Volleyball

Ein Art von Schützenhilfe

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Während die SG Rodheim II durch zwei Siege und die gleichzeitige Niederlage des Spitzenreiters VSG Kassel noch zumindest eine theoretische Chance auf die Meisterschaft in der Landesliga Nord wahrte, bangen die „Oldies“ aus der „Dritten“ nach der dritten 0:3-Pleite in Folge immer mehr um den Klassenerhalt.

Die SG Rodheim II spielte weniger um die eigene, minimale Chance auf die Meisterschaft, als vielmehr darum, zu verhindern, dass die beiden Gäste-Teams Punkte auf die SGR III gutmachen. Mit dem 3:1 (25:14, 25:20, 24:26, 25:15) gegen den Gießener SV sorgten die Gastgeber für den Punkte-Gleichstand zwischen den Uni-Städtern und der eigenen Dritten Mannschaft. Zwar versäumten es Jens Bender, Frank Ettlinger, Max Gaus, Sascha Gornik, Stefan Kann, Marcel Kopperschmidt, Rolf Oberhofer, Dieter Schmitt, Timo Streitenberger und Detlef Zschiesche, den Sack bei eigener 18:5-Führung im dritten Satz zuzumachen, doch sie besannen sich schnell auf ihre Qualität und machten dann im Durchgang vier mit dem Gegner ziemlich kurzen Prozess.

Gegen den TV Neuenhaßlau, gegen den es im Hinspiel nur zu einem 3:2-Erfolg gereicht hatte, war daher mit mehr Gegenwehr gerechnet worden. Nach einem hart erkämpften ersten Satz präsentierten sich die Gastgeber desolat. Einen so schwachen Satz haben die durch die Bank früher schon höher aktiven Routiniers in der laufenden Saison noch nicht abgeliefert. Aber wie schon gegen Gießen besannen sich die Rodheimer auf ihre Klasse. Die Abwehr war nun wesentlich aktiver, die Schmetterbälle rasanter. Es war zwar knapp, doch mit dem 3:1 (25:23, 11:25, 25:22, 25:20)-Sieg konnten die Spieler um Kapitän Stefan Kann dafür sorgen, dass auch Neuenhaßlau noch in der Reichweite der SG Rodheim III blieb.

Ob die Unterstützung so weit geht, dass die SG Rodheim II am kommenden Sonntag (12 Uhr, Sportzentrum) im vereinsinternen Duell direkte Schützenhilfe leistet, wird sich zeigen. Sollte es dazu kommen und einer der Konkurrenten darüber verärgert sein, wäre es vernünftiger, er würde seinen Ärger in Richtung Klassenleiter richten, der es ermöglicht hat, dass dieses Match erst am vorletzten Spieltag auf dem Programm steht. Anschließend wird die SG Rodheim III im zweiten Spiel des Tages auf das erst zweimal siegreiche Schlusslicht SK Driedorf treffen, hinsichtlich des angestrebten Klassenerhalts ist hier Sieg Pflicht.

Beim TV Salmünster waren die Rodheimer jedenfalls chancenlos. Phasenweise konnte man mit den favorisierten Kinzigtalern mithalten, das Fehlen von Steller Martin Kersten, der von Markus Steinhauer nicht vollwertig ersetzt werden konnte, war dann aber doch ein zu großes Handicap. Am Ende stand es aber 3:0 (25:12, 25:21, 25:20) für Salmünster.

„Wir hätten eine 150prozentige Qualität in der Annahme bringen müssen um auch nur ansatzweise eine reelle Chance auf einen Satzgewinn zu bekommen. Wir machten einfach zu viele Eigenfehler“, analysierte Steinhauer, während Kapitän Christian Albrecht in Gedanken schon bei den noch anstehenden Begegnungen war. „Dieses Match müssen wir schnell abhaken. Es gilt, uns auf die drei verbleibenden Aufgaben zu konzentrieren. Gegner wie Driedorf und der mit uns punktgleiche Gießener SV werden jetzt zu Pflichtaufgaben mit Gewinnzwang.“

(löf )

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