Selbst in Dubai wird mitgefiebert

Kein Gegentor – so steht’s auf dem Wunschzettel von Massenheims Trainer Stefan Geppert. Der Gegner hofft derweil auf einen neuerlichen Sahnetag.

Die Kassierer können sich freuen: Wenn Petrus mitspielt, dann erwartet der FC Hessen Massenheim heute Abend zum ersten „Relegationsspiel Kreisoberliga/Kreisliga A“ gegen den Friedberger A-Liga-Dritten TuS Rockenberg rund 500 Zuschauer. Der FC Hessen genießt im heutigen Hinspiel, dessen Anstoßzeit von 19.30 auf 20.15 Uhr verlegt wurde, Heimvorteil. Das Rückspiel wird dann am Montag – ebenfalls um 20.15 Uhr – in Rockenberg angepfiffen.

„Meine Jungs und ich, wir haben immer daran geglaubt, dass wir zumindest noch die Relegation erreichen“, sieht sich Massenheims Trainer Stefan Geppert bestätigt, wenn es auch im März und April ganz nach Abstieg in die A-Liga ausgesehen hatte. Nur ein einziges Tor hatte dann beim letztwöchigen 2:0-Sieg in Groß-Karben gefehlt, und die „Hessen“ hätten sich sogar noch auf direktem Wege in der Kreisoberliga in Sicherheit gebracht. Heute Abend gegen TuS Rockenberg will man die starken Leistungen und Ergebnisse aus der Rückrunde einmal mehr bestätigen. „Ein Sieg, am besten zu null, das wäre ideal fürs Rückspiel“, schwebt Geppert als Wunschergebnis vor.

Zu ersetzen haben die Massenheimer im Duell mit dem Club aus dem nördlichsten Wetterau-Zipfel allerdings zwei Aktivposten: „Sechser“ Constantin Probst, der noch leicht angeschlagen ist, sowie Mittelfeldspieler Kevin Kühn, der zurzeit in Dubai weilt. Während Probst für das Rückspiel am Montag wieder eingeplant wird, fällt Kühn auch dann noch aus.

Beide Trainer bleiben

Auf Rockenberger Seite muss Trainer Volker Heerdt, der wie auch Kollege Geppert „klassenunabhängig“ für die kommende Saison bereits fest zugesagt hat, ebenfalls zwei Spieler ersetzen: Marcel Mohr und Gerrit Miller plagen sich mit muskulären Problemen herum. „Ein Unentschieden heute Abend wäre ein Traum“, betont Rockenbergs Abteilungsleiter Torsten Liebig. Er sieht den FC Hessen Massenheim als „ganz klaren Favoriten – da er ja nur deshalb noch in die Relegation muss, weil es in der Kreisoberliga heuer gleich vier Direktabsteiger gibt“. Mit ihren 40 Punkten, darunter ja zuletzt auch Sieg bei Meister Türk. SV Bad Nauheim, seien die Massenheimer eigentlich eine Nummer zu groß für eine Relegationsrunde.

Rockenberg machte seinen Einzug in die Relegation mit einem abschließenden 4:0-Sieg im A-Liga-Saisonfinale beim Traiser FC perfekt. „Ich kenne die Massenheimer mit ihren torgefährlichen Timo Hofmann und Nicky Baum noch aus gemeinsamen KOL-Tagen“, sagt Liebig, „das waren immer spannende Duelle – meist mit Massenheimer Happy End.“ Rockenbergs Spielausschussboss Bernd Sulzbach: „Das sind jetzt zwei Bonusspiele für unsere Jungs. Sie sollen einfach nur das Beste daraus machen. Wir verspüren null Aufstiegsdruck – schon gar nicht angesichts der Infrastruktur unseres Vereins.“

Herbert sagt Lebewohl

Gespannt darf man darauf sein, wie sich der in den letzten fünf Meisterschaftsspielen vom Manndecker zum Stürmer umfunktionierte Ramon Benk präsentieren wird: „Wenn wir uns in der Form zeigen wie beim 4:0 vor 400 Zuschauern in Trais, dann können wir auch heute Abend in Massenheim etwas ausrichten“, glaubt Liebig. Einen fixen Abgang haben die Rockenberger allerdings bereits vor Anpfiff der Relegation: Dominik Herbert wird sich in jedem Fall Kreisoberligist SV Steinfurth anschließen. gg

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