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Auch Raphael Trost und sein TTC Staffel werden sich künftig mit anderen Spielsystemen und Mannschaftsstärken konfrontiert sehen.

Tischtennis

Der schnellste Ballsport der Welt wird anders

Im Tischtennissport könnte es in Zukunft gravierende Änderungen geben, um auf Bundesebene auf einheitliche Spielsysteme zu kommen. Am 20. März tagt der Beirat des Hessischen Tischtennis-Verbandes (HTTV), um über Anträge zu Änderungen der Wettspielordnung zu beraten.

VON ULRICH HADASCHICK

Auf der Tagesordnung steht beispielsweise ein Antrag, der sich mit der Mannschaftsstärke in allen Spielklassen der Männer beschäftigt. So soll ab der Saison 2022/23 in allen Klassen mit Vierer-Mannschaften gespielt werden, wobei die 3. Kreisklasse eine Ausnahme bildet: Hier stehen Dreier- oder Vierer-Mannschaften zur Auswahl.

Auch in sämtlichen Spielklassen der Frauen soll es oberhalb der Bezirksliga nur noch Vierer-Teams geben und unterhalb davon Dreier-Mannschaften zugelassen werden. Keine Veränderungen soll es hingegen im Nachwuchsbereich geben (Jungen 15 und 18: Dreier-Mannschaften; alle Mädchen und Jungen 11: Dreier- oder Zweier-Mannschaften).

Außerdem steht bei der Beiratstagung der Antrag zur Abstimmung, bereits ab der Saison 2021/22 in allen Klassen mit Vierer-Mannschaften nur noch das Bundessystem, und nicht mehr das Werner-Scheffler-System, zu spielen. Dies ist im Nachwuchsbereich bereits der Fall. Im Kreis Limburg-Weilburg wären davon die Frauen-Teams, die auf Hessen- und Bezirksebene spielen, und die 3. Kreisklassen der Männer betroffen, die derzeit noch das Werner-Scheffler-System spielen. 

Im dritten Änderungsantrag geht es um die Austragung der Spiele. Hier soll ab der Saison 2021/2022 in allen Spielklassen beziehungsweise Gruppen, mit Ausnahme der Herren mit Sollstärke Sechser-Mannschaft, alle zum System gehörenden Spiele ausgetragen werden. Die Begründung für die Anträge: Beim Bundestag 2020 war beschlossen worden, dass ab dem 1. Juli 2021 alle Bundesspielklassen mit Ausnahme der Bundesliga ihre Spiele mit Vierer-Mannschaften und in einem einheitlichen Spielsystem (Bundessystem) austragen. Dies ist der erste Schritt zur Einführung eines einheitlichen Spielsystems in Tischtennis-Deutschland.

Kreiswart Thomas Meilinger, der den Tischtenniskreis Limburg-Weilburg bei der Beiratstagung vertritt, möchte aufgrund der Wichtigkeit der Anträge – denn sie beinhalten gravierende Änderungen – das Votum aller Vereine und Organe einholen, um wirklich im Namen des Kreises Limburg-Weilburg abstimmen zu können. Dazu hat er alle Vereinsvorsitzende, Abteilungsleiter/innen, die Mitglieder des Kreisvorstandes, die Spielleiter/innen und die Kreisbeauftragten per E-Mail über die Anträge informiert und bittet um Rückmeldung bis zum 12. März.

Bundes- und Werner-Scheffler-System

Seitdem Tischtennissport wettkampfmäßig betrieben wird, gab es in den Verbänden und auf verschiedensten Ebenen die unterschiedlichsten Spielsysteme und Mannschaftsstärken. Nun soll eine Vereinheitlichung erreicht werden, so dass bei Vierer-Teams nur noch das „Bundessystem“ gespielt werden soll. Dabei kommt es nach zwei Doppelpartien zur Austragung von acht Einzeln; jeder Spieler tritt in seinem Paarkreuz (Positionen 1 und 2 sowie 3 und 4) jeweils zweimal an. Beim „Werner-Scheffler-System“ waren bisher nach den beiden Doppeln die Akteure bis zu dreimal im Einzel im Einsatz. Weitere Systeme gibt es nur noch bei Sechser-Mannschaften, die es künftig nicht mehr geben soll, sowie bei Dreier- und Zweier-Teams (wie etwa in der Bundesliga, bei Frauen und Nachwuchs, im Pokal und bei den Senioren).

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