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Sebastian Linder, Spielertrainer der HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten.

Handball, HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten

Sebastian Linder beendet seine Karriere

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Das Derby in Ober-Eschbach am Samstag um 19.30 Uhr ist für den Steinbacher Spielertrainer die letzte Partie. Das ihm nachfolgende Duo steht schon bereit.

Wenn die HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten am morgigen Samstag ihr letztes Saisonspiel in der Bezirksoberliga bestreitet, endet eine Ära: Sebastian Linder gilt als einer der besten Handballer aus dem Hochtaunus der vergangenen Jahrzehnte. Im Alter von 35 Jahren wird der frühere Profi von Wallau/Massenheim und Dormagen letztmals auflaufen. Als Spielertrainer der Dreier-HSG tritt er im Derby bei der TSG Ober-Eschbach an (19.30 Uhr).

„Die Entscheidung ist im Laufe der Saison gereift“, sagt Linder, „ich nehme eine Auszeit vom Handball als Spieler und Trainer.“ Eine Rückkehr zu einem späteren Zeitpunkt möchte der Oberurseler nicht ausschließen.

„Wir hätten gerne mit ihm als Trainer weitergemacht“, sagt HSG-Sprecher Jan Ferner, „das sind schon zwei schwere Verluste für uns.“ Der zweite Abgang, den Ferner meint, ist nur ein „halber“. Denn Daniel, genannt „Toni“, Sailler wird nur als Spieler aufhören. Den Trainerposten, denn er aushilfsweise schon des öfteren in dieser Runde ausführte – und „da immer überzeugen konnte“ (Ferner) – wird er sich in der neuen Saison mit Jens Petry teilen. Bis 2009 spielte und trainierte dieser bereits in Kronberg, hielt zu Spielern den Kontakt und versprühe schon wieder seinen positiven Ehrgeiz, freut sich Ferner.

Sailler/Petry sollen einen größeren Umbruch in der Mannschaft begleiten, da wahrscheinlich weitere Spieler aufhören werden. Demgegenüber stünden bereits Neuzugänge für Rückraum Mitte, den Kreis und das Tor fest. Namen möchte Ferner demnächst bekanntgeben. Er glaubt, dass über die mannschaftliche Geschlossenheit weiterhin viel möglich sein kann.

Beim Saisonfinale geht’s für die Gäste als auch die TSG Ober-Eschbach noch um die Plätze sieben bis zehn. Mit einem Sieg würde die Dreier-HSG in der Tabelle noch am Taunus-Konkurrenten vorbeiziehen. Auch für Linders „Co“ Jürgen Reusch wird es die letzte Partie mit der „Ersten“ sein. Er wird mit Malte Bechtold die D-Jugend coachen.

Linder erwartet am Samstag ein Derby, wie er es aus den vergangenen Jahren kennt: „Es war immer umkämpft und knapp, aber nie unfair.“ Für die „fünf richtig coolen Jahre“ bei der HSG, erst als Spieler, dann als Spielertrainer, zeigte sich der frühere Profi dankbar. Aufwand und Ertrag (21:29 Punkte) stünden in einem guten Verhältnis, denn vollzählig habe seine Mannschaft selten trainieren können. Abstiegsgefährdet war die HSG, die eine der besten Abwehrreihen der Liga stellt, trotzdem zum wiederholten Male nicht.

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