+
Einen Schritt schneller als ihre Gegenspieler waren die Schwanheimer oft wie hier Stefan Enders (rechts, gegen den Biebricher Christian Kunert).

Verbandsliga

Der Schwanheimer trifft zwei Mal beim 2:0 gegen den FV Biebrich

  • schließen

Im Duell zweier kriselnder Fußball-Verbandsligisten mit viel spielerischem Potenzial besiegte Germania Schwanheim den FV Biebrich mit 2:0 (0:0).

Der Mann des Tages für die zuvor seit fünf Spielen sieglosen Hausherren war Ahmet Gök. Der Stürmer erzielte nicht nur beide Treffer, um den Negativ-Lauf seines Teams zu stoppen, er lieferte auch sonst ein Spiel ab, das seinen Trainer zu Lobeshymnen veranlasste. „Er war wirklich der überragende Mann und hat den Unterschied gemacht“, lobte ihn Tomas Pelayo.

Zu seinen beiden Treffern holte Gök in der 80. Minute auch noch einen Strafstoß heraus, den Fabian Pfeifer vergab. Darauf konzentrierte sich nach dem fünften Saisonsieg niemand mehr. Goalgetter Gök war in aller Munde: „Er hat wieder einmal gezeigt, wie enorm wichtig er für die Mannschaft ist“, fuhr Pelayo fort, „sein Auftreten, Einsatz und die mentale Stärke sind das eine. Zudem ist er immer anspielbar, schafft Räume für seine Mitspieler und ist vor dem Tor meist eiskalt“.

Nach einer ersten Halbzeit, in der sowohl den Hausherren als auch den Biebrichern anzumerken war, dass sie nach fünf bzw. drei Niederlagen in Serie verunsichert sind, schlug mehrfach Göks große Stunde. Vor dem 1:0 hatte er einem gegnerischen Verteidiger den Ball abgejagt, sprintete unaufhaltsam in Richtung Torwart und schloss sicher zur Germania-Führung ab (60.). „Wir standen aber auch defensiv sehr gut. Das war im Kollektiv eine sehr konzentrierte Leistung“, war Pelayo zufrieden. Der Schwanheimer Trainer musste keine gefährliche Chance der Gäste aus Wiesbaden erwähnen. Vielmehr trat Gök in der 80. Minute wieder in Erscheinung, als er vom gegnerischen Schlussmann Dennis Rothenbächer zu Fall mit einem Faustschlag gegen den Kopf zu Fall gebracht wurde. „Erst hat der Schiedsrichter auf Freistoß für Biebrich entschieden, dann wurde er von seinem guten Linienrichter umgestimmt“, schilderte Pelayo die Szenen vor dem Strafstoß. Weil der Trainer vergessen hatte, dass Schütze Pfeifer und Rothenbächer sich aus gemeinsamen Zeilsheimer Zeiten kennen, nahm er den verschossenen Elfmeter auf seine Kappe. „Gut, dass Ahmet beim 2:0 wieder hellwach war und einen abgefälschten Torschussversuch von Yassin Maingad am langen Pfosten über die Linie gedrückt hat.“

Mit 16 Punkten rangiert Schwanheim auf Platz vier und kommende Woche bei SF/BG Marburg nachlegen. „Biebrich war ein Gegner, der uns liegt, weil sie auch Fußball spielen wollen. Jetzt müssen wir diese Leistung auch gegen anders spielende Gegner auf den Platz bringen“, forderte Pelayo.

Schwanheim: Begher – Mbenoun, Gadziev, Terzic, Enders – Uth, Schlee (75. Kuac), Bogdanovic (65. Eyüp), Pfeifer – Maingad, Gök (85.). Tore: 1:0, 2:0 Gök (60., 85.). Besonderes Vorkommnis: Pfeifer (Schwanheim/80.) verschießt Foulelfmeter.

(awo)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare