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Lukas Manneck (links), Simon Geisler VfB Ginsheim

Fußball-Hessenliga

3:1 – So sehen Ginsheimer Sieger aus

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Souveräne Ginsheimer, noch mit viel Sand im Getriebe behaftete Griesheimer – heraus kam beim gestrigen Hessenliga-Auftakt folgerichtig ein Dreier des VfB.

Die Konstellation des Hessenligaspielplans hatte ein klein wenig von Déjà-vu: Wie schon im vergangenen Jahr startete die Saison für die Truppe von VfB-Trainer Artur Lemm gegen den Bezirksnachbarn Viktoria Griesheim. Doch der diesjährige Rundenauftakt bot den gut 200 Zuschauern mit dem 3:1-Heimsieg weniger Brisanz als noch letztes Jahr (1:1). Was sich schon während der vergangenen Spielzeit angekündigt zu haben schien. Schloss der VfB sein erstes Jahr in Hessens höchster Spielklasse auf einem starken achten Rang ab, sprang die Viktoria dem Abstieg um nur einen Punkt am letzten Spieltag von der Schippe.

Ähnliche Kräfteverhältnisse zeichneten sich auch beim gestrigen Kräftemessen schon in der ersten Viertelstunde ab. Kaum war die Partie angepfiffen, da machten die Hausherren in Person von Jörg Finger (6.) schon per Strafstoß klar, wo die Reise hingehen sollte. Auch in der Folgezeit waren die Ginsheimer ihren Gästen in allen Belangen überlegen: spielerisch, läuferisch, taktisch hatten die Mannen in Weiß klar die Nase vorne. Mit frühem und aggresiven Pressing, sowie Dynamik und Tempo nach vorne zumeist über die Flügel, sorgten die Gastgeber für Gefahr, wie in der 22. Minute, als im gegnerischen Drittel der Ball erobert und Nils Fischer bedient wurde. Der traf allerdings nur das Außennetz.

Zu diesem Zeitpunkt stand auf der Anzeigetafel bereits die „2“ vor dem VfB Ginsheim. Lukas Manneck drosch eine extrem schwach verteidigte Fisch-Ecke aus gut fünf Metern zentral vorm Tor in die Maschen (17.). Auf der Gegenseite war der Verlegenheitsversuch von Pedro Araujo da Silva ebenfalls nach einem Eckstoß noch das Gefährlichste, das die Gäste zustande brachten (29.). Noch vor dem Pausenpfiff staubte der umtriebige Simon Geisler einen stark parierten Abschluss von Liam Fisch zum 3:0 ab (38.).

Der Spielverlauf im zweiten Durchgang passte sich einfach gesprochen den Temperaturen an; es wurde stetig kühler. Über die längste Zeit hätte man ebenso gut der Sonne beim Versinken zuschauen können, wobei keiner der beiden Mannschaften ein Vorwurf gemacht werden kann.

Die Hausherren mussten nicht mehr zwangsläufig tun, waren schon mit mehr als nur einem Gedanken bei der kräftezehrenden Woche mit drei Spielen, die Viktoria konnte einfach nicht. Der schmeichelhafte Anschlusstreffer zehn Minuten vor Schluss – lediglich Ergebniskorrektur, ebenso wie ein Gastgeschenk seitens Ginsheim.

„Wenn man sich beim Stand von 3:0 so ein Ding einfängt, es am Ende aber gutgeht, kann man sich das erlauben“, kommentierte VfB-Trainer Lemm die überhebliche Defensivaktion, die zum 3:1-Gegentreffer führte. „Doch wenn es blöd läuft, fällt noch ein Standard hinten rein und dann wird es nochmal unruhig“, ergänzte Lemm und verbittet sich in den kommenden Spielen ähnlich unnötige Gegentore. Spielanlage und Verständnis untereinander dürften den Übungsleiter ansonsten sehr zuversichtlich stimmen– wenngleich die Viktoria für einen echten Gradmesser noch zu viele Abstimmungsprobleme offenbarte – wen wundert es nach diesem personellen Umbruch vor der Saison.

VfB Ginsheim: Langenstein – Wagner (86. Lee), Finger, Thomasberger, Dawit – Fisch (66. Murata), Manneck, Eren, Siegert – Fischer, Geisler (76. Amoako).

Viktoria Griesheim: Koob – El Fahfouhy, Tatchouop, Muhic, da Silva (79. Dimter) – Volk, Jakubovic (46. Arslan), Muhl, Paraschiv, Kazimi (59. Kresovic) – Stork.

SR: Glaser (Wiesbaden). – Zuschauer: 200. – Tore: 1:0 Finger (6./FE), 2:0 Manneck (17.), 3:0 Geisler (38.), 3:1 Volk (80.).

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