Sebastian Ruhm (rechts) steht nach langer Verletzungspause wieder für den Zweitligisten TuS Kriftel auf dem Feld. Sein Bruder Florian Ruhm und Marius Büchi (von links) sind konzentrierte Beobachter. FOTO: mal
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Sebastian Ruhm (rechts) steht nach langer Verletzungspause wieder für den Zweitligisten TuS Kriftel auf dem Feld. Sein Bruder Florian Ruhm und Marius Büchi (von links) sind konzentrierte Beobachter.

Volleyball, 2. Bundesliga

Sebastian Ruhm mit erfolgreichem Comeback

  • Volker Hofbur
    VonVolker Hofbur
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Nach zwei Auftaktsiegen erwartet die TuS Kriftel ein Doppelspieltag in eigener Halle

Kriftel -Mit zwei Siegen ohne Satzverlust sind die Volleyballer der TuS Kriftel glänzend in die Saison der 2. Bundesliga Süd gestartet - so gut wie seit dem Aufstieg vor zwei Jahren nicht mehr. "Wir haben das gut mitgenommen. Die Jungs wissen das aber auch einzuordnen", erklärt Trainer Tim Schön, "wir wissen, woran wir weiter arbeiten müssen. Im Nachhinein haben wir gesehen, dass Hammelburg nicht mehr so stark ist wie in der vorherigen Saison, und wir waren gut".

Zwei Heimspiele - verschiedene Rollen

Am Wochenende erwartet die Krifteler ein Doppelspieltag mit zwei Heimspielen. Am Samstag (16 Uhr) kommt der Titelfavorit Baden Volleys SSC Karlsruhe in die Weingartenhalle, am Sonntag sind es zur selben Zeit die Junioren der Volley Young Stars Friedrichshafen. Zum Spiel gegen Karlsruhe sagt Schön: "Da werden wir noch einmal eine Schippe drauflegen müssen. Die Karlsruher sind neben Gotha der Titelfavorit der Liga. Dabei verfügen sie abgesehen von einem neuen jungen Zuspieler über die gleichen Angreifer wie in der vorherigen Saison."

Doch haben die Krifteler Selbstvertrauen durch die beiden guten Spiele bekommen und treffen auf einen Gegner, der ebenfalls mit zwei glatten Siegen in die Saison gestartet ist. "Wir haben gegen sie nichts zu verlieren und gehen frohen Mutes in die Partie. Die müssen bei uns punkten. Wenn wir aber unsere Leistung bringen und an unser Limit gehen, ist auch für uns etwas drin", ist sich schön sicher. Er weiß, dass Karlsruhe stärker und konstanter aufschlägt und einen sehr großen Block hat. Eine große Rolle wird spielen, wie gut die Krifteler aufschlagen werden.

Gegen Friedrichshafen müssen die Krifteler punkten, wenn der Sieg gegen Hammelburg bestätigt werden soll. "Da müssen wir punkten", sagt Schön, "Friedrichshafen hat beim 3:1 in Mainz gut aufgeschlagen, gegen Hammelburg eher nicht. Wir dürfen uns nicht verrückt machen, wir werden das gewinnen, wenn wir unsere Chancen nutzen".

Lange Leidenszeit

ist zu Ende

In den ersten beiden Partien stand Sebastian Ruhm komplett auf dem Feld. Und das, nachdem er wegen einer langwierigen Schulterverletzung praktisch zwei Jahre kein Spiel bestritten hatte. "Ich bin sehr zufrieden mit seinen Leistungen", freut sich Schön über das gelungene Comeback. "Endlich nach der langen Zeit kann ich wieder spielen", atmet der 23-Jährige auf, "ich hatte eine Entzündung an der Schulter, musste von Grund auf die Haltung ändern und habe viel mit dem Physiotherapeuten auch an der Stabilität gearbeitet". Ende Mai stieg er wieder in die Vorbereitung der Mannschaft ein: "Ich habe sehr dosiert in der Vorbereitung angefangen, immer in Absprache mit dem Physio. Es geht aber immer leichter, wenn man so ein Team hat. Die Jungs haben mir den Einstieg auch leicht gemacht."

Den guten Lauf

mitnehmen

Aber jetzt läuft es wieder gut bei Sebastian Ruhm - der selbst überrascht ist, wie gut es nach der langen Pause wieder geht, "Mainz hatte viele Abgänge, war für uns ein dankbarer Gegner zum Auftakt. Das wollten wir unbedingt gewinnen", blickt Sebastian Ruhm zurück, "in Hammelburg haben wir uns noch einmal deutlich gesteigert. Das Selbstbewusstsein ist da für die weitere Saison". Bedenken angesichts der Doppelbelastung mit zwei Spielen macht er sich nicht: "Am Samstag gehe ich mit hundert Prozent rein. Ich trainiere ja auch zwei Tage voll hintereinander und bin guter Dinge, dass die Schulter hält. Da mache ich mir keine Gedanken." Bisher hat er beide Spiele komplett absolviert. Auch sein Aufschlag funktionierte gut. "Ich versuche, den guten Lauf jetzt mitzunehmen", erklärt Sebastian Ruhm, der seine Ausbildung als Industriekaufmann beendet hat und nun an der Frankfurter Fachhochschule ein Studium im Bereich Business Administration beginnen wird. Unter dieser Voraussetzung wird er den Kriftelern noch einige Jahre erhalten bleiben. Volker Hofbur

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