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Anna Wächtershäuser kam auf dem Fahrrad gut zurecht, wobei der Wind dafür sorgte, dass es nicht zu heiß auf der Strecke wurde.

Schon bereit für Hawaii

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Neben dem Sindlinger Bernd Müller – das Höchter Kreisblatt berichtete – wird eine weitere heimische Triathletin bei den Ironman-Weltmeisterschaften in Koona auf Hawaii an den Start gehen.

Anna Wächtershäuser hatte sich im vergangenen Jahr für die Halbdistanz-Weltmeisterschaften der Triathleten in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee qualifiziert und dabei auch die Gelegenheit genutzt, zwei Wochen später dort den Ironman über die Langdistanz zu absolvieren.

Mit einer Leistung von 10:52 Stunden qualifizierte sich die Niederin, die vorwiegend in der Schweiz lebt, für die Weltmeisterschaften auf Hawaii. Um sich auf dieses Event vorzubereiten, startete sie beim Ironman in Roth. Und obwohl dort die Bedingungen keinesfalls einfacher sind, verbesserte sie ihre Zeit um weitere 25 Minuten auf 10:25 Stunden. „Das war super. Es lief prima für mich“, freute sich Wächtershäuser, „das Schwimmen war angenehm und nicht zu warm, denn wir sind ja im Kanal und nicht in einem See geschwommen“.

Auch auf dem Rad kam sie gut zurecht, wobei Anna Wächtershäuser wie alle Teilnehmer auch mit dem Wind umzugehen hatte. „Es waren unglaublich viel Leute auf der Radstrecke, und das nicht nur an dem Anstieg zum Solarer Berg, wo ja immer viele Zuschauer sind“, war die Triathletin begeistert von der Stimmung an der Strecke.

Danach ging es für sie auf die Laufstrecke. „Sie musste gegenüber den vorherigen Jahren geändert werden und war ab Kilometer 31 etwas wellig“, berichtete Anna Wächtershäuser, „das wurde dann sehr zäh. Dennoch lief es gut. Ich war sehr positiv überrascht über meine Laufzeit, denn ich war direkt davor nicht so viel gelaufen, weil ich mit Knieproblemen zu kämpfen hatte“.

Wächtershäuser hatte sich in diesem Jahr beruflich eine Auszeit genommen und war von Anfang März bis Mitte Mai auf Mallorca. „Dort habe ich als Fahrrad-Guide Gruppen geführt und ihnen auf Touren die Insel gezeigt“, erzählte sie und hatte so einmal eine ganz andere Möglichkeit gewählt, um auf viele Trainingskilometer zu kommen. „Für mich war es einmal etwas ganz Anderes, aber es hat mir Spaß gemacht und es hat auch funktioniert, wenn ich auf Mallorca auch immer wieder Pausen mit den Gruppen drin hatte, wo wir etwas gegessen oder mal einen Kaffee getrunken haben“, möchte Anna Wächtershäuser diese Erfahrung nicht missen.

Nun fühlt sie sich fit für die Weltmeisterschaften am 13. Oktober in Koona auf Hawaii. Dennoch weiß auch sie, dass es nun in die konzentrierte Arbeit vor dem Saisonhöhepunkt geht.

„Nun gilt es, die Form aufzubauen“, erklärte Anna Wächtershäuser, „jetzt geht es in das spezifische Training. Dabei bewältige ich Intervalle, das ist für mich eine unbequeme Sache. Um meine Form noch einmal zu checken, werde ich noch den Ironman auf der Halbdistanz zu bestreiten. Danach weiß ich, wo ich stehe“. Vor der Weltmeisterschaft geht es dann in die letzte Trainingsphase, um bestens vorbereitet in das wohl härteste Rennen der Welt zu gehen. Und dann – das ist wohl sicher – hat Anna Wächtershäuser wieder viel zu erzählen.

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