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Jan Immel hat mit der TSG Eppstein noch einiges vor.

Handball

Der scheidende Trainer der TSG Eppstein möchte gegen Friedberg den nächsten Sieg einfahren

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„Warum sollte ich sieben Jahre etwas aufbauen und es dann zusammenbrechen lassen.“ Obwohl sein Abschied bei den Landesliga-Handballern in Eppstein offiziell ist, entwickelt Jan Immel das Aushängeschild der TSG weiter fleißig mit.

„Nach mir die Sintflut gibt es nicht“, stellt der 41-jährige Ex-Profi in Diensten der TSG Eppstein vor dem sonntäglichen Heimspiel gegen TG Friedberg (18 Uhr) klar. „Ich wollte, dass die Mannschaft frühzeitig informiert wird. Schließlich dürfen solche Entscheidungen nicht in den Spielablauf reinspielen. Das kostet Konzentration.“

Nachdem Immel für sich die Entscheidung getroffen hatte, nach insgesamt 33 Jahren als Aktiver oder Handball-Trainer aufzuhören und „raus aus der Mühle“ zu steigen, teilte er den Verantwortlichen in Eppstein schon im November seine Entscheidung mit. Diese wiederum schmiedeten mit genügend Vorlauf einen Plan zum Immel-Abschied und konnten noch vor dem Jahreswechsel mit Thomas Scherer (ehemals TSG Eddersheim und TuS Holzheim) einen Nachfolger präsentieren. „Ich freue mich vor allem auf mehr Freiheit am Wochenende. Mal etwas anderes machen, das man als Familienvater wirklich möchte. Das stelle ich mir wesentlich entspannter vor“, gibt der scheidende Coach Einblicke in sein Innenleben. Als Sport- und Erdkundelehrer weiß er jetzt schon, dass beispielsweise die Fahrten unter der Woche zum Training „nicht vermisst werden“.

Ganz aufhören kann er dann aber doch nicht. Gemeinsam mit zwei weiteren Übungsleitern wird er die weibliche C-Jugend betreuen, in der seine Tochter Mia spielt. „Das ist aber mit den beiden anderen Trainern sehr flexibel. Wenn ich nicht kann, ist jemand anderes da“, erklärt Immel. Diese Gedanken seien aber „Zukunftsmusik“. Schließlich peilt der Noch-Trainer einen möglichst perfekten Abschied in der Landesliga an. Weil er seinem Nachfolger Scherer ein gut bestelltes Feld überlassen möchte, gibt er sogar Empfehlungen, welche Spieler auf welchen Positionen für die kommende Runde angesprochen werden sollten. Theo Roos und Co. zeigten schon beim 26:25-Coup zuletzt beim zweitplatzierten TV Petterweil, dass der eingeschlagene Weg nicht falsch sein kann und der Immel-Abgang keine negativen Begleiterscheinungen haben muss. Mit 16 Punkten stehen die Eppsteiner vor dem 16. Spieltag auf Rang sechs. „Diese Punktzahl hat letztes Jahr schon zum Klassenerhalt gereicht. Dieses Jahr brauchst du aber mehr“, stellt Immel klar.

So soll das Heimspiel am Sonntag gegen Friedberg genutzt werden, um weiter Boden auf die Abstiegszone gutzumachen. Im Schul- und Sportzentrum Bienroth treffen die TSG-Herren auf einen Aufsteiger, der jahresübergreifend vier Niederlagen in Folge mitbringt. Gegen den Tabellenneunten stehen die Chancen also nicht schlecht, dass die positive Tendenz und das Immel-Erbe weiter vorangetrieben werden.

Schwung mitnehmen

Mit dem 31:28 gegen Lollar erwischte auch der zweite Main-Taunus-Vertreter einen guten Start ins neue Spieljahr. Die HSG Goldstein/Schwanheim steht bei neun Pluspunkten als Drittletzter aber noch mitten im Abstiegskampf. „Es wäre schön, wenn wir den Schwung aus dem Lollar-Spiel mitnehmen“, sagt Abdel Bel Hassani vor dem Samstagsspiel (19.30 Uhr) gegen den TSV Lang-Göns . Der Trainer muss auf den erkälteten Moritz Winter verzichten und gibt zu: „Das kommende Derby gegen Eppstein und das Spiel danach gegen Oberursel liegen bei uns jetzt schon im Fokus. Wir müssen sehen, dass sich in Lang-Göns niemand verletzt.“ Gegen den stärksten Angriff der Liga wollen die Schwanheimer nicht ins offene Messer laufen. „Wir müssen ruhig spielen und den Ball länger in den eigenen Reihen halten. Sonst geht es gegen diesen Gegner ganz schnell.“ Abschenken wollen die Main-Taunus-Handballer das Spiel in Mittelhessen aber nicht. „Lollar war vor dem Spiel auch Vierter und wir haben sie geschlagen. Von daher versuchen wir schon, auch beim jetzigen Vierten Punkte mitzunehmen“, schließt Bel Hassani seine Ausführungen.

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