Fußball-Hessenliga

Schwarz-Rot gegen Rot-Weiß

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
    schließen

Vorhang auf zur dritten von vier englischen Wochen. In der Fußball-Hessenliga kommt es für die beiden Kreisvertreter zu knackigen Aufgaben. Der TuS Dietkirchen empfängt am Mittwochabend mit Rot-Weiß Walldorf das „Team der Stunde“ (Anstoß: 19.00 Uhr), während der SV Rot-Weiß Hadamar zur gleichen Zeit im Hahn-Air-Sportpark beim SC Hessen Dreieich antritt , bei dem Leon Burggraf verletzungsbedingt fehlen wird.

VON PATRICK JAHN

Ganz nach dem Geschmack von Trainer Thorsten Wörsdörfer war der 3:1-Erfolg gegen den SV Steinbach. Der Trainer meint: „Die Art und Weise, wie wir das Spiel gewonnen haben, war gut. Im Aufbau haben wir kaum Fehler gemacht, und auch gegen den Ball hat die Mannschaft sehr gut gearbeitet. Wir sind zu Hause mehr als nur im Soll.“

Angesichts von zehn Punkten aus den ersten vier Spielen entwickelt sich der Reckenforst wahrhaftig ein Stück weit zur „Festung“. Gut also, dass die heutige Partie gegen Rot-Weiß Walldorf wieder ein Heimspiel ist. Der Tabellenfünfte zählt in dieser Saison sicherlich zum erweiterten Favoritenkreis, hat erst einmal verloren und stellt mit 18 Toren die aktuell beste Offensive der Hessenliga. Thorsten Wörsdörfer weiß: „Als sie mit nur einem Punkt aus zwei Spielen gestartet waren, hatten sie noch Sand im Getriebe. In der Form, in der sie sich seitdem befinden, hatte man sie auch erwartet. Dass Walldorf am Wochenende Türk Gücü Friedberg geschlagen hat, kommt für mich nicht von ungefähr. Sie sind definitiv die Mannschaft der Stunde in der Hessenliga.“

Damit liegt der Trainer richtig, denn 13 von möglichen 15 Punkten aus den letzten fünf Spielen hat in Hessens höchster Amateurklasse ansonsten niemand gesammelt. „Das wird eine besondere Herausforderung für uns. Ohnehin können wir aber in den nächsten drei Spielen völlig befreit aufspielen. Es wäre natürlich schön, wenn wir direkt heute Abend unsere Heimstärke wieder unter Beweis stellen können und bestenfalls auch erfolgreich sind“, sagt „Wörsi“.

In diesen Wochen mit der extrem hohen Belastung dürfen die Verantwortlichen beim TuS Dietkirchen froh sein, von Verletzungen bisher weitgehend verschont geblieben zu sein, denn Rotation wird aktuell bei nahezu jedem Verein großgeschrieben. Ein Fragezeichen steht allerdings noch hinter dem Einsatz von Rückhalt Raphael Laux, der sich mit Knieschmerzen schon durch die zweite Halbzeit in der Partie gegen den SV Steinbach „geschleppt“ hatte. Bein einem Ausfall von Laux könnte Reserve-Keeper Max Gotthardt zwischen die Pfosten rücken. Redaktionstipp: 1:1.

SC Hessen Dreieich - SV Rot-Weiß Hadamar. Durch das letztlich klare 3:0 beim SV Neuhof ist es dem SV Rot-Weiß Hadamar gelungen, sich unter den Top-Teams erst einmal festzusetzen. Zwar ist vor allem in spielerischer Hinsicht weiterhin Luft nach oben, doch durch die tadellose Defensivarbeit haben es die Widersacher der Rot-Weißen schwer, zu Torchancen zu kommen. Angesichts von fünf Siegen aus den ersten sieben Saisonspielen dürfen die Fürstenstädter relativ entspannt zum SC Hessen Dreieich fahren. Trainer Stefan Kühne sieht das ganz genauso: „Wir fahren ohne Druck, aber mit breiter Brust nach Dreieich. Die Jungs haben genug Selbstvertrauen getankt und ich bin gespannt, was Dreieich als einer der beiden Topfavoriten anzubieten hat.“ Beim Tabellenzweiten wird es auf dem Platz kein Wiedersehen mit Top- Stürmer und Ex-Hadamarer Leon Burggraf geben, der sich vor zwei Wochen einen Muskelbündelriss im Adduktorenbereich zugezogen hatte und vorerst ausfallen wird. „Ich werde sechs bis acht Wochen pausieren müssen“, sagt Leon Burggraf.

Trotz Tabellenplatz zwei wirkt der SC Hessen Dreieich zumindest gefühlt nicht so dominant, wie man es vor der Saison hätte erwarten können. Vor allem Spiele gegen vermeintliche Abstiegskandidaten wie Flieden, Griesheim oder Baunatal standen teilweise lange Zeit auf des Messers Schneide – gewonnen wurden sie letztlich dennoch. „Sie haben sehr viele gute Fußballer in ihren Reihen und wollen alles spielerisch lösen. Das kann auch mal ins Auge gehen“, weiß Kühne, wo er mit seiner Mannschaft anzusetzen hat. Und weiter: „Wenn wir es schaffen, an die 100 Prozent zu kommen, warum sollen wir nicht gewinnen? Wir müssen dieses Spiel in puncto Leidenschaft so angehen, als wäre es ein Finale.“ Nachdem in Neuhof lediglich drei Spieler auf der Ersatzbank Platz genommen hatten, entspannt sich die Lage im Hadamarer Lager etwas, denn Mirco Paul kommt nach seiner Sperre zurück, auch Youngster Luca Teller könnte wieder einsatzfähig sein. Redaktionstipp: 2:2.

Hessenliga am Mittwoch:

KSV Baunatal - SGB Fulda-Lehnerz 19.00

FC Erlensee - SV Neuhof 19.00

TuS Dietkirchen - Rot-Weiß Walldorf 19.00

Hessen Dreieich - SV RW Hadamar 19.00

FC Eddersheim - FSV Fernwald 19.30

Buchonia Flieden - Viktoria Griesheim 19.30

FC Hanau 93 - Hünfelder SV 19.30

SV Steinbach - SV Zeilsheim 20.00

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare