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Jubel auf dem Balkon: Die Spieler der SG Selters haben noch die Chance zum Aufstieg. Sie gehen in die Aufstiegsspiele.

Fußball-Kreisoberliga Limburg-Weilburg

SG Selters: Nerven wie Drahtseile

Die Entscheidungen in der Fußball-Kreisoberliga Limburg-Weilburg sind gefallen: Die SG Selters spielt um den Aufstieg; Eschhofen geht in die Abstiegsrelegation.

Die SG Selters um Trainer Patrick Jahn feiert in der Fußball-Kreisoberliga Limburg-Weilburg nach einem ganz starken Schlussspurt durch den Sieg über Winkels/Probbach/Dillhausen den Einzug in die Aufstiegsrelegation zur Gruppenliga Wiesbaden. Das erste Spiel steigt am Donnerstag, 30. Mai, 13 Uhr, in Niederselters gegen den SV Hallgarten. Der TuS Frickhofen verpasste dadurch zwar die Aufstiegsrelegation, kann sich nun aber weiter auf den Aufbau einer jungen, schlagkräftigen Truppe konzentrieren. Am anderen Ende der Tabelle muss der VfL Eschhofen nach der Niederlage gegen die SG Weinbachtal in die Abstiegsrelegation zur A-Liga. Dort müssen die Eschhöfer am Sonntag, 2. Juni, 15 Uhr, nach Waldernbach zum TuS. Ansonsten landeten Meister SG Niedershausen/Obershausen bei der TuS Lindenholzhausen und die TSG Oberbrechen zu Hause gegen den TuS Obertiefenbach Kantersiege.nsp

SG Selters – SG Winkels/Probbach/Dillhausen 2:0 (0:0). Selters verbuchte im ersten Durchgang ein klares Chancenplus, versäumte durch Moritz Steul (12.), Dominic Voss (15., 21., 38.) und Yannik Walli, dessen Schuss noch spektakulär von der Linie geklärt wurde (20.) aber eine durchaus verdiente Führung. Die Oberlahner wirkten dennoch hochmotiviert, hatten bis auf einen 18-Meter-Schuss von Louis Schlicht, der links vorbei ging, aber offensiv nichts zu bestellen. Nach der Pause wurden die Torchancen zu rar, Winkels/Probbach/Dillhausen hatte durch Sascha Reitz aber einen gefährlichen Abschluss zu verzeichnen (49.). In der letzten halben Stunde zogen die Selterser das Tempo noch einmal an und wurden gerechtermaßen belohnt: Nils Toffeleits Hereingabe von der linken Seite lenkte Adrian Schäfer unglücklich ins eigene Tor zum 1:0 (71.). Ab diesem Zeitpunkt setzten die Gäste alles auf eine Karte, während Selters Konter um Konter fuhr. Einen davon netzte Moritz Steul zum entscheidenden 2:0 ein (83.), nachdem Dominic Voss per Heber das Tor noch verfehlt hatte (83.). Letztlich war der Sieg vollauf verdient und beschert den Seltersern tatsächlich einen unfassbaren Erfolg, mit dem nicht zu rechnen war. 

Selters: Schardt, M. Stähler, Müller, Toffeleit, Baus, S. Stähler, Maurer, Steul, Pabst, Walli, Voss (Vollbracht, Jeck, Freppon) – Winkels/Probbach/Dillhausen: Mann, Sahm, Meuser, Schlicht, Kopf, Fritz, Schauer, Schäfer, Klein, Imherr, Reitz (Jung, Dorth, Wolf) – SR: Ebeling (Rüdesheim) – Tore: 1:0 Adrian Schäfer (71./ET), 2:0 Moritz Steul (84.) – Zuschauer: 200. 

FCA Niederbrechen – FC Waldbrunn 2 3:4 (2:1). Nach einer schönen Kombination über Tillmann Stillger und Janik Flögel landete der Ball bei Pascal Litzinger, der aus wenigen Metern zum 1:0 vollendete. Die Alemannen blieben aktiv und kamen wiederholt gefährlich vor das Tor der Waldbrunner. Folglich gelang es dem FCA, die Führung auszubauen. Erneut war es Janik Flögel, der mit einer Flanke Pascal Litzinger bediente. Dieses Mal nahm er den Ball aus 16 Metern volley und jagte ihn unhaltbar ins Eck. Doch die Westerwälder gaben sich nicht auf und kamen noch vor der Pause zum Anschluss: Marius Mühl schloss mit einem strammen Schuss zum 2:1 ab. Der FCW erarbeitete sich nach der Pause eine Vielzahl an Chancen, mit denen er aber sehr leichtfertig umging und der Ausgleich noch auf sich warten ließ. Nach knapp 70 Minuten war es soweit: Nach einem langen Ball war Marius Mühl frei durch und schob zum 2:2 ein. Zehn Minuten vor Schluss gelang es den Gästen sogar, die Partie endgültig zu drehen. Der eingewechselte Luca Mühl stand nach einer scharfen Hereingabe genau richtig und schob zum 2:3 ein. Wenige Minute später erhöhte Nico Hölzer sogar auf 2:4. Praktisch mit Abpfiff gelang Torben Feiler noch der Anschlusstreffer zum 3:4. 

