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Trainer Frank Wissenbach (im dunklen Anorak) im Kreise seiner Spieler beim RSV Weyer.

Fußball-Gruppenliga Wiesbaden

Sie scharren mit den Hufen

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Wie die Rennpferde scharren sie schon nervös mit den Hufen. Wenn die Schranke aufgeht, wird die Saison der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden mit dem 22. Spieltag am nächsten Sonntag, 24. Februar, fortgesetzt. Aus dem Fußballkreis Limburg-Weilburg mit an Bord sind der RSV Weyer, der SV Rot-Weiß Hadamar 2, der SV Elz, der RSV Würges und die SG Kirberg/Ohren/Nauheim.

Die Weyerer, Tabellenvierter, haben gleich eine knifflige Aufgabe beim spielstarken Team von Hellas Schierstein vor der Brust. Noch härter trifft es beim Start den SV Rot-Weiß Hadamar 2, der zum Tabellenführer und designierten Verbandsliga-Aufsteiger FC Bierstadt muss. Durchaus lösbare Aufgaben warten auf den RSV Würges gegen TuRa Niederhöchstadt und den SV Elz gegen den TuS Hornau. Ungleich schwerer wird es für Schlusslicht SG Kirberg/Ohren/Nauheim bei der drittplatzierten SG Oberliederbach.

Wie ist die Winterpause verlaufen? Wie hat es in den Testspielen funktioniert? Sind alle Mann an Bord? All diese Fragen von Sportredakteurin Marion Morello haben die fünf Trainer aus dem NNP-Land beantwortet.

  Frank Wissenbach (RSV Weyer): „Wir gehen mit dem guten Gefühl ins Rennen, dass wir mit der Abstiegszone höchstwahrscheinlich nichts mehr zu tun haben werden. Das gibt uns auch Ruhe für die weitere Planung. Wir haben die ersten zwei Wochen mehr oder minder in der Halle trainiert und waren auch mal auf dem Soccerfeld. Man muss die Situation mit dem winterlichen Wetter eben so annehmen, wie sie ist. Aber wir sind froh, wenn es jetzt endlich losgeht. Unser Auftaktgegner, Hellas Schierstein, zählt mit zu den stärksten Mannschaften der Liga. Unser Ziel ist es auf jeden Fall, gut aus den Startlöchern zu kommen, das will auch die Mannschaft. Das nächste Ziel ist es dann, schnell die 40- bis 45-Punkte-Grenze zu erreichen, um ganz sicher sein zu können.“

  Heiko Weidenfeller (SV Rot-Weiß Hadamar 2): „Wir sind mit unserem kleinen Kader der 2. Mannschaft nicht besonders gut aufgestellt und müssen gleich zum Top-Team der Liga nach Bierstadt. Da kommt was auf uns zu. Der Start in die Punktrunde wird für alle eine Wundertüte, wir müssen das Bestmögliche basteln. Natürlich erhalten wir, wenn möglich, Verstärkung aus dem Hessenliga-Kader. Benjamin Kretschmer hat aus beruflichen Gründen den kompletten Rückzug aus der 1. Mannschaft vollzogen und steht uns zur Verfügung. Wir haben noch gut eine Woche Zeit und müssen jetzt versuchen, die einzelnen Puzzlestücke zu einem großen Ganzen zusammenzusetzen. Natürlich hätte ich mir eine bessere Vorbereitungszeit gewünscht, aber das Wetter ist eben unberechenbar, und wir müssen das Beste daraus machen.“

  Michael Morawiec-Zingel (RSV Würges): „Wir haben von Anfang an draußen trainiert und alle geplanten Vorbereitungsspiele auch gemacht. Die Jungs sind fit, wir haben viel trainiert. Für uns kam die Winterpause eigentlich im denkbar ungünstigsten Moment, aber in der Zwischenzeit ist der lange verletzte Niklas Hecht wieder an Bord, und wir haben mit Martin Wilk einen starken Neuzugang. Auch Ali Reza Kazerooni ist wieder fit. Unser Ziel ist nach wie vor der Klassenerhalt, was dann eventuell noch oben noch drauf kommt, nehmen wir natürlich gerne mit. Wir wollen hier in Würges längerfristig etwas aufbauen. Nicht von ungefähr haben wir im Sommer den Altersdurchschnitt der Mannschaft von 30 auf 24,5 Jahre gesenkt.“

  Mehmet Dragusha (SV Elz): „Uns ist es nicht besser oder schlechter ergangen als allen anderen auch. Wir haben dreimal getestet. Zwar fallen in den ersten Spielen Max Heckel, Adrien Born und Fahad Amin verletzt aus, aber wir dürfen nicht schwarz sehen und wollen trotzdem unser Auftaktspiel gegen den TuS Hornau auf jeden Fall gewinnen. Wichtig ist, dass wir aus der Winterpause mit einem Sieg starten. Was den Klassenerhalt angeht, bin ich optimistisch, sonst wäre ich als Trainer auch gänzlich fehl am Platz. Für uns kam die Winterpause nach unserem Lauf im November zum falschen Zeitpunkt. Aber: Wir haben in den letzten Wochen die Grundlagen gelegt und gehen die Restrunde positiv an.“

  Daniel Dylong (SG Kirberg/Ohren/Nauheim): „Für uns ist die Winterpause nicht besonders toll gelaufen, es gab ein paar Tage, an denen wir wegen des Wetters nicht draußen trainieren konnten, und ein Testspiel mussten wir absagen. Aber im Vergleich zur Vorbereitung im letzten Sommer dürfen wir wirklich nicht klagen. Nach der langen Runde inklusive der Aufstiegsspiele hatten wir im Prinzip nur zwei Wochen Pause und mussten dann mit einigen Verletzten in die neue Runde gehen. Dann kam eines zum anderen. Jetzt sind so weit alle an Bord, lediglich Jens Scheib hat leichte muskuläre Probleme. Wir starten mit einem heftigen Doppelschlag: sonntags in Oberliederbach und zwei Tage später – am Dienstag – gegen Tabellenführer FC Bierstadt. Dann geht es für uns erst nach Fastnacht weiter. Wir sind in der Lage, mit jedem Gegner mitzuhalten, aber uns läuft die Zeit ein wenig davon. Wir haben noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt, und die wollen wir nutzen und gehen voller Überzeugung an die Sache heran. Die Bereitschaft und der Einsatzwille sind bei der Mannschaft vorhanden.“

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