Tugay Caliskan (rechts) kam von der TuRa Niederhöchstadt zu Germania Schwanheim. FOTO: marcel lorenz
+
Tugay Caliskan (rechts) kam von der TuRa Niederhöchstadt zu Germania Schwanheim.

Fußball,

Schwanheim steht eine schwere Saison bevor

  • VonAlexander Wolf
    schließen

Die Mannschaft hat noch Probleme und muss sich im Zusammenspiel verbessern

Schwanheim -Sie sind auf Wechselbäder der Gefühle eingestellt und wollen in der Verbandsliga eine bessere Rolle spielen als im Vorjahr. Die Fußballer von Germania Schwanheim vertreten den Main-Taunus-Kreis als einziger Sechstligist in der Mitte-Staffel.

"Wir hatten jetzt sieben Wochen Vorbereitung - und die brauchten wir auch", stellt Ralf Horst klar. Der eine Trainer des coachenden Trios mit Andreas Schreier und Dominique Groß ist überzeugt, dass die Mannschaft aus dem Schwanheimer Stadtwald "konkurrenzfähiger ist als noch im letzten Jahr": "Wenn alle 100 Prozent Leidenschaft und Mentalität geben, können wir mithalten."

Neuzugänge machen

Trainern Hoffnung

Fast zehn Monate nach dem zweiten, coronabedingten Saisonabbruch im Herbst 2020 geht es am Sonntag endlich mit der neuen Runde los. Passenderweise treffen die Schwanheimer, die im November letzten Jahres als Vorletzter dastanden und von der Annullierung profitierten, wieder auf den FV Biebrich. "Gegen die haben wir kurz vor dem Abbruch noch 2:3 verloren", erinnert sich Horst, "und auch jetzt wird das ein schweres Spiel gegen einen eingespielten Gegner."

Hoffen auf

die Neuzugänge

Dass die im Sommer 2020 komplett neu aus dem Boden gestampfte Schwanheimer Mannschaft nun mit mehr Erfahrung und einigen vielversprechenden Zugängen in die Runde geht, macht dem Trainerteam Hoffnung. Fünf Abgängen stehen genauso viele Neue gegenüber. Beispielsweise der ehemalige Eddersheimer Hristos Papazois, der in der Offensive viel Potenzial mitbringt. Auch Tugay Caliskan von TuRa Niederhöchstadt oder Alex Czaplok, den Horst noch aus gemeinsamen Zeiten bei Viktoria Kelsterbach kennt, können das Team bereichern. Vorausgesetzt sie sind fit, motiviert und nicht verletzt oder im Urlaub.

"Obwohl wir einen großen Kader mit fast 30 Mann haben, war es in der Vorbereitung manchmal nicht leicht, eine Mannschaft zu stellen", berichtet Horst diesbezüglich von personellen Engpässen. Bei den Testspiel-Niederlagen gegen die SGN Diedenbergen (1:4), die SG Oberliederbach (2:3), die Spvgg. Neu-Isenburg (0:2) und vor allem in der vergangenen Woche gegen Germania Weilbach (0:8) wurde deutlich, dass die Mannschaft alles andere als eingespielt ist und einige Akteure nach längeren Pausen erst wieder in ihren Rhythmus kommen müssen. "Nach dem Sieg gegen die SG Bornheim aus der Verbandsliga Süd dachten wir schon, dass wir auf einem guten Weg sind", spricht der Trainer über das beste Vorbereitungsspiel, "dann gab es gegen Weilbach und auch gegen Nied Rückschläge."

Die Generalprobe gegen den Kreisoberligisten Alemannia Nied endete am Sonntag nach Schwanheimer Treffern von Noah Bremer und Salvatore Paladino mit einem 2:2. "Da ist noch mal klargeworden, dass wir nur eine Chance haben, wenn wir alle alles geben", stellt der Übungsleiter klar.

Noch fehlt die

Kompaktheit im Spiel

Gerade weil seine Schützlinge bei der Fitness ebenso Rückstände haben, wie bei den Automatismen im taktischen 4:4:2-System, müsse dies mit unbedingtem Einsatzwillen, Team- und Kampfgeist ausgeglichen werden. "Wir müssen defensiv und offensiv kompakt zusammenarbeiten", appelliert Horst an alle Spieler, aber besonders an eine Achse aus Leistungsträgern wie Marko Colovevjic in der Abwehr, Said Naimi im Mittelfeld und Noah Bremer ganz vorne. Dass Lazar Prstojevic zwischen den Pfosten stehen wird, ist klar. Schließlich zog sich Torwart-Konkurrent Newlove Meißner beim 0:8 gegen Weilbach eine Fingerverletzung zu und fehlt mindestens noch zwei Wochen. Der spielende Torwarttrainer Dominique Groß steht nur noch im Notfall zur Verfügung. "Sonst ist eigentlich nur Ali Douh am Knie verletzt. Wir werden also schon aus dem Vollen schöpfen können", kündigt Ralf Horst mit Blick auf den Auswärtsstart am Sonntag (15 Uhr) beim FV Biebrich an.

Dann spielen die Schwanheimer um die ersten Verbandsliga-Punkte 2021/22 und vor allem auch für ihren jüngst nach langem Krebsleiden verstorbenen Sportlichen Leiter Jochen Kaufmann. Alexander Wolf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare