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Schwanheim festigt Position im Abstiegskampf

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Von: Michael Löffler

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Sven Kamburg verpasste im Einzel nur knapp eine Überraschung, gewann gegen Eggenstein-Leopoldshafen aber sein Doppel. FOTO: marcel lorenz
Sven Kamburg verpasste im Einzel nur knapp eine Überraschung, gewann gegen Eggenstein-Leopoldshafen aber sein Doppel. © Marcel Lorenz

Mit dem 4:3-Erfolg gegen Eggenstein-Leopoldshafen haben sie drei Punkte Vorsprung

Main-Taunus -Die TuS Schwanheim hat mit dem 4:3-Erfolg gegen den BSV Eggenstein-Leopoldshafen in der 2. Badminton-Bundesliga Süd einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt getan. Mit den zwei Punkten für den 4:3-Sieg gegen den Drittletzten, der als Zehnter auf dem ersten Abstiegsplatz steht und drei Punkte Rückstand auf die Schwanheimer hat, hielt die TuS Schwanheim nicht nur den unterlegenen Gegner auf Abstand, sondern schob sich sogar auf Platz acht vor. Am vorletzten Spieltag tritt Schwanheim beim nunmehr punktgleichen TSV Neuhausen-Nymphenburg II an und kann seine Position weiter verbessern.

Die TuS war einem 6:1 und damit 3:0 Punkten ganz nah. Nina Schäfer hatte gegen Helis Pajuste ein Ball zum 3:0-Sieg gefehlt. "Wenn ich gegen Widersacherinnen spiele, die mir technisch deutlich überlegen sind, muss ich viel laufen, was Kraft kostet", erklärte sie nach der Fünfsatz-Niederlage ihre nachlassende Kraft. Taktisch clever agierend, war die 17-Jährige der estnischen Nationalspielerin drei Sätze lang spielerisch überlegen.

Noch näher einem Überraschungssieg war Sven Kamburg, der mit starker Abwehr und großem Einsatz gegen den Indonesier Andreano Boris nicht nur wie Schäfer den ersten und dritten Satz holte und im zweiten Durchgang einen Satzball knapp neben das Feld setzte, sondern im entscheidenden fünften Satz 6:1 und 10:7 führte, drei Matchbälle vergab und 10:12 verlor.

Als Matchwinner erwies sich Dale Auchinleck. An der Seite von Lukas Engel gewann er souverän das Herren-Doppel, dann sprang er für Daniel Schmidt, der Ziehen in der Wade verspürte und daher einen Einsatz im Mixed nicht riskierte, als Partner von Johanna Goliszewski ein. "Ich spiele sonst bei der Jugend, musste mich ganz schön umstellen. Das Tempo ist viel schneller, am Netz wird viel häufiger energisch dazwischen gefunkt. Ich war schrecklich nervös, an der Seite einer ehemaligen Europameisterin zu spielen", bekannte der 18-Jährige. Doch das hat sich im Verlauf der Partie gelegt. "Ich habe mich auf ihre Spielweise eingestellt, die Laufwege funktionierten immer besser", sagte der im Winter aus Hofheim gekommene Auchinleck, "ich bin ultra-glücklich". Dass er in der Schlussphase die meisten Punkte machte, überging er. Die beiden restlichen Siege besorgten Sven Kamburg/Daniel Schmidt sowie Goliszewski/Schäfer.

Einen Tag zuvor waren die Schwanheimer ohne Johanna Goliszewski, die am Donnerstag nach Polen gefahren war, um von dort ukrainische Flüchtlinge nach Deutschland zu bringen, beim 1:6 gegen den BC Offenburg chancenlos. Für das Highlight aus Schwanheimer Sicht gesorgt hat das zweite Doppel Engel/Auchinleck, das gegen Johannes Discher/Karl Kert nach zwei verlorenen Sätzen eine mental wie spielerisch superstarke Leistung zeigte und im fünften Satz das Duo mit dem estischen Nationalspieler Kert in Grund und Boden spielte. Stark präsentiert hatten sich auch Kamburg/Schmidt gegen die Brüder Lukas und Jonas Burger sowie Nina Schäfer gegen die in 17 Einzelspielen nur zweimal bezwungene Lena Reder, für sie reichte es gegen die haushohen Favoriten aber jeweils zu einem von ihnen nicht erwarteten Satzgewinn.

Der TV Hofheim spielte nur einmal, landete dennoch zwei 7:0-Siege, mit denen er die Tabellenspitze verteidigte. Die ersten drei Punkte gab es kampflos, da TuS Geretsried keine spielfähige Mannschaft hatte, das zweite 7:0 erkämpften sich die Hofheimer souverän gegen TSV Neuhausen-Nymphenburg II. Die Gastgeber boten im ersten Herren-Einzel Nils Discher und im zweiten Doppel David Schäfer/Sebastian Kelch auf, die ihre Matches ebenso sicher wie die etablierten Team-Mitglieder gewannen. löf

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