Niederbrechen: Y. Schneider, Frei, Huber, Ratschker, Zenz, Königstein, Steiner, Ludwig, Litzinger, Stillger, Flögel (Niggemann, Flügel, Schwarz, T. Schneider, Feiler, Stein) – Waldbrunn: Quast, J. Form, Schäfer, Hölzer, Born, Jede, Ortseifen, M. Mühl, Traudt, Türk, Henrich (R. Form, Stähler, L. Mühl) – Tore: 1:0 (17.), 2:0 (34.) beide Pascal Litzinger, 2:1 (42.), 2:2 (69.) beide Marius Mühl, 2:3 Luca Mühl (78.), 2:4 Nico Hölzer (80.), 3:4 Torben Feiler (90.). 

TuS Dietkirchen 2 – SG Merenberg 1:1 (0:0). Noch ehe man das Spiel „lesen“ konnte, stand es durch einen flachen 16-Meter-Schuss von Orendi 0:1. Keine zwei Minuten später schüttelte Bergs mit dem 1:1 aus halbrechter Position im Strafraum den Schock aus den Gliedern. Mit zunehmender Spieldauer nahm der TuS durch überzeugendes Pressing Merenberg den Schwung aus den Angriffen. Einzige nennenswerte Aktion in der ersten Halbzeit war der Kopfball von Dine nach Ecke, der knapp am Tor vorbeistrich. In der zweiten Halbzeit konnte Dietkirchen mit dem zwölften Mann namens „Glück“ das Spiel mit 1:1 zu Ende bringen, nachdem Gotthardt einen 20-Meter-Schuss sensationell aus der oberen rechten Ecke noch an die Latte gelenkt hatte (80.), ein Kopfball an die Latte knallte (82.) und ein weiterer Aluminium-Treffer von Scarlatescu ebenfalls nicht das Ziel fand (86.). Der TuS Dietkirchen war gerettet. 

Dietkirchen: Gotthardt, Schmitt (10. Seker), Nennstiel, Lang (45. Waibel), Lengwenus, Dine, Gashi (76. Lang), Bernhardt, Bergs, Jost – Merenberg: Jusmann, Dübel (76. Simon), Elenschläger, Orendi, Scarlatescu, Kakui, Meuser, Schmechel, Hoffmann, Higuchi, Sato – SR: Wego – Tore: 0:1 Sebastian Orendi (2.), 1:1 Nils Bergs (4.) – Zuschauer: 50. 

TuS Lindenholzhausen – SG Niedershausen/Obershausen 1:5 (0:4). Das Spiel ein Spiegelbild der gebrauchten Saison für die TuS. Schon in der 2. Minute verteilte die Heimabwehr mit einem fatalen Fehlpass ein Geschenk, und der Meister schob ungefährdet zum 0:1 ein. Als dann in der 10. Minute Julius Hain die Rote Karte wegen einer Notbremse sah, war die Messe frühzeitig gelesen. In der Folge erspielten die Oberlahner sich permanent Chancen und erhöhten bis zur Pause auf ein komfortables 0:4. Die „Hollesser“ steckten nicht auf und belohnten sich in der 51. Minute mit dem Ehrentreffer. Die Kombinierten verloren dennoch nie die Spielkontrolle, beließen es bei den sommerlichen Verhältnissen jedoch bei einem weiteren Treffer in der 72. Minute. Der souveräne Schiedsrichter Neiss pfiff pünktlich zur Meisterfeier der SGNO ab. „Herzlichen Glückwunsch unsererseits zur Meisterschaft ins Kallenbachtal“, ließ Lindenholzhausen vernehmen. 

Lindenholzhausen: S. Schmitt, J. Fachinger, Hain, Machoczek, J. Becker, E. Fachinger, Jung, D. Becker, Wünsche, Celik, Gabb (Bleutge, F. Jung, Röhrig, Lohmann) – Niedershausen/Obershausen: Huttarsch, Abel, St. Goßmann, Becker, Fischer, Kretschmann, Steckenmesser, Fe. Klaner, Flo. Klaner, Schaffarz, Singe (Zipp, Geyer, B. Gossmann) – SR: Neiss (Hohenstein). 

TSG Oberbrechen – TuS Obertiefenbach 5:1 (0:1). Die erste Halbzeit bot den Zuschauern nur sehr wenige Highlights. Nach 40 Minuten bekamen die Beselicher einen Foulelfmeter zugesprochen, nachdem Münkel einen Akteur der TuS zu Fall gebracht hatte. Er erwischte zwar die richtige Ecke, doch zum Parieren war dieser zu gut geschossen. Nach der Halbzeit zeigte sich die TSG mit einem komplett neuen Gesicht. Christian Michel machte das, was sich viele Spieler in ihrem Abschiedsspiel wünschen, und erzielte einen Doppelpack binnen zwei Minuten. Damit stellte er das Spiel komplett auf den Kopf. Nach 66 Minuten erhöhte Wirbelwind Mohammed Amin al Mohammad auf 3:1. Andreas Weyl netzte mit seinem ersten Ballkontakt zum 4:1 ein. Gleichzeitig verabschiedete er sich für fünf erfolgreiche Jahre als Spielertrainer bei der TSG Oberbrechen. Simon Leimpek sorgte nach 86 Minuten für den 5:1-Endstand.

Oberbrechen: Münkel, Rudloff, Schneider, Weyl, Schönbach, Bucak, F. Eufinger, T. Kremer, Leimpek, Michel, al Mohammed (E. Eufinger, K. Kremer, Stricker, Wagner) – Obertiefenbach: Mink, F. Leber, T. Leber, Pirzkall, Aktas, Günzl, Cakir, Jeuck, Alickovik, Handeck, Schäfer (Schmitt, Göttlicher, Polonio) – Tore: 0:1 Bünyamin Cakir (41.), 1:1 Christian Michel (46.), 2:1 Christian Michel (48.), 3:1 Mohammed Amin al Mohammad (66.), 4:1 Andreas Weyl (86.), 5:1 Simon Leimpek (89.) – SR: Ingmar Schnurr – Zuschauer: 100. 

SC Offheim – SG Oberlahn 4:2 (3:1). Das Spiel bot über weite Strecken ganz ansehnlichen Sommerfußball. Der SCO legte los wie die Feuerwehr und führte nach 19 Minuten verdient durch einen Doppelschlag von Nico Weber (1./18.) und Dominik Schwertel (19.). Danach schalteten die Offheimer gleich zwei Gänge zurück, und die Oberlahner kamen durch einen Elfmeter, den Marian Dillmann überlegt verwandelte, zum 3:1. Doch schon in der 46. Minute erzielte Nico Weber seinen dritten Treffer. Das Tor von Loris Ketter in der 84. Minute war nur noch Ergebniskosmetik. Damit ging die Saison mit einem verdienten Sieg der Hausherren zu Ende. 

Offheim: Bohland, Müller, Hoferichter, Gerner, Komorek, Klaus, Groß, Breidenbach, Weber, Schwertel, Kunz (Schlitt, Deutesfeld, Bünning, Heibel, Patz) – Oberlahn: Zimmermann, Kühmichel, Dombach, Boghian, Ma. Ketter, Lo. Ketter, Dillmann, Cromm, Orbita, Kopp, Heumann (Heimann, Ludwig, Winkler) – Tore: 1:0 (1.), 2:0 (18.), 4:1 (46.) alle Nico Weber, 3:0 Dominik Schwertel (19.), 3:1 Marian Dillmann (30./FE), 4:2 Loris Ketter (84.) – SR: Joerg Coenen. 

TuS Frickhofen – VfR Limburg 07 1:0 (0:0). Limburg hatte in einer umkämpften Partie in der 11. Minute durch Mghebrishvili die erste Chance, sein Schuss ging aber am Tor der Heimmannschaft vorbei. In der ereignisarmen Partie verfehlte Frickhofens Fabian Schmidt in der 35. Minute knapp das Tor. Beide Mannschaften verloren in der Spieleröffnung viel zu schnell den Ball, so dass auf beiden Seiten überhaupt kein Spielaufbau zustande kam. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. In der 68. Minute traf Henos Tesfai für Frickhofen den Pfosten. Nach 75 Minuten sah Limburgs Mghebrishvili Gelb-Rot. In der 87. Minute erzielte Fabian Schmidt mit einem schönen Schuss das nicht unverdiente 1:0 für den TuS. 

