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Sensation: Der TTC Elz ist Deutscher Pokal-Vizemeister

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Von: Marion Morello

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Die Mannschaft des TTC Elz präsentiert sich mit ihren mitgereisten Fans.
Die Mannschaft des TTC Elz präsentiert sich mit ihren mitgereisten Fans. © Ulrich Hadaschick

Der TTC Elz hat die Sensation geschafft: Das Team wurde in Hamm/Westfalen neuer Deutscher Pokal-Vizemeister.

Ein kräftezehrendes Turnier ging in Hamm/Westfalen bei den Deutschen Tischtennis-Pokalmeisterschaften über die Bühne. Das galt besonders für Oberliga-Aufsteiger und Hessenpokalsieger TTC Elz im Wettbewerb A, der sensationeller Vizemeister wurde. Qualifiziert waren die 20 Verbandspokalsieger, und die mitgereisten Fans waren nicht nur von der Atmosphäre begeistert und verspürten bei der Finalvorstellung „Gänsehaut pur“, sondern auch von den Leistungen und dem Kampf ihres Teams. Erst im Finale wurde sein Siegeszug vom Oldenburger TB beendet.

Der TTC Elz trumpfte hatte in seiner Gruppe groß aufgetrumpft. Kam der erste Sieg gegen Rostock, das nicht angereist war, noch kampflos zustande, so ließ das Team dann zwei 4:0-Siege folgen. Gegen Werder Bremen gaben Yannick Schneider, Thomas Knossalla, Marvin Jeuck und Jannis Seyffert/Jeuck nur zwei Sätze ab. Und die Spfr. Höhr-Grenzhausen konnten nach glatten 3:0-Erfolgen von Yannick Schneider, Thomas Knossalla und Jannis Seyffert nur gegen Knossalla/Jeck einen Satzgewinn verbuchen. Das entscheidende Spiel um den Gruppensieg gegen Arminia Ochtrup aus dem Münsterland wurde zu einer spannenden Angelegenheit. Nach Siegen von Yannick Schneider und Jannis Seyffert zog der Gegner mit 3:2 in Führung. Doch Marvin Jeuck und noch einmal Jannis Seyffert drehten die Partie zum 4:3-Sieg, was den Gruppensieg bedeutete.

Noch am gleichen Tag stand das Halbfinale gegen die Füchse Berlin an. Und die Elzer hatten es eilig. Yannick Schneider, Thomas Knossalla, Jannis Seyffert und Jeuck/Knossalla fertigten in knapp 90 Minuten den Gegner ab und überließen ihm nur einen Satzgewinn im Doppel. Im Halbfinale wartete der TV Refrath. Nach der knappen 2:3-Niederlage von Thomas Knossalla mit 13:15 im Entscheidungssatz legten Yannick Schneider (3:1), Marvin Jeuck (3:2) und Knossalla/Jeuck (3:0) mächtig los und spielten einen 3:1-Vorsprung heraus. Die 2:3-Niederlage von Yannick Schneider vermochte den Siegeswillen der Elzer nicht zu stoppen. Thomas Knossalla machte mit seinem 3:1-Sieg den 4:2-Gesamterfolg klar und damit den Einzug ins Finale gegen den Oldenburger TB. Doch der zeigte sich im Endspiel einen Deut besser und war mit seinem ausgeglichen stark besetzten Team äußerst bissig. Das glatte 0:4 zeigte jedoch nicht im Entferntesten, wie knapp und teils auch unglücklich es für die Unterlegenen zuging. Das Elzer Quartett hat mit der sensationellen Vizemeisterschaft die Farben des TTC mehr als würdig vertreten und ein weiteres Highlight in der Vereinsgeschichte gesetzt.

Das Frauenteam des TTC Offheim (Bezirksoberliga – B) wusste das Handikap, ohne Spitzenspielerin Amelie Kempa antreten zu müssen, nicht auszugleichen. Mit dem unglücklichen 3:4-Start gegen den ASV Berlin wurde der Druck in der Vorrundengruppe immens groß. Nach Siegen von Celine Wilfer, Charlotte Fischer und Sabrina Rücker musste Celine Wilfer im abschließenden Spiel ihrer Gegnerin mit 12:14 im Entscheidungssatz den Sieg überlassen. Zwar wahrten die Offheimerinnen mit einem 4:3-Sieg gegen Königs Wusterhausen (Brandenburg), den Sabrina Rücker (2), Charlotte Fischer und Celine Wilfer herausholten, ihre Chance auf die Endrunde, doch bedeutete das 1:4 gegen die TSG Thannhausen das Aus. Nach Charlotte Fischers knappem Auftaktsieg punkteten nur noch die Schwäbinnen. In der letzten Partie gegen den TTC Mühringen (Baden-Württemberg) sorgte ebenfalls Charlotte Fischer beim 1:4 für den Ehrenpunkt.

Bei den Männern rückte Hessenligist TTC Hausen kurzfristig nach. Ohne Sebastian Laux war die Aufgabe ungleich schwerer, noch einmal so grandios abzuschneiden wie 2016, als der Bezirksoberligist Vize-Pokalsieger wurde. Das 3:4 gegen den FV Wiesenthal (Baden) war bei Gegenpunkten von Christopher Horn (2) und Tobias Wagner bereits ein Rückschlag. Es folgte ein 1:4 gegen die Füchse Berlin (Punkt durch Kai Otterbach).

Das 4:1 gegen den TSV Grombühl Würzburg durch Tobias Wagner (2), Christian Wagner und Horn/Otterbach ließ noch einmal Hoffnungen aufkeimen. Dann zeigte jedoch der Oldenburger TB, dass er zu den Favoriten gehörte, der dann beim 4:0 den Westerwäldern trotz deren Gegenwehr keinerlei Chance zuließ. ULRICH HADASCHICK

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