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Erkämpfte mit dem deutschen U23-Achter EM-Bronze: Sarjana Klamp vom Limburger Club für Wassersport.

U23-Europameisterschaft der Ruderer

Sarjana Klamp: EM-Bronze im Achter

Sarjana Klamp vom Limburger Club für Wassersport hat bei den U23-Europameisterschaften der Ruderer im griechischen Ioannina als Mitglied des deutschen Achters die Bronzemedaille gewonnen.

VON CORNELIA MEISS

In diesem Jahr fand die U23-EM der Ruderer bei wunderschönem Wetter auf dem Pamvotida-See in Ioannina im Nordwesten Griechenlands statt. Die Limburgerin Sarjana Klamp war zusammen mit 52 anderen deutschen Sportlern aus 16 verschiedenen Bootsklassen und den dazugehörigen Trainern angereist, um sich auf der 2000 Meter langen Strecke mit der europäischen Konkurrenz aus 30 Ländern zu messen. Sarjana Klamp hatte sich über ihre guten Saisonleistungen einen Platz im Frauen-Achter gesichert und sammelte in Griechenland erste Erfahrungen im internationalen Wettkampfgeschehen. 

Nach einem einwöchigen Vorbereitungstrainingslager ging es in Griechenland gleich zur Sache. Samstags stand das Bahnverteilungsrennen auf dem Plan; ein Rennen, das genutzt wird, um die Boote anhand ihrer Leistungen fair im Bahnensystem zu platzieren. Am frühen Morgen ging der Achter zunächst noch einmal für ein kurzes „Wachrudern“ aufs Wasser, um den Kreislauf in Schwung zu bringen, und legte letzte Trainingskilometer vor dem Rennen zurück. Spannend wurde es aber erst am Nachmittag, als sich die Limburgerin zusammen mit ihren Achter-Kolleginnen in einem spannenden Rennen gegen ihre Gegner behaupten musste. Die Rumäninnen waren schneller als die Deutschen und vermochten sich abzusetzen, dafür war aber der Kampf um die zweitbeste Bahn umso härter. Bis zum Schluss kämpften die Deutschen gegen die Französinnen und mussten sich ihnen am Ende ganz knapp geschlagen geben. Damit waren sie aber noch nicht besiegt, und mit viel Motivation sahen die Athletinnen dem Finale entgegen. 

Prickelnde Spannung herrschte vor dem Endlauf um den Titel. Auch wenn der erste Platz vermeintlich für die Rumänien „reserviert“ war, war nicht absehbar, wer Zweiter und Dritter werden würde; viel zu eng war es im Rennen am Vortag zugegangen. Mit vereinten Kräften wurde um die Platzierungen gekämpft. Waren die Boote auf den ersten 500 Metern noch dicht beisammen, so enteilten die Rumäninnen der Konkurrenz. Und erneut entbrannte ein heftiger Kampf zwischen dem deutschen und dem französischen Boot um Silber und Bronze. Beide schenkten sich keinen Meter. Über die gesamte Strecke zeigten sich die Französinnen dann doch etwas stärker und hatten etwa ab Streckenhälfte einen leichten Vorsprung vor den Deutschen herausgefahren. Dennoch fighteten Sarjana Klamp und ihre Teamkameradinnen weiter und ließen den Vorsprung nicht mehr größer werden, auch wenn es nicht mehr zum Überholen reichen sollte. Die Limburgerin gewann mit ihren Teamgefährtinnen Bronze. 

Bemerkenswert war die Tatsache, dass die vergleichsweise jungen Deutschen mit den im Schnitt ein bis zwei Jahre älteren und länger gemeinsam trainierenden Sportlerinnen der anderen beiden Boote mitzuhalten wussten. Die Rumäninnen waren in dieser Besatzung etwa bei der altersoffenen Weltmeisterschaft gestartet.

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