Vor drei Jahren war Eryk Kaluzinski für die TSG Münster noch in der Oberliga im Einsatz. foto: lorenz
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Vor drei Jahren war Eryk Kaluzinski für die TSG Münster noch in der Oberliga im Einsatz.

Handballer Eryk Kaluzinski

Sein Sport bleibt ein Teil seines Lebens

  • Volker Hofbur
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Eryk Kaluzinski ist jetzt als Trainer tätig - In Münster ging es bergauf

Liederbach -Vor mehr als 20 Jahren kam Eryk Kaluzinski aus Anspach zum damaligen Handball-Regionalligisten TSG Münster. Zu diesem Zeitpunkt dachte der junge Rückraumspieler nicht daran, dass er dort seinen neuen Lebensmittelpunkt finden würde.

Aufgestiegen und

Torjäger in Münster

Sechs Jahre blieb Kaluzinski in Münster, mit der Krönung, Torschützenkönig der 2. Bundesliga Süd geworden zu sein. Danach wechselte er zu TuSem Essen, es ging weiter über Eintracht Hildesheim, TV Leichlingen, HSV Hannover und den ThSV Eisenach, mit dem ihm wie in Essen der Aufstieg in die Bundesliga gelang.

Danach kehrte Kaluzinski nach Münster zurück, wo er mit seiner Erfahrung eine junge Mannschaft in der Oberliga führen sollte. Nach einem kurzen Gastspiel beim TV Gelnhausen half er noch einmal in Münster in der Saison 2017/18 aus. Insgesamt waren es sieben Jahre mit vielen Höhepunkten, die er bei der TSG Münster aktiv war.

Trainer beim

Aufsteiger

Seit dieser Saison hat er nun einen neuen Weg eingeschlagen. Der Inhaber einer B-Trainerlizenz, die er vor elf Jahren erfolgreich absolviert hatte, wurde angesprochen, ob er nicht die TGS Niederrodenbach nach ihrem Aufstieg in die Landesliga Süd übernehmen wolle. "Ich habe mich entschieden, dass ich das übernehme", erklärte der heute 44-Jährige, "ich habe die gesamte Vorbereitung mit der Mannschaft absolviert. Wir haben am 1. Juni angefangen, dann kam am ersten Spieltag die Spielabsage - und dann wurde alles abgesagt. Das war ganz schlimm für uns alle. Corona nervt unheimlich. Jetzt ist die Saison gelaufen". Auch gab es zuletzt keine Möglichkeit, seine B-Lizenz mit einer Fortbildung zu verlängern. Auch als Trainer ist der 44-Jährige immer noch in einem guten körperlichen Zustand. "Ich halte mich persönlich fit, habe auch im Training mitgemacht. Sonst gehe ich joggen und mache Kraftübungen. In der Vorbereitung habe ich die Kraftzirkel mitgemacht. Es juckt immer noch in den Fingern. Dennoch widersteht er der Versuchung, als Spielertrainer wieder auf das Feld zu gehen. "Auf dem Feld kannst du keine Spielsteuerung machen. Ich habe zwar einen Co-Trainer, aber ich wollte mich auf das Traineramt konzentrieren. Aber man sollte nie Nein sagen", möchte Eryk Kaluzinski lieber an der Seite des Spielfeldes bleiben, um den Überblick über das Spielgeschehen zu behalten.

Auch in der kommenden Saison wird er Trainer beim Landesligisten bleiben. "Die Verantwortlichen haben mir gesagt, dass sie mit dem sehr zufrieden waren, was ich in der Vorbereitung gemacht habe. Man musste sich ständig auf etwas einlassen", erklärt Kaluzinski, "vor drei Wochen haben wir miteinander telefoniert". Der Mannschaft hat er Pläne geschickt und mit den Spielern telefoniert. "Die Spieler wissen, dass sie etwas machen müssen, um etwas erreichen zu können", baut er auf die Disziplin seiner Akteure.

Die Verbindung zu seinem Heimatverein TSG Münster hat Kaluzinski nie abreißen lassen. "Ich habe erst neulich mit Daniel Wernig telefoniert, mit dem ich in der Zweiten Bundesliga zusammengespielt habe. Wir haben ein Trainingsspiel ausgemacht, wenn es irgendwann einmal wieder möglich sein wird. Auch mit dem Josef Embs, der in Münster mein Trainer war, habe ich noch Kontakt. Denn wir brauchen nach der langen Pause unbedingt Spiele und Praxis", erklärt der frühere Rückraumspieler. Auch mit seinen ehemaligen Mitspielern hat Kaluzinski noch Kontakt.

Inzwischen wohnt Eryk Kaluzinski in Liederbach. Nach seiner Rückkehr aus Eisenach ist er in die Firma seines Schwiegervaters eingetreten, die inzwischen seine Frau leitet. "Ich bin bei meiner Frau angestellt. Wir fertigen Einbauschränke und arbeiten vorwiegend in Frankfurt und Wiesbaden", erklärt Kaluzinski, "das mache ich jetzt seit sieben Jahren und es macht mir Spaß". Und er kann seinen Job mit seinem Handballsport gut unter einen Hut bekommen. Volker Hofbur

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