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Hiergeblieben: Der Nieder Oliver Schorcht will Eintracht/Seckbachs Alexander Weis nicht ziehen lassen.

Handball

HSG Seckbach/Eintracht kommt in letzter Sekunde noch zu einem Unentschieden gegen Nied

Die HSG Sindlingen/Zeilsheim bleibt Spitzenreiter TSG Oberursel II auf den Fersen.

Für die Frankfurter Teams in der Handball-Bezirksliga A Wiesbaden/Frankfurt bot der vergangene Spieltag Licht und Schatten. Während die HSG Sindlingen/Zeilsheim nach einem knappen Heimsieg über die TG Rüsselsheim II den zweiten Platz verteidigte, war die TG Sachsenhausen bei der TSG Eddersheim II chancenlos. Unentschieden trennten sich im Stadtduell die SG Nied und die HSG Seckbach/Eintracht, was sich aufgrund des Spielverlaufs für letztere jedoch wie ein Sieg anfühlte.

HSG Sindlingen/Zeilsheim – TG Rüsselsheim II 25:24 (13:12). – Der HSG-Sieg war letztlich deutlicher, als es das Ergebnis vermuten lässt. Bis zum 16:16 war die Begegnung allerdings völlig offen. Knackpunkt waren rüde Fouls an Johannes Sittig und Maurizio Berti 15 Minuten vor dem Ende, die die Disqualifikation der Rüsselsheimer Günther und Kolbe zur Folge hatten. Die Frankfurter zogen daraufhin auf 25:20 davon (57.), trafen danach aber nicht mehr, sodass die Rüsselsheimer noch zum Anschlusstreffer kamen. „Ausschlaggebend war die starke Deckungsleistung gegen einen durchaus offensivstarken Gegner. Was dennoch durchkam, wurde häufig von Torwart Marc Schneider entschärft“, erklärte HSG-Spieler Cord Eickhoff. Für Sindlingen/Zeilsheim trafen: Sittig (8/1), Neder (5/2), Gemander, Narmanli (je 4), Litsas (1/1), Riemenschneider, Neuberger und Eickhoff.

TSG Eddersheim II – TG Sachsenhausen 39:24 (18:9). – Bis zum 8:7 (15.) blieben die Gäste, die ohne ihren Coach Zarko Jankovic auskommen mussten, mit den Hausherren auf Augenhöhe, in der Folgezeit wurde die Überlegenheit der TSG-Reserve jedoch deutlich. Eine Auszeit der Frankfurter verpuffte völlig wirkungslos und hatte einen 6:0-Lauf des favorisierten Tabellendritten zum 19:9 zur Folge, womit die Partie bereits frühzeitig entschieden war. Zwar konnte der Aufsteiger seine Ladehemmung im Angriff nach dem Seitenwechsel beseitigen, bekam aber weiterhin in der Deckung kaum etwas zu fassen. „Zu Hause hui, auswärts pfui“, heißt es damit bei der TG, die weiter auf den ersten Auswärtspunkt wartet, dafür in heimischer Halle bislang aber die volle Ausbeute eingefahren hat. Für Sachsenhausen trafen: Marx da Fonseca (5), Metzig, Katic, Hassel (je 4), Siebold (3), Voigt (2), Theuerkauf und Fagin.

SG Nied – HSG Seckbach/Eintracht 28:28 (15:16). – In einem durchweg ausgeglichenen Spiel drohte den stark ersatzgeschwächten Gästen, die mit Austermann, Walter und Seifert auf den kompletten Rückraum verzichten mussten, in der Schlussphase die Luft auszugehen. Folgerichtig kam das Team des Trainerduos Michael Egersdörfer/Jürgen Schulze vier Minuten vor dem Ende durch einen Treffer von Sven Sturm zum 27:25. Im Gegenzug pfiff das Schiedsrichtergespann den zum Einwurf bereiten Steffen Sommer wegen Zeitspiels zurück. Der Routinier ärgerte sich über die umstrittene Entscheidung dermaßen, dass er nach einem Foul weiter schimpfte und daraufhin mit einer Zeitstrafe von zweimal zwei Minuten belegt wurde. Trotz Überzahl gelang den Niedern der K.-o.-Treffer aber nicht. Stattdessen nahm HSG-Trainer Klemens Naß den Torwart raus und setzte alles auf eine Karte. Der Ausgleichstreffer durch den in der Schlussphase überragenden Julian Leicht in allerletzter Sekunde wurde dann „wie ein Sieg gefeiert“, erklärte Naß, während sich das späte Remis für das junge Nieder Team eher wie eine Niederlage anfühlte. Für Nied trafen: Sturm (9), Strubelt (6/1), Scheele (5), Becker (5/4), Hamdorff, Broser und Pfortner. Für Seckbach/Eintracht trafen: Leicht (8/1), Bushyla (6/2), Gerspach (5), Merz (4), Sommer (3), Weis und Staudinger.

(ewa)

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