Er ist am Sonntag ein Hoffnungsträger für die Schwanheimer: Said Naimi (vorne) Foto: marcel lorenz
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Er ist am Sonntag ein Hoffnungsträger für die Schwanheimer: Said Naimi (vorne)

FUSSBALL, VERBANDSLIGA

Schwanheim braucht dringend Punkte

  • VonAlexander Wolf
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Gegen Eltville muss der Tabellenvorletzte hinten dicht machen

Schwanheim -Im letzten Heimspiel des Jahres wollen die Verbandsliga-Fußballer von Germania Schwanheim ihren vierten Saisonsieg einfahren und so Tuchfühlung zu den Nicht-Abstiegsplätzen schaffen.

"Wir müssen fünf Mannschaften hinter uns lassen", betont Ralf Horst die Schwere der Aufgabe als Tabellenvorletzter. Vier Punkte Rückstand haben die Kicker aus dem Frankfurter Westen nach dem 2:2 beim VfB Marburg auf das rettende Ufer. Obwohl sie in 15 Spielen schon neun Mal verloren haben, glauben sie noch an den Klassenerhalt "Dafür müssen wir aber in den letzten beiden Spielen noch Punkte holen", nimmt Trainer Ralf Horst seine Elf in die Pflicht. Gegen die Spvgg. Eltville bietet sich am Sonntag (14 Uhr) eine nicht ganz ungünstige Gelegenheit. "Der Gegner hat zwar einen Lauf", denkt Horst an die drei Siege aus den letzten fünf Spielen für die Rheingauer, "wenn wir unsere individuellen Fehler endlich mal abstellen und sie auch in der Luft kontrollieren können, haben wir eine Chance."

Vor allem die Torwartposition ist bei den Schwanheimern in den vergangenen Wochen in den Fokus geraten. Lazar Prstojevic ist seit wenigen Wochen Vater und deswegen kaum noch verfügbar. Die für ihn zwischen die Pfosten gerückte neue Nummer eins, Newlove Wagner, lieferte aber bisher noch keine fehlerfreie Partie und leistete sich beim Unentschieden in Marburg gar ein Eigentor. "Wir haben das mit den Jungs und der ganzen Mannschaft ganz klar kommuniziert, dass da etwas passieren muss. Wir gewinnen und verlieren als Team, müssen es aber schaffen, die Hälfte der Gegentore nicht selbst zu machen", meint der Schwanheimer Trainer. Mit 44 Gegentoren stehen die Schwanheimer in dieser Statistik neben Bauerbach (47) und Gießen II (55) als drittschwächster Verbandsligist da. Dabei hat sich mit Ali Douh, Marko Colovejic, Valentin Drettas und Niklas Kiefer eigentlich eine Stamm-Viererkette gefunden. Auch davor agieren die Schwanheimer schon seit Wochen in ähnlicher Besetzung und sollten eingespielt und aufeinander abgestimmt sein.

"Nach vorne bekommen wir auch immer etwas hin", lobt Horst Noah Brämer, Kotaro Nakajima oder Marco Caltagirone. Dass in der Schaltzentrale am Sonntag David Rodriguez wegen seines Platzverweises in Marburg fehlen wird, tut den Schwanheimern besonders weh. "Er war Dreh- und Angelpunkt bei uns und muss ersetzt werden", verrät der Übungsleiter. Vielleicht wird diese Aufgabe dem lange verhinderten Kapitän Said Naimi zukommen. Nach seiner Hochzeitsreise musste der 29-Jährige zuletzt aus beruflichen Gründen passen. Nun hat er aber genügend Trainingseinheiten absolviert, um gegen Eltville mitzuhelfen.

Die Gäste von Trainer Thorsten Lang gewannen jüngst 3:0 gegen Walluf. Nach dem Heimspiel gegen den Tabellensechsten steht am 5. Dezember das finale Spiel bei der SG Walluf an. "Danach wollen wir Kontakt zu den Nicht-Abstiegsplätzen haben und uns personell nochmal anders und besser aufstellen", meint Ralf Horst abschließend. awo

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