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Falcons-Kapitänin Gergana Georgieva (links) schaute das Heimspiel am vergangenen Wochenende gegen München mit dick bandagiertem Knie an. Neben ihr Trainer-Filius Jay Brown junior.

Basketball, 2. Bundesliga Damen

Schock-Diagnose für „Geri“, Falcons suchen Ersatz

  • vonGerhard Strohmann
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Mit Gergana Georgieva fällt bei den Bad Homburg Falcons eine Führungsspielerin lange aus. Corona kann dem Zweitliga-Tabellenführer derweil bisher nichts anhaben.

Bad Homburg – Allen Einschränkungen zum Trotz ziehen die Falcons Bad Homburg ihr Ding in der Südgruppe der 2. Basketball-Bundesliga der Damen durch. Vorbehaltlich der Corona-Tests, die am heutigen Freitag von Spielerinnen und Trainerstab zu absolvieren sind, erwartet der Tabellenführer am Sonntag um 16.30 Uhr die Saarlouis/Dillingen Diamonds zum nächsten „Geister-Spiel“ im Primodeus-Park. Die HTG-Abteilung filmt dafür die Partie und überträgt sie über ihren Youtube-Kanal live.

Durch den klaren 76:52-Erfolg am vergangenen Sonntag gegen Jahn München steht das Team von Headcoach Jay Brown und Co-Trainer Bernd Betz mit sechs Punkten und einem beeindruckenden Korbpunktverhältnis von 253:163 (+90) an der Spitze der 2. Liga und hat als einziges der 14 Teams neben dem ASC Theresianum Mainz bereits drei Spiele ausgetragen.

„Wir wollen in unserem Rhythmus bleiben“, ist Brown froh über die Gelegenheit, erneut unter Wettkampfbedingungen antreten zu können. Wenngleich die personellen Voraussetzungen alles andere als optimal sind. Nachdem Julie Spencer ihren Vertrag aufgelöst hat und in ihre Heimat im US-Bundesstaat Washington zurückgekehrt ist und die Spanierin Nerea Garmendia Odroziola erneut berufsbedingt fehlt, fällt nun Kapitänin Gergana Georgieva langfristig aus.

Eine schwere Knieverletzung

Bei der MRT, die nach ihrer am vergangenen Freitagabend beim Abschlusstraining erlittenen Verletzung inzwischen durchgeführt wurde, haben sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet. „Der Innenmeniskus ist kaputt und das Kreuzband gerissen“, beschrieb die 33-jährige Trainerin der Regionalligamannschaft die erschütternde Diagnose.

Ursprünglich sollte „Geri“ bereits am gestrigen Donnerstag in der BGU operiert werden. Sie hat sich jedoch in Absprache mit einem Bad Homburger Arzt sowie dem Abteilungsvorstand der HTG dazu entschlossen, noch eine weitere Meinung hinsichtlich der Behandlung einzuholen. Georgieva möchte ihre sportliche Karriere auf jeden Fall fortsetzen und sie nicht ihrer ersten schweren Verletzung vorzeitig beenden.

„Das ist sehr, sehr bitter für Geri“, ist Brown in Gedanken bei seiner Mannschaftsführerin, die als sein verlängerter Arm auf dem Spielfeld sowie als Ausbilderin der „jungen Wilden“ im Team der HTG Bad Homburg II gleich doppelt in der Verantwortung steht.

„Ich bin bereits dabei, den Markt zu sondieren“, hofft der Coach, dass er den Ausfall von Georgieva (mit Sicherheit bis Saisonende) durch einen Neuzugang halbwegs kompensieren kann. Gesucht wird eine Spielerin für die Positionen vier (Power Forward) oder fünf (Center).

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