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Blickt konzentriert auf die Doppel-Aufgabe am Wochenende: EGDL-Stürmer Marc Zajic.

Eishockey-Oberliga Nord

Schwarze Drachen und Skorpione für die EGDL

Dem spielfreien Sonntag folgt der nächste Doppelpack in der Oberliga Nord für die EG Diez-Limburg. Die Rockets empfangen am Freitag die TecArt Black Dragons Erfurt am Diezer Heckenweg (20 Uhr) und sind am Sonntag beim Ligaprimus Hannover Scorpions (18.30 Uhr) zu Gast.

„Das Wochenende hatten wir kürzlich ja schon einmal in ähnlicher Konstellation“, erinnert EGDL-Cheftrainer Arno Lörsch an die Spiele „zwischen den Jahren“, als man den Scorpions auf heimischem Eis überraschend einen Punkt abknöpfen (3:4 nach Overtime) und in Erfurt drei Punkte entführen konnte (3:2). Vier Punkte aus diesen beiden Begegnungen waren damals überraschend – eine ähnliche Ausbeute an diesem Wochenende wäre nicht weniger ungeplant. Denn die Rockets sind zweimal nur Außenseiter.

Das neue Jahr hat jedoch auch erste Veränderungen mit sich gebracht. Das Team ist noch näher zusammengerückt. Erste personelle Veränderungen wurden vollzogen. So ersetzt Kyle Brothers ab sofort den bisherigen Import-Stürmer RJ Reed, der äußerst beliebt ist bei den Rockets, auch aufgrund einer Verletzung aber nicht sein volles Potenzial abrufen konnte. Brothers ist gesund (Corona-Test negativ) und spielberechtigt, der Kanadier feiert am Freitag sein Debüt. Nicht mehr im Kader steht hingegen Julian Grund – Spieler und Verein gehen getrennte Wege, der Stürmer gehört nicht mehr zum Team des Oberligisten.

Dazu haben die Rockets auch mit Blick auf das Training reagiert, die gemeinsamen Trainingszeiten noch einmal deutlich ausgeweitet (nahezu verdoppelt) – das gilt für Ausdauer-Einheiten wie das Training auf dem Eis. Und auch am Kader wird sich – Stand heute – noch etwas verändern. Die Rockets halten sich derzeit alle Möglichkeiten offen, noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Dazu besteht berechtigte Hoffnung, dass Kapitän Kevin Lavallee im Januar ins Team zurückkehren könnte.

„Gegen Erfurt und in Hannover wollen wir an die guten Ergebnisse aus den ersten Spielen anknüpfen“, sagt Lörsch. „Das wird jedoch unheimlich schwer. Aber wir gehen jedes Spiel an mit der Vorgabe, alles zu geben und das Maximum aus der Partie zu holen. Wir haben gegen beide Gegner schon gezeigt, was möglich ist. Wir müssen aber auch realistisch bleiben: Sowohl Erfurt als auch Hannover haben stark besetzte Kader. Gegen beide Teams wird es sehr schwer.“

Die Scorpions marschieren derzeit – obwohl ersatzgeschwächt – weiter von Sieg zu Sieg in der Oberliga Nord und sind mit 52 Punkten souveräner Spitzenreiter (vor Tilburg mit 36 Punkten). Und Erfurt konnte nach der Niederlage gegen die Rockets von zwei Spielen in Tilburg eines nach Verlängerung gewinnen und zudem unter der Woche Aufsteiger Hamm mit 6:3 schlagen (nach 1:3-Rückstand). Beide Partien werden live bei Sprade TV übertragen.  red

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