Frickhofen: Schwab, Korkmaz, Arazay, Gotthardt, Hannappel, Kuhn, Vey. Altuntas, Tesfai, Jnid, Kaya, Schmidt (Jragazpanian, Tsobanidis, Ved. Altuntas, Schmidt, Martin) – Limburg: Darda, Lumoneka, Weis, Lu. Bühn, Heimann, Le. Bühn, Nemirowitsch, Yesiltas, Janke, Mghebrishvili, Vielsaecker (Goliasch, Siebig, Qurbani) – SR: Erik Vardanjan (Bad Camberg) – Zuschauer: 80 – Tor: 1:0 Fabian Schmidt (87.). 

SV Mengerskirchen – SG Ahlbach/Oberweyer 0:4 (0:2). Mengerskirchen erwischte den besseren Start, konnte aus seinen wenigen Chancen allerdings keine Tore erzielen. Gerade bei Standardsituationen war jedoch die Meilelf dem SVM klar überlegen. So erzielte Bünjamin Yildirim innerhalb von zwei Minuten zwei sehr gute Kopfballtore und stellte die Weichen auf Auswärtssieg. Nur kurze Zeit nach Wiederanpfiff war es wieder der „luftstarke“ Bünjamin Yildirim, der sein drittes Kopfballtor in diesem Spiel erzielte und damit zur Vorentscheidung traf. Mitte der zweiten Halbzeit setzte Steffen Schäfer dann noch einen drauf und traf zum 4:0-Endstand. Aufgrund der Leistungen ein auch in der Höhe gerechtes Ergebnis. 

Mengerskirchen: Ertogrul, Zenbil, Schätzle, Silva Maurizio, Silva Claudio, Henkes, Müller, S. Wagner, Busch, Hölzer, D. Wagner (Malzon, Heinrichs, Klebach) – Ahlbach/Oberweyer: Weimer, Sancak, Schmidt, Gross, Reitz, Yildirim,Zouaoui, Schäfer, Subasi, Knopp, Klingebiel (Kaiser, Kocakaya, Jung) – SR: Svenja Schmidt – Tore: 0:1 (34.), 0:2 (37.), 0:3 (47.) alle Bünjamin Yildirim, 0:4 Steffen Schäfer (59.) – Zuschauer: 120. 

SG Weinbachtal – VfL Eschhofen 2:1 (1:0). Bei der SG Weinbachtal ging es um nichts mehr, dennoch wollte man den verabschiedeten Spielern einen würdigen Abschied gewähren. Voll konzentriert begannen die Weinbachtaler das Spiel und gingen durch einen Kopfballtreffer nach Ecke durch Matthias Hardt in Führung. Der VfL brauchte einige Zeit, um sich von dem frühen Schock zu erholen. Pech hatten die Eschhöfer nach einem Pfostentreffer von Luca Weber (12.) und einem Kopfball von Maurice Voss, der knapp neben das Tor ging. Nach der Pause erwischte die SG wieder den besseren Start, ohne allerdings Profit daraus zu schlagen. Die Mannen aus Eschhofen waren zum Siegen verdammt und warfen nun alles nach vorne. Hoffnung keimte auf, als Marius Jung in der 75. Spielminute ausglich. Weinbachtal verlagerte sich nun aufs Kontern und nutzte einen dieser Vorstöße in der 90. Minute zum 2:1-Siegtreffer durch Erdal Can, der mustergültig von André Büchling bedient wurde. Weinbachtals Berichterstatter beschreibt die Situation wie folgt: „In einer ansonsten fairen Partie wurde nun Schiedsrichter Dalef zum Hauptdarsteller. Neun Minuten Nachspielzeit sind selbst in England nicht gerade üblich. Nachdem drei Minuten davon schon gespielt waren, kam es zu einer Situation im heimischen Strafraum, in der Torwart Höhnel den Ball bereits in seinen Händen hatte und der gegnerische Stürmer leicht nachstocherte. Nach einem kleineren Gerangel zwischen den Spielern zeigte Dalef Sebastian Caspari wegen Schubsens Rot und André Burger wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte zum Entsetzen aller Beteiligten.“ 

Weinbachtal: Höhnel, Trojak, Caspari, Kremer, Hardt, Langer, Zwitkowicz, Staudt, Oesterling, Burger, Kratzheller (Can, Büchling, Sahin) – Eschhofen: Schmidt, Jung-König, Stiller, Muth, Leukel, Weber, M. Jung, T. Leukel, Krmek, Voss (Weil, Möller, Stahl, Becker, Stein, Zell) – SR: Dalef (Heringen) – Tore: 1:0 Matthias Hardt (8.), 1:1 Marius Jung (75.), 2:1 Erdal Can (90.) – Rot: Sebastian Caspari (W./93.) – Gelb-Rot: Andre Burger (W./93.) – Zuschauer: 120.

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