Falkeneck KV

Schlecht abgeräumt

  • vonMichael Löffler
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Während der Falkeneck KV seine Niederlagenserie fortsetzte, punkteten FB KSC und FTV doppelt.

Für die gegen Ende des letzten Jahres noch so erfolgreichen Keglerinnen des Falkeneck KV Riederwald wird es in Bundesliga langsam ungemütlich. Nachdem es ihnen 2015 noch nicht gelungen ist, auch nur einen Punkt zu ergattern, stehen sie plötzlich in der Tabelle punktgleich mit dem Vorletzten Rot-Weiß Walldorf. Gegen die SG BW/GH Plankstadt unterlagen die Frankfurterinnen 2623:2657. Verspielt haben die Gastgeberinnen den möglichen Sieg im Spiel in die Vollen. Während sie im Abräumen 36 Holz gut machen konnten, büßten sie bei Würfe gegen die stets aufs Neue aufgestellten neun Kegel 70 Zähler ein.

Zunächst sah es noch gut aus. Nachdem die Hälfte der Würfe absolviert war, lag Falkeneck um 13 Kegel vorn. Die stärkste der sechs Spielerinnen, die ihren Part erfüllt hatten, war wieder einmal Minka Esser. Die Team-Seniorin erzielte mit ausgeglichener Leistung in die Vollen (311) und im Abräumen (155 ohne Fehlwurf) 466 Zähler. Ihre Mitstreiterinnen Doreen Beez (424) und Annegret Lehnert (420) übertrafen zwar jeweils knapp ihre Kontrahentinnen, doch ihre Leistungen waren nicht gerade berauschend.

Beide waren nicht die einzigen, die unter ihren Möglichkeiten blieben. Sandra Bonarius kann wesentlich mehr als 435 (nur 285 in die Vollen). Und Laura Wenzel hilft derzeit der Mannschaft nicht weiter. Die erst 15-Jährige scheint mit den Anforderungen in der Bundesliga nervlich überlastet zu sein. Nachdem sie vor einer Woche in Obernburg auf sehr magere 384 Kegel kam, waren es diesmal nur 25 mehr. Da für Plankstadt Rebecca Rühle 476 Kegel (337 in die Vollen) umwarf und Sabrina Amtsberg auf 451 kam, reichte die starke Vorstellung von Tanja Müller (469, 312/157) nicht aus, um dies zu kompensieren.

Am Sonntag empfängt Falkeneck mit TuS Gerolsheim einen Widersacher, der nur zwei Punkte mehr auf dem Konto hat. Ein Sieg ist Pflicht, sonst könnte es bei drei direkten Absteigern und einem Relegationsplatz (Rang 9) kritisch werden.

Weitaus entspannter in die Zukunft schauen die Männer von FB KSC Eintracht Frankfurt . Die Bockenheimer verteidigten mit dem klaren 5615:5316-Erfolg über den stark ersatzgeschwächten SKC Mehlingen die Tabellenführung in der Zweiten Bundesliga Mitte. Das Restprogramm spricht auch für die Frankfurter, die demnächst vier Hessen-Duelle vor sich haben: Am 7. Februar spielen sie in Nauheim, dann kommt das auswärtsschwache Olympia Mörfelden II, danach geht es nach Darmstadt und Kelsterbach. Letzte Gegner sind die Abstiegskandidaten Grünstadt und Zweibrücken. Die Konkurrenten im Aufstiegskampf, SG Rodalben und SKC Monsheim, treffen am Samstag in Monsheim aufeinander. Der Erste steigt auf, der Zweite bestreitet die Relegation.

Gegen Mehlingen war es nicht allzu schwer, den Sieg schon früh perfekt zu machen. Da bei den Gästen außer Marc Rahm (935) niemand über 900 Kegel kam und bei zwei Verletzten nur einer ersetzt werden konnte, so dass Mehlingen weniger Würfe für die Wertung absolvieren konnte, reichten den Frankfurtern vier durchschnittliche Leistungen von Hartmut Rauch (921), René Schrader (918), Alexander Axthelm (906) und Michael Zahn (905) und zwei starke zum Kantersieg. Für die Glanzlichter sorgten, wie meistens, Torsten Depta und Hans-Jürgen Walther. Depta startete auf der ersten Bahn mit (nur) 235, sonst wäre es sicher ein „Tausender“ geworden, den er mit 999 denkbar knapp verfehlte. Seine 364 im Abräumen waren überragend. Walther begann noch zögerlicher (219), steigerte sich dann kontinuierlich und kam dank der starken zweiten Hälfte (500 mit 100 Kugeln) auf 966.

Neuling Frankfurter TV 1860 darf nach dem dritten Saisonsieg zumindest dezent wieder auf den Klassenerhalt hoffen. Gegner Rot-Weiß Nauheim liegt den „60ern“ anscheinend. In der Hinrunde errangen sie dort ein Unentschieden, jetzt gewannen sie daheim 5306:5300. Es war ein wahrer Kegel-Krimi: Nach den Startachsen – aufseiten der Frankfurter spielten Jerko Liovic (887), Simon-Rene Thoma (898) und Torben Jammer (892) – lagen die Gastgeber noch um

50 Zähler zurück. Mirko Coskovic (864), Ivo Pejic (840) und Nenad Miklausic (925) holten mit jeweils 150 Kugeln 41 Holz auf. Entscheidend war die überragende Schlussbahn von Miklausic (251 Holz).

Die Chancen, nun nachzulegen, stehen für den FTV günstig: Am Samstag kommt ins Ravenstein-Zentrum die SG Kelsterbach, die ihren letzten Sieg am 13. Dezember erzielte.

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