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Schluss mit lustig: TuS Dietkirchen und SV Rot-Weiß Hadamar müssen punkten

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Von: Marion Morello

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Kevin Kratz (rechts) vom TuS Dietkirchen ist nach seiner Sperre gegen den 1. FC Erlensee wieder mit an Bord. Patrick Kalata (links) wartet mit dem 1. Hanauer FC auf den SV Rot-Weiß Hadamar.
Kevin Kratz (rechts) vom TuS Dietkirchen ist nach seiner Sperre gegen den 1. FC Erlensee wieder mit an Bord. Patrick Kalata (links) wartet mit dem 1. Hanauer FC auf den SV Rot-Weiß Hadamar. © Patrick Jahn

In der Fußball-Hessenliga sind beide Kreisvertreter mittlerweile auf Abstiegsplätzen gelandet. Umso wichtiger ist es also, am Wochenende mit dem Punkten neu anzufangen. Der TuS Dietkirchen erwartet zum Heimspiel mit dem 1. FC Erlensee einen Kontrahenten auf Augenhöhe. Für den SV Rot-Weiß Hadamar, seit letztem Spieltag Schlusslicht, wird es beim 1. Hanauer FC nicht nur aufgrund der Tabellenkonstellation ungleich schwieriger.

VON PATRICK JAHN

TuS Dietkirchen – 1. FC Erlensee (Samstag, 15 Uhr, Reckenforst). Es ist ein Pro und ein Kontra. Natürlich ist TuS-Trainer Steffen Moritz ob der hohen Anzahl an individuellen Fehlern, die zu Gegentreffern führt, sauer: „Wir schenken die Tore zu einfach her. Das darf uns in dieser Häufigkeit nicht passieren, denn in der Hessenliga wird das sofort bestraft. Gefühlt spielen wir in jedem Spiel dasselbe Lied.“ Fakt ist aber nun mal auch, dass die Reckenforstler von ihren bisher neun Partien fünf gegen die Top-Vier der Hessenliga bestritten haben (inklusive des Rückspiels gegen den 1. Hanauer FC). Ab sofort geht es mit wenigen Ausnahmen also durchweg gegen Teams, die sich auf Augenhöhe bewegen sollten. „Ich denke, dass die sechs erstplatzierten Mannschaften auch am Ende der Saison oben stehen werden. Und weil ich weiß, dass dort auch die meisten anderen Teams wenige Punkte holen werden, male ich nicht schwarz.“

Mit Blick auf das Heimspiel gegen Erlensee, der etwas überraschend mit nur einem Saisonsieg auf Rang 18 steht, macht Moritz noch einmal deutlich: „Wir brauchen nicht mehr nach Ausreden suchen, denn es gibt keine mehr. Es ist nicht mehr zu heiß, wir haben kaum Verletzte, keine Urlauber und auch keine gesperrten Spieler. Es ist angerichtet.“ Auch wenn die Statistik gegen die Schwarz-Roten spricht, ist der Coach optimistisch: „Erlensee hat offenkundig auch Schwierigkeiten. Ich gehe davon aus, dass die bessere Tagesform den Ausschlag geben wird. Deshalb habe ich die Erwartungshaltung, dass wir an unsere Normalform herankommen und die hohe Zahl an individuellen Fehlern abstellen. Gelingt uns das nicht, werden wir es in jedem Spiel sehr schwer haben.“ Bis auf Mohammad Kazerooni und Niklas Schmitt ist der Kader komplett. – Redaktionstipp: 4:2.

1. Hanauer FC – SV Rot-Weiß Hadamar (Samstag, 15 Uhr, Kastanienallee in Kesselstadt). Der Tiefpunkt ist erreicht, denn seit letztem Sonntag hat der SV Rot-Weiß Hadamar die „Rote Laterne“ inne. Das Positive: Weiter bergab wird es nicht mehr gehen. Trainer Stefan Kühne blickt den Tatsachen ins Auge: „Schlimmer kann es nicht mehr werden, das ist zweifelsfrei der negative Höhepunkt. Wenn wir auf die Tabelle schauen, wissen wir, dass es jetzt nur noch aufwärts gehen kann.“ Dass es nichts bringt, auf die ohnehin verunsicherte Mannschaft verbal einzuschlagen, ist dem Coach bewusst. Stattdessen ist eher „Schmusekurs“ angesagt: „Wir bleiben positiv im Umgang mit den Jungs. Das Trainerteam glaubt nach wie vor an die Mannschaft. Zwar haben wir die Fehler vor den Gegentoren angesprochen, auf eine Video-Analyse aber verzichtet, weil wir fürchten, dass der Druck dann noch größer wird.“ Klar ist: Beim 0:3 gegen Baunatal war nicht alles schlecht. Vor allem die erste Halbzeit hat gezeigt, dass die Truppe intakt ist. Das Gastspiel beim 1. Hanauer FC (4.) gleicht zum einen einer Herkulesaufgabe, andererseits könnte der Zeitpunkt für dieses Aufeinandertreffen aus Sicht der Fürstenstädter ein guter sein, denn der älteste Fußballclub Hessens hatte zuletzt eine überraschende 1:4-Pleite beim FC Gießen kassiert (erste Saisonniederlage).

Für Stefan Kühne spielt all das keine Rolle: „Wir können ja fast schon befreit aufspielen, müssen aber 90 Minuten das auf den Platz bekommen, was wir eine Halbzeit lang gegen Baunatal gut gemacht haben. Hanau ist stark, die Tabelle lügt nicht. Und weil niemand an uns glaubt, liegt vielleicht auch darin unsere Chance.“ Mut macht zudem, dass die extrem angespannte personelle Lage ein paar mehr Möglichkeiten bietet, denn Luca Teller, Marco Koch und vielleicht auch Mirco Paul könnten in den Kader zurückkehren. – Redaktionstipp: 3:1.

Samstag:

KSV Baunatal - Türk Gü. Friedberg 14.30

TuS Dietkirchen - FC Erlensee 15.00

FC Hanau 93 - SV RW Hadamar 15.00

Bayern Alzenau - SV Unter-Flockenbach 15.00

Sonntag:

Viktoria Griesheim - FSV Fernwald 15.00

SV Weidenhausen - Eintr. Stadtallendorf 15.00

SV Neuhof - SC Waldgirmes 15.00

SV Steinbach - FC Gießen 15.00

FC Eddersheim - TSV Steinbach 2 15.00

Eintr. Frankfurt U21 - Rot-Weiß Walldorf 15.00

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