermann 10:0 (3:05). – bis 60 kg: Müller – nicht besetzt 10:0 (0:00). – bis 100 kg: Kirsten – Seifert 10:0 (1:59). – über 100 kg: Röhr – Grabowski 0:10 (1:01).

(fri)